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Götze und Reus: Vereint in Nationalelf und Klub

Das DFB-Team hat im ersten Quali-Spiel zwar nicht immer geglänzt, aber den Grundstein für größere Aufgaben gelegt. Gleiches gilt für das Zusammenspiel zwischen zwei BVB-Akteuren.

Hannover. Mit dem 3:0-Erfolg gegen die Färöer hat die deutsche Nationalelf vor dem Spiel in Österreich den ersten Schritt auf dem langen Weg zur WM nach Brasilien gemacht. Es war ein im Grunde nie gefährdeter Sieg, auch wenn die Chancenverwertung und zum Teil auch die spielerische Qualität noch ausbaufähig waren. Bundestrainer Joachim Löw entschied sich gegen den krassen Außenseiter, der erwartungsgemäß defensiv agierte, für eine recht offensive Aufstellung - und brachte neben Mesut Özil und Thomas Müller auch Mario Götze und Marco Reus, allesamt agierten in einer Viererreihe hinter Stoßstürmer Miroslav Klose.

Für Götze und Reus, die seit dieser Saison auch bei Borussia Dortmund vereint sind, war es ein Debüt: Erstmals standen die beiden Youngsters zusammen in der Startelf des DFB-Teams, zuvor gab es lediglich beim 3:0-Sieg über die Niederlande im November 2011 einen gemeinsamen Kurzeinsatz für die Nationalmannschaft.

Wer suchet, der findet

„Das hat ganz gut geklappt“, gab Reus nach Abpfiff zum Zusammenspiel mit seinem Mannschaftskollegen zu Protokoll. „Wir suchen uns, und meistens finden wir uns auch.“ In der Tat haben sich die beiden Ausnahmefußballer vor allem im ersten Durchgang bemerkenswert oft den Ball zugespielt und so für eine Menge Schwung gesorgt. Es kam zwar nicht jeder Pass an und es klappte nicht alles, dennoch machte das Gezeigte Hoffnung, dass das Duo einmal eine tragende Rolle im deutschen Dress übernehmen kann - auch wenn die Färöer sicherlich „kein Maßstab“ sind, wie Reus betonte.

„Es macht Spaß“

Schön anzusehen war es zuweilen dennoch. Nicht zuletzt in der 45. Minute, als Götze den Ball technisch versiert auf Reus hob, dessen Hereingabe schließlich auf dem Kopf von Müller landete - Keeper Gunnar Nielsen konnte die Chance letztendlich vereiteln. In Ansätzen war nicht nur in dieser Situation aber zu sehen, was gehen kann. Vor allem dann, wenn Spielfreude aufkommt. Und genau das scheint der Fall zu sein: „Es macht Spaß, mit ihm zusammenzuspielen“, so Reus über Götze.

Götze holt sich Selbstvertrauen

Letzterer war es dann auch, der gegen die Färinger nach einer knappen halben Stunde mit einer Einzelaktion für das 1:0 sorgte. Was für ihn nach längerer verletzungsbedingter Leidenszeit eine besondere Genugtuung gewesen sein dürfte, wie auch Reus vermutet: „Das gibt ihm Selbstvertrauen“, erklärte der 23-Jährige, der im Sommer für mehr als 17 Millionen Euro von Borussia Mönchengladbach zum BVB wechselte und in Dortmund bis 2017 unterschrieb.

Das DFB-Team kann vom BVB profitieren

Fakt ist: Wenn die beiden beim deutschen Meister so harmonieren, wie sich die dortigen Verantwortlichen das vorstellen, wird auch die Nationalelf davon profitieren. „Natürlich sieht man sich jetzt häufiger als sonst“, erläuterte Götze auf Goal.com-Nachfrage, auch wenn man sich „ja von der Nationalmannschaft schon eine Weile“ kenne.

Dennoch wird man sich nun noch besser aufeinander abstimmen und so am nötigen Feintuning arbeiten können: „Das entwickelt sich mit der Zeit, wenn wir in der Nationalmannschaft und im Verein miteinander spielen“, ist sich Reus sicher. Und wer weiß - vielleicht wirbeln die beiden im Nationaldress ja bald gegen Gegner, die nicht Baldvinsson und Faerö, sondern Pique und Puyol heißen.

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