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Über zwei Jahre konnte Leon Andreasen kein Fußball spielen. Es stellte sich die Frage, ob er überhaupt noch einmal den Rasen betreten kann. Nun ist er wieder da – und wie.

Hannover. Hannover 96 hat in diesem Sommer vier neue Spieler geholt. Abwehrspieler Felipe war den Niedersachsen sogar eine Ablöse von 2,5 Millionen Euro wert. Doch der bisher beste Neuzugang kommt aus den eigenen Reihen: Leon Andreasen. Der Däne war längst in Vergessenheit geraten, insgesamt 28 Monate fiel er wegen immer neuer Verletzungen aus. Nun ist der inzwischen 29-Jährige wieder dabei.

Toller Einstand

Und wie! In seinem ersten Spiel nach der ewig langen Pause, in der Europa-League-Qualifikation gegen St. Patricks Athletic, schoss er den wichtigen Treffer zum 1:0 und bot nicht nur wegen dieses Traumtores eine bärenstarke Leistung. Seitdem stellte ihn 96-Coach Mirko Slomka in jedem Pflichtspiel auf, Andreasen dankte es ihm mit viel Einsatz und vier weiteren Toren. Eines davon schoss er am letzten Wochenende gegen den VfL Wolfsburg beim 4:0-Auswärtssieg.

Andreasen ist froh

„Ich freue mich sehr, nach so zwei scheiß Jahren“, sagte Leon Andreasen gegenüber Goal.com. „Und bin froh, dass ich so gut angefangen habe und viele Dinge richtig mache.“ Man merkte dem Dänen aber an, dass er schon verwundert ist, wie schnell das zuletzt alles ging. Denn nach seinen tollen Leistungen für Hannover hat Andreasen bei 96 nicht nur Manuel Schmiedebach aus der Startelf verdrängt, sondern wurde auch wieder in den Kader des Nationalteams berufen. „Ich freue mich riesig, dass ich wieder für die Nationalmannschaft spielen kann. Ich hätte nur nicht gedacht, dass das alles wieder so schnell geht“, sagte er.

Letztes Pflichtspiel vor über zwei Jahren

Nach einer Vielzahl von Verletzungen und Rückschlägen war vor nicht allzu langer Zeit nicht einmal klar, ob Andreasen überhaupt wieder würde Fußball spielen können. Vor seinem Comeback gegen St. Patrick’s absolvierte er sein letztes Pflichtspiel im April 2010, Leisten- und Schambeinprobleme machten ihm zuletzt immer wieder zu schaffen.

96 hielt zu Andreasen

So machte durchaus auch das Wort „Karriereende“ die Runde. „Diese Ungewissheit macht mich fertig“, sagte Andreasen in seiner Leidenszeit. Unterkriegen ließ er sich davon nicht - und kämpfte weiter. Das wurde schon vor der furiosen Rückkehr von den 96-Verantwortlichen honoriert, Ende der letzten Saison verlängerte man seinen Vertrag um ein Jahr.

Bescheidenheit und Realismus

Aber Andreasen ist trotz der jüngsten Erfolge Realist - er weiß schließlich wie kaum ein anderer, wie schnell es im Fußballgeschäft wieder bergab gehen kann. So gibt er sich bescheiden, betonte nach dem Sieg in Wolfsburg: „Ich will nicht über mich sprechen.“ Wahrscheinlich kann Leon Andreasen selbst noch gar nicht glauben, wie gut es für ihn in den letzten Wochen lief. Die Angst vor einem erneuten Rückschlag dürfte allgegenwärtig sein. Man kann ihm nur wünschen, dass dieser ausbleibt.

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