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Die Roma ist vorerst zurück in der Spitzengruppe der Serie A – verantwortlich dafür ist Trainer Zdenek Zeman. Sein Training macht den Klub zu einem Titelkandidaten.

Rom. In der Saison 2012/2013 der Serie A scheinen die Kräfte ausgeglichener. Juventus ist der absolute Titelfavorit, doch nach dem Ausverkauf beim AC Mailand ist das Rennen um die Plätze dahinter offener denn je – und auch im Titelkampf ist beileibe nicht das letzte Wort gesprochen. Unter den üblichen Verdächtigen meldet sich der AS Rom dank Zdenek Zeman zurück. Das (Fitness-)Training des Tschechen macht die Hauptstädter zu einer wiedererstarkten Mannschaft. Mit voller Kraft voraus – zumindest in die Champions League?

Die Fitness als Grundlage

Die Akteure des Hauptstadt-Klubs haben eine körperlich anstrengende Vorbereitung hinter sich. Zeman ließ sie rennen und schleppen – den Ball haben die meisten Spieler in den ersten Trainingseinheiten nicht oder nur kaum zu Gesicht bekommen. Zeman quält seine Spieler – es handelt sich vielleicht um eins der forderndsten Trainingslager Europas.

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Der Tscheche bereitet mit seinem Fitnesstraining die Mannschaft auf die ganze Saison vor und setzt auf die körperliche Fitness als Grundlage für eine erfolgreiche Spielzeit. Zu sehen war das bereits in den ersten Partien, allen voran gegen Inter Mailand. Die Nerazzurri hatten vor heimischem Publikum vor allem in den letzten 30 Minuten Probleme gegen die läuferisch starken Römer.

In diesem Zustand können sie allen Klubs besonders in der zweiten Halbzeit gefährlich werden. Bisher fielen vier ihrer fünf Tore in der letzten halben Stunde der Partie. In genau dieser Phase wird die Roma in der Saison viele Todesstöße setzen können.

Totti: Der perfekte Mann für Zeman

Von der fordernden Vorbereitung profitierte auch ein gebürtiger Römer, ehemaliger Superstar und Kapitän. Francesco Totti meldete sich gegen Inter mit einer großartigen Leistung zurück. Goal.com verlieh dem mittlerweile 37-Jährigen vier von fünf möglichen Sternen.

Er ist das passende Puzzlestück für den Angriff der Giallorossi. Dabei agiert er sogar auf dem Flügel und hat bereits einige starke Flanken in den Strafraum geschickt, von der eine zum Tor gegen den Champions-League-Sieger von 2010 führte. Die Erfahrung macht’s! Und vor allem die neu gewonnene Fitness durch Zeman.

Die Roma bleibt beim 4-3-3


Stekelenburg
Piris Burdisso Castan Balzaretti
Bradley De Rossi Pjanic
Totti Osvaldo Destro
Luis Enrique wollte den Stil des FC Barcelona bei der Roma einführen, scheiterte aber kläglich. Die Defensive war die Schwachstelle der Hauptstädter. In der Saison 2011/2012 kassierte unter den ersten 15 Mannschaften nur Inter mehr Gegentreffer. Dabei zeigte der spanische Trainer gute Ansätze in der Offensive – doch für die umkämpfte italienische Liga reicht das nicht.

Zeman wirft nicht alles um. Der tschechische Trainer bleibt beim 4-3-3, einem in der Serie A selten genutzten System. Ungewöhnlich: Francesco Totti agierte in den ersten Partien auf der Außenbahn. Der 37-Jährige orientierte sich zwar desöfteren in die Mitte, doch dieser Schachzug könnte der Roma noch einige Überraschungseffekte bescheren.

Zeman setzt auch auf eine kompakte Defensive. Der erfahrenste Akteur in der Verteidigung ist derzeit Nicolas Burdisso - doch die Viererkette musste in beiden Ligaspielen bisher bereits einen Treffer hinnehmen. Hieran muss noch gearbeitet werden, auch wenn das Motto gilt: Es reicht, ein Tor mehr zu schießen als der Gegner.

Talentschmiede AS Rom

Als bekannt wurde, dass auch der AS Rom mit Thomas DiBenedetto einen milliardenschweren Investor bekommt, rieben sich viele Tifosi des Hauptstadt-Klubs bereits genüsslich die Hände. Große Transfers im Stile von Manchester City oder später Paris Saint-Germain wurden erwartet und auch in der Gerüchteküche diskutiert. Nach einem Jahr war klar: Keine Superstars werden kommen – stattdessen war sogar der Abgang von Daniele De Rossi im Gespräch.

Doch der 29-jährige Mittelfeldstar blieb und agiert derzeit in einer erfrischend jungen Mannschaft. Statt Superstars kamen Supertalente. Und diese Youngster liefern derzeit ab. Der 23-jährige Ivan Piris hat einen Stammplatz als rechter Außenverteidiger erhascht, während Alessandro Florenzi seine Chance bekommt und bereits einen Treffer erzielen konnte. Auch Nicolas Lopez traf – er ist mit 18 der jüngste Akteur des Klubs und eine große Sturmhoffnung. Hinter Pablo Osvaldo und Mattia Destro wird er zunächst öfter auf der Bank sitzen – doch die Youngster bekommen unter Zeman etliche Chancen, sich zu beweisen. So auch Erik Lamela, der insgesamt bereits 90 Minuten Spielzeit auf dem Konto hat.

Juventus und Napoli in der Favoritenrolle

Die „alte Dame“ ist weiterhin der haushohe Favorit auf den Scudetto in der Serie A. Im letzten Jahr konnte nur das mittlerweile stark geschwächte Milan Juve in der Liga Konkurrenz bieten. Die Bianconeri hingegen haben sich erneut deutlich verstärkt und durch das neue Stadion einen großen Heimvorteil.

Mit Lorenzo Insigne hat Napoli den italienischen Lionel Messi verpflichtet. Er könnte den Abgang von Ezequiel Lavezzi kompensieren und den Neapolitanern zum endgültigen Durchbruch verhelfen. Auch die Süditaliener wurden in der Transferphase also nicht durch namhafte Abgänge geschwächt, obwohl Marek Hamsik und Edinson Cavani natürlich weiterhin heiß begehrt sind.

Die Roma rangiert knapp dahinter, möglicherweise aber nach derzeitigem Stand einen Tick vor dem AC Mailand, Inter und Udinese Calcio und hinter Lazio. Dieses Jahr scheint die große Überraschung möglich. Es wäre der erste Titel nach 2001 – und die erste große Überraschung seit 1991, als Sampdoria Genua sich den Pokal sicherte.

EURE MEINUNG: Was kann die Roma dieses Jahr reißen?
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