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Ein Sieg, ein Remis, eine Niederlage – Der Saisonstart der Fohlen ist durchwachsen. Gegen Nürnberg gaben die Borussen die Punkte wieder selbst aus der Hand.

Mönchengladbach. Limassol kommt genau zur richtigen Zeit. Der zypriotische Meister wartet nämlich am Dienstag auf Borussia Mönchengladbach und bietet in der Europa League die Möglichkeit zur schnellen Rehabilitation. Das 2:3 im Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg war ernüchternd, denn die vielen Fehler raubten den Fohlen nicht nur den letzten Nerv, sondern auch die Punkte.

Schon nach weniger als einer halben Stunde lag die Borussia schon mit 0:2 hinten. Beide Male sah die Abwehr bei den Standards der Clubberer alles andere als gut aus. Dennoch schafften sie es, die schwere Hypothek zum Pausenpfiff ein wenig zu mindern durch den ersten Treffer von Luuk de Jong für seinen neuen Klub. Die Hausherren spielten nicht überragend und ließen die Nürnberger durch eigene Unzulänglichkeiten immer wieder ins Spiel kommen.

Kollektive Fehleransammlung

„Wir haben individuelle Fehler gemacht“, analysierte Schlussmann Marc-André ter Stegen nach dem Spiel gegenüber den Reportern treffend. „Wir haben auch Fehler als Kollektiv gemacht, als wir bei den Standards nicht gut standen“. Die Fohlen schafften es nicht, die bei ruhenden Bällen starken Nürnberger nicht zu diesen Situationen einzuladen. „Wir haben viele Freistöße verursacht, die nicht hätten passieren dürfen. Das müssen wir abstellen, das ist Fakt.“

Dennoch schien es so, dass die Borussia noch einmal mit einem blauen Auge davonkommen würde, als mit Granit Xhaka auch der zweite Neuzugang traf. Aber der konnte sich am Ende „für das Tor eigentlich gar nichts kaufen. Wir wollten die drei Punkte zuhause behalten, das haben wir nicht geschafft“, so der Schweizer. Das Spiel ging im Grunde genommen schon im ersten Viertel verloren: „Wir haben die ersten 20 Minuten verschlafen, ich weiß gar nicht was da los war. Danach haben wir ganz klar dominiert. Wir hatten so viele Chancen und auch Pech im Spiel.“



De Jong im Pech

Unter anderem traf de Jong zweimal den Pfosten, darunter ein Fallrückzieher, der mit etwas mehr Glück wohl das Tor des Jahres geworden wäre. Xhaka kam schlecht in die Partie und wechselte mit Tolga Cigerci die Position. „Ich habe einfach gemerkt, dass es bei mir nicht läuft“. Oft blieben die offensiven Bemühungen aber Stückwerk und man sehnte sich nach den Überraschungsmomenten und auch die Unbekümmertheit eines Marco Reus. Hinzu kam, dass Nürnberg eine herausragende Chancenverwertung hatte und die Einladung der Hausherren annahm. „Es waren drei eigene Fehler, nicht dass Nürnberg hier drei Traumtore gemacht hat“, so Xhaka.

Der erneute Rückstand nach der Aufholjagd war ein Schlag vor den Kopf, doch „wenn du zwei Standardgegentore bekommst, dann verkraftest du auch das 2:3“, sagte Tony Jantschke nach dem Spiel. Wir haben trotzdem noch Druck gemacht. Nürnberg hatte sonst nicht viel. Wir hatten ein paar richtig gute Chancen.“

Fehler schnellstens abschalten

Wie schon in Kiew kassierten die Borussen drei Gegentore zu Hause. Es blieb das Fazit bei den Beteiligten, dass man so einfach kein Spiel gewinnen könne. „Wir dürfen diese Fehler nicht mehr machen. Wir haben schon gegen Kiew drei Fehler gemacht und heute auch wieder drei“, so Xhaka, der sich selbst nicht von aller Schuld freisprechen kann. „Das haben wir schon gegen Kiew versucht und auch heute. Das gelingt uns nicht. Daher müssen wir diese Fehler auch so schnell wie möglich abschalten“. Der Wille war zumindest keinem Akteur abzusprechen, aber die Portion aus der vergangenen Saison geht den Fohlen derzeit abhanden.

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