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Der FC Schalke 04 soll sich in gewissen Phasen anderes präsentieren. Das sagte der Manager der Königsblauen in einem Interview.

Gelsenkirchen. Die „Knappen“ befinden sich bereits im zweiten Trainingslager in Österreich. Dort verpasst Trainer Huub Stevens seiner Mannschaft den letzten Feinschliff für die kommende Bundesligasaison. Horst Heldt setzte in der Vorbereitung eine Duftmarke. Er wünsche sich in manchen Situationen ein „arroganteres“ Auftreten seines Teams. Wünschst du dir das auch? Goal.com ging dafür bei einigen Schalke-Fans auf Stimmenfang.

Sascha Landwehr, Gelsenkirchen:
„Ich finde sie sollten immer fokussiert sein und sich voll auf‘s Spiel konzentrieren. Deswegen find ich auch gut, dass die den Tag vor dem Heimspiel zusammen im Hotel übernachten. Jedoch, sollten sie nicht zu arrogant rüberkommen, wie die aus dem Süden. Aber ich finde auch, dass wir irgendwann mal wirklich die Schale ins Visier nehmen sollten und die Körpersprache sollten alle haben wie Kyriakos Papadopoulos oder Jermaine Jones, sodass wirklich alle mit Biss reingehen.“

Andreas Sa:
„Was in den letzten Jahren besonders auffällig ist, sind die ersten 15 Minuten unserer Mannschaft nach dem Anpfiff und nach der Halbzeit. Jedes mal wünscht man sich, dass mit viel Selbstvertrauen ins Spiel gegangen wird oder bei einem schlechten 0:0 zur Halbzeit eine Trotzreaktion kommt. Meistens ist es jedoch so, dass wir erst einmal abwarten und so den vermeintlich schwächeren Gegnern in die Karten spielen, was dann mit einem Rückstand endet, den wir jedoch, das muss man auch bemerken, sehr oft noch aufgeholt haben. Die Moral und der Kampfgeist der Truppe stimmen, aber das Selbstvertrauen gerade bei den jungen Leuten wird doch häufig vermisst. Wenn es diese Saison gegen Gegner wie Fürth oder Düsseldorf geht, wünsche ich mir eine offensiv eingestellte Truppe, die gerade in der Arena sofort zeigt wer Herr im Haus ist.“

Alexander C. Klaus, Miami (Florida):
„Ich finde, dass Horst Heldt da eindeutig Recht hat. Unser FC Schalke muss auch mal Selbstbewusstsein zeigen. Wir sind der zweitgrößte Verein Deutschlands. Da kann man nicht jedes Jahr sagen, ja also der Titelkampf interessiert uns nicht, wir wollen nur den 3. Platz haben. Ich denke wir wollen oben mitspielen und mitmischen und da fehlt mir manchmal das Selbstbewusstsein. Auch auf dem Rasen. Letzte Saison hat man gesehen, dass wir oft im Rückstand standen, auch gegen schlechtere Vereine und es erst danach rumgerissen haben. Das muss sich ändern.“



Marius Lübker:
„Meiner Meinung nach braucht Schalke keine Arroganz auszustrahlen, ich glaube nicht, dass dies unser Ziel ist. Die richtige Mischung hat man, auch wenn es einem Schalker schwer fällt das zu sagen, bei der Borussia aus Dortmund gefunden. Sie sind sehr bodenständig, aber haben trotzdem sehr viel Spaß am Fußball und man hat das Gefühl, dass sie den Sieg jedes Spiel neu erkämpfen! Auf Schalke ist bei allen Spielern der Wille da, doch bei den Wenigsten sieht man darüber hinweg noch mehr. Bei manchem Spielern hat man den Eindruck, dass sie nicht mehr mit ihrer vollen Leidenschaft dabei sind und nicht mit vollem Einsatz noch den Sieg erzwingen wollen. Vorbilder für dieses Verhalten sind Jermaine Jones und Lewis Holtby. Schalke könnte auf dem Platz hin und wieder präsenter wirken und auch mal das M-Wort in den Mund nehmen. Es muss nicht gleich wie beim FC Bayern gemacht werden, aber für die Fans wäre das, glaube ich, ab und zu ganz angenehm zu wissen, dass alle Verantwortlichen an die Mannschaft glauben. Schalke ist auf dem richtigen Weg und ich glaube auch fest daran, dass in ein paar Jahren die Erfolge auch nicht mehr lange auf sich warten lassen. Glück auf!“

Dagmar Sachse, Halle:

„Arroganz ist nicht das Gleiche wie Selbstbewusstsein. Ersteres bedeutet, auf andere herabzusehen und so etwas passt nicht zum "Kumpel-und Malocherklub". Selbstbewusstsein dagegen ist etwas Positives und das wünsche ich mir, vor allem von der Vereinsführung. Weniger Tiefstapeln, dafür mehr Stolz auf Königsblau. Unsere Fans sind einzigartig, das betont jeder Kommentator. Das ist ein Pfund, mit dem man Wuchern kann! Auch, dass die Konsolidierung gut läuft, sollte öfter betont werden - für viele ist Schalke immer noch der "Schulden-Klub". Und, dass ein absoluter Weltstar wie Raúl bei uns gespielt und sich wohl gefühlt hat - hey, wo gibt‘s gegenwärtig Vergleichbares in der Bundesliga? Insgesamt gibt es so einiges, auf das wir Schalker stolz sein können und das sollte laut gesagt beziehungsweise gezeigt werden. Glück auf!“

Rainer W. Grimm, Gelsenkirchen:
„Mit Arroganz ist man nie gut beraten, sowas geht schnell nach hinten los. Oder will man sich mit Gewalt der Lächerlichkeit preisgeben. Der Verein schiebt einen Schuldenberg vor sich her, ist seit Bestehen der Bundesliga noch nie Meister gewesen. Worauf bitte soll sich diese Arroganz denn aufbauen. Wir sind nicht der FC Bayern und ich denke so wie die Bayern, wollen wir auch nicht werden!“

Uwe Prengel, Gelsenkirchen:
Ja, wenn jemand arrogant sein kann, dann der FC Schalke. Eine ehemalige Zweitligamannschaft in wenigen Jahren zu etwas geformt, das ständig an der Tabellenspitze spielt. Wir gehören zu den drei besten Mannschaften der Liga, eigentlich ständig. Also : Nase hoch und Selbstvertrauen!“

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