thumbnail Hallo,

Mit den Neuverpflichtungen Badelj, Jiracek und van der Vaart hat der Hamburger SV ein komplett neues Mittelfeld. Fink hofft derweil auf mehr Konkurrenzdruck und Torgefahr.

Hamburg. Da hat der klamme Hamburger SV noch einmal ordentlich zugelangt: Für mehr als 20 Millionen Euro wurde das zentrale Mittelfeld buchstäblich in letzter Sekunde aufgerüstet. Vorstand und Aufsichtsrat haben die Notwendigkeit des Risikos erkannt, um dem Abstiegskampf zu entkommen. Badelj, Jiracek und van der Vaart machen Hoffnung auf besseren Fußball in der Hansestadt.

Badelj als „Ruhepol“

Erst am vergangenen Mittwoch sind die Neuzugänge Milan Badelj und Petr Jiracek zur Mannschaft gestoßen. Es war klar, dass Thorsten Fink in Bremen auf die Qualitäten der zentralen Mittelfeldspieler bauen würde. „Man hat sehen können, dass Badelj im Zentrum ein Ruhepol ist. Er fordert und verteilt die Bälle und kann den Ball auch zwischen die Linien spielen“, war Fink voll des Lobes für den Kroaten. Badelj, der mit 23 Jahren schon mehr als 180 Pflichtspiele bestritten hat, kam für etwa vier Millionen Euro aus Zagreb und bewies schon in seinem ersten Spiel, dass er der Mannschaft weiterhelfen kann. Neben seiner ruhigen und abgeklärten Spielweise ist der Kroate zudem in der Lage, zwei oder drei Spieler auszutanzen, um dann den entscheidenden Pass zu spielen.

Ein neuer Motor für das Zentrum

Warum Petr Jiracek beim VfL Wolfsburg nach nur einem halben Jahr ausgemustert wurde, ist unklar. Aber man muss die Transferpolitik von Felix Magath auch nicht verstehen. In Hamburg werden sie an dem 26-Jährigen noch viel Freude haben. Jiracek, der laut seinem Mannschaftskollegen Jaroslav Drobny der „beste Spieler Tschechiens bei der Europameisterschaft“ gewesen ist, spielte gegen den Erzrivalen trotz Verletzung durch. „Er ist ein harter Hund. Solche Typen brauchen wir“, sagt sein neuer Trainer über ihn. Mit einer Laufleistung von mehr als zwölf Kilometern war der Mann mit der Mähne der mit Abstand aktivste Akteur gegen Werder Bremen. Doch neben seinem unermüdlichen Einsatz besticht Jiracek zudem durch seine Torgefahr: mit zwei Toren war er bei der Europameisterschaft sogar bester Schütze seines Landes.

Van der Vaart: Spielmacher mit Führungsqualitäten

Über den Stellenwert von Rafael van der Vaart in Hamburg muss nichts mehr gesagt oder geschrieben werden. Die Verpflichtung ließ sogar die Niederlage gegen den Erzrivalen aus Bremen schnell vergessen. Beim HSV erlebte der heute 29-Jährige seine wohl beste Zeit der Karriere. Er brillierte nicht nur als kreativer Spielgestalter, sondern auch als eiskalter Torjäger. „Ich bin überzeugt, dass Rafael uns mit seiner Torgefahr schnell weiterhelfen wird“, ist sich Thorsten Fink sicher. Doch bei aller Euphorie ist auch Geduld gefragt: „Wir müssen die Last auf mehrere Schultern verteilen“, lautet Finks Ansage. Der niederländische Nationalspieler wird das Spiel der Rothosen trotz seiner Qualitäten nicht allein verbessern können. Mit Jiracek und Badelj wird er jedoch zwei Spieler hinter sich haben, auf deren Unterstützung er sich verlassen kann.

EURE MEINUNG: Was haltet Ihr von den Neuen beim HSV?
Bleibe am Ball und sei Teil des größten Fußball-Netzwerkes der Welt: Folge Goal.com auf oder werde Fan von Goal.com auf !

Dazugehörig