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Die erste Hürde ist überstanden, ungefährdet zieht 96 in die Play-off-Runde ein. Es war zwar nicht alles gut, die Richtung aber stimmt. Nun freut man sich auf die kommenden Wochen.

Hannover. Es wehte fast schon wieder ein Hauch Europa-League-Euphorie durch die AWD-Arena. Spätestens, als Karim Haggui im Qualifikationsspiel gegen St. Patrick’s Athletic per Kopf nach 32 Minuten für den ersten Treffer sorgte und die Nordkurve das Europapokal-Lied anstimmte, fühlte man sich ein wenig an die Festspiele der vergangenen Saison erinnert. Dabei war die Sache für Hannover 96 nach dem deutlichen Sieg im Hinspiel längst gelaufen und das 2:0 am Donnerstagabend nicht wirklich gefährdet.

Kenna trifft die Latte

Lars Stindl brachte es nach Abpfiff wohl auf den Punkt, als er gegenüber Goal.com von einem „Arbeitssieg“ sprach. Dennoch sorgten die 96-Anhänger für einen stimmungsvollen Abend, auch wenn die Mannschaft es ihnen nicht immer gleich tat. In der ersten halben Stunde spielte das Team einen mäßigen Ball, so dass die Iren sogar die erste Möglichkeit des Spiels hatten, als Kapitän Conor Kenna plötzlich frei vor Hannovers Tor auftauchte, aber nur die Latte traf.

Probleme in der ersten Halbzeit

„Die erste Großchance war auf Seiten von St. Patrick’s“, so Stindl. „Wir hatten in der ersten Halbzeit Probleme, reinzukommen.“ Nach einer guten halben Stunde brachte Neuverpflichtung Szabolcs Huszti dann aber einen Freistoß von links in die Mitte, Haggui nickte zur Führung ein - der erste Assist für den Ungar nach seiner Rückkehr an die alte Wirkungsstätte. Ansonsten mangelte es bei ihm noch ein wenig am Feintuning, in Ansätzen aber konnte der Techniker durchaus gefallen.

Stindl und Huszti: Das scheint zu passen

Auch Stindl ist froh über die von Zenit St. Petersburg gekommene Verstärkung: „Ich habe ein paar Mal mit Szabi die Seite getauscht, das klappt ganz gut. Da haben wir dann eine gewisse Variabilität drin“, erklärte der Mittelfeldmann, der auf rechts agierte, während Huszti zumeist über die andere Seite kam.

Schulz verletzt

Nach dem Seitenwechsel lief es dann besser - wohl auch, weil Mario Eggimann kurz nach der Pause auf 2:0 erhöhte. Der Schweizer musste zunächst auf der Bank Platz nehmen, für ihn stand Christian Schulz in der Innenverteidigung. Der verletzte sich aber im ersten Durchgang und musste vom Platz. Nach dem Spiel humpelte Schulz durch die Katakomben der AWD-Arena, wirklich glücklich wirkte er nicht. Ein Kollege wollte von ihm wissen, ob denn alles in Ordnung sei, Schulz zuckte mit den Schultern: „Sieht das so aus, als ob alles okay wäre?“ Es besteht Verdacht auf Muskelfaserriss.

Glücklicher Eggimann

Des Einen Freud, des Anderen Leid. So kam Eggimann nach 40 Minuten in die Partie und konnte sich wenig später in die Torschützenliste eintragen. „Ich freue mich über das Tor, ganz klar. Ich freue mich aber noch mehr darüber, dass wir gewonnen haben und eine Runde weiter sind“, gab sich der 31-Jährige anschließend bescheiden. Dass es spielerisch nicht immer lief, nimmt der Abwehrmann gelassen: „Man sieht in der einen oder anderen Situation, dass die Wettkampfpraxis fehlt. Das kommt jetzt nach und nach.“

„Toll, was die Fans hier geleistet haben“

Während das Team also noch nicht ganz bei 100 Prozent ist, was nicht zuletzt auch die Chancenverwertung in der zweiten Hälfte deutlich machte, war es der Anhang durchaus - und das, obwohl lediglich 24.500 Fans den Weg ins Stadion fanden. Die aber gaben alles: „Es macht unheimlich viel Spaß, mit so einer Stimmung hier zu spielen. Heute war das Stadion nicht voll, aber es hat sich angehört, als seien 40.000 Zuschauer im Stadion. Es ist schon toll, was die Fans hier geleistet haben“, so Eggimann.

Kein Wunder, dass die Lust auf mehr groß ist: „Ich hoffe natürlich, dass wir die Euro-League-Quali schaffen“, fuhr der Innenverteidiger fort. Wer da wartet, entscheidet sich am Freitag. Ab 13:30 Uhr werden die Play-offs ausgelost, für Torhüter Ron-Robert Zieler ist aber ohnehin egal, auf wen man trifft: „Wir nehmen es, wie es kommt“, stellte der Nationalkeeper klar.

ManUnited kommt

Am Samstag trifft der Schlussmann dann auf sein altes Team - zum letzten Härtetest gastiert Manchester United in Hannover. Für Eggimann ist es auch ein Geschenk an die Anhänger: „Das ist ein Spiel, in dem sich jeder noch einmal zeigen und sich beweisen kann. Vor allem ist es aber auch ein tolles Spiel für die Fans.“ Die hätten gegen einen Sieg über ein echtes Spitzenteam sicher nichts einzuwenden.

Folgt Claas Philipp auf 

Nach der Europa League ist vor dem Knaller gegen Manchester United. Ein Spiel auf Champions-League-Niveau. Am 11.8. spielt Hannover 96 im Rahmen der ´Summer of Champions´ gegen den englischen Rekordmeister. Ein Test mit Stars wie Wayne Rooney, Nemanja Vidic und Shinji Kagawa!

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