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Borussia Mönchengladbach in der CL-Quali: Das Unmögliche möglich machen – wie Gegner Dynamo Kiew

Schaut man in die Champions-League-Historie, dann vergeht die Hoffnung auf das „Wunder von Kiew“ schnell. Doch der Gegner der Fohlen hat bereits gezeigt, dass Wunder möglich sind.

Mönchengladbach. Nach der 1:3-Hinspielniederlage gegen Dynamo Kiew im Borussia-Park ließ man bei Borussia Mönchengladbach die Köpfe hängen und glaubte zunächst nicht so recht daran, im Rückspiel in der Ukraine noch eine Chance auf die Gruppenphase der Champions League zu haben. Doch nach einigen Tagen richtete Lucien Favre seine Mannschaft wieder auf und nun wächst die Hoffnung auf das „Wunder von Kiew“ wieder.

Weiterkommen nach Hinspielniederlage – Zwei Teams in 20 Jahren

Gewiss scheint dieses Unterfangen nahezu unmöglich zu sein, schaut man einmal in die Geschichte der Champions League, die im Jahr 1992 zum ersten Mal in dieser Form und unter diesem Namen ausgetragen wurde. In den letzen 20 Jahren gab es tatsächlich nur ganze zwei Mannschaften, die nach einem verlorenen Heimduell anschließend im Rückspiel doch noch die Kohlen aus dem Feuer holen konnten. Allerdings mussten diese Teams nicht wie Borussia Mönchengladbach mit der Bürde dreier Heimgegentore zu ihrem jeweiligen Qualifikationsgegner reisen.

FC Kopenhagen 2006/2007

In der Champions League-Saison 2006/2007 gelang dem FC Kopenhagen dieses Kunststück gegen Ajax Amsterdam. Der erst 1992 gegründete Klub aus Dänemark konnte zuvor nur in der skandinavischen Royal League auf sich aufmerksam machen und gewann dort eine Spielzeit zuvor den internationalen Titel, um den sich zwölf Vereine aus Dänemark, Norwegen und Schweden streiten. Ein Jahr später schaffte man dann nach einem 1:2 im heimischen Parken ein 2:0 in der Amsterdam-Arena und zog zum ersten Mal in die Gruppenphase der Königsklasse ein, wo man hinter Manchester United, Celtic Glasgow und Benfica Lissabon mit sieben Punkten als Vierter abschloss.

Dynamo Kiew 1998/1999

Der zweite Verein, der den Kopf nach einer Niederlage im Hinspiel noch aus der Schlinge ziehen konnte, war tatsächlich Gladbachs Kontrahent Dynamo Kiew, der dafür allerdings Überstunden verrichten musste. In der Spielzeit 1998/1999 kam es zu zwei dramatischen Aufeinandertreffen mit Sparta Prag, als die Ukrainer zunächst zuhause mit 0:1 verloren und anschließend in die Tschechische Republik reisten, um dort nach regulärer Spielzeit und Verlängerung das Ergebnis durch ein 1:0 zunächst zu egalisieren. Im Elfmeterschießen gelang Kiew dann das kleine Fußballwunder und man besiegte die Prager nervenstark mit 3:1.

Die Mannschaft aus der ukrainischen Hauptstadt wurde zu diesem Zeitpunkt von Startrainer Walerij Lobanowskij gecoacht und hatte mit Serhij Rebrow und Nationalheld Andrej Shevchenko einen international viel beachteten Top-Sturm und so verwundert es nicht, dass Kiew die Gruppenphase 1998/99 sogar überstand und bis ins Viertelfinale vordringen konnte. Zudem setzte sich „Schewa“ die Torjägerkrone der Champions League auf. Ein Jahr später schaffte man gar den Halbfinaleinzug und Kollege Rebrow wurde Torschützenkönig.

Auf geht´s Borussia

Nun wäre es also an Borussia Mönchengladbach, das Unmögliche möglich zu machen und mit einem 3:0 oder einem höheren Sieg mit zwei Toren Unterschied in Kiew die Gruppenphase zu erreichen. Nach dem Motto „wir haben keine Chance, aber die werden wir nutzen“ werden sich Daems, De Jong, Xhaka und Co. konzentrierter als im Hinspiel präsentieren müssen, dann klappt das auch mit einem Wunder. Vielleicht hat Lucien Favre ja den Masterplan in der Tasche - wundern würde es einen nicht.

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