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Der Trainer des Rekordmeisters widerspricht dem Präsidenten und fordert seinen Stürmer auf, sich nicht von der Kritik beeindrucken zu lassen.

Kaiserslautern. Der FC Bayern München konnte das Testspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern knapp mit 3:2 für sich entscheiden. Ob es an der jüngsten Kritik des Präsidenten lag, sei dahingestellt, doch der Tag des Mario Gomez war es nicht. Trainer Jupp Heynckes lässt die Kritik jedoch kalt, zudem macht der Coach einem Nachwuchsspieler Hoffnung.

Stärker von der Bank

Heynckes sieht im Vergleich zur letzten Saison einen deutlichen Unterschied: „Ich denke, dass wir qualitativ einen guten Spielerkader haben und dadurch auch flexibler reagieren können, vor allen Dingen auch von der Bank. In der zweiten Halbzeit hat man gesehen, dass die Einwechselspieler unser Spiel belebt haben und das ist etwas, was in dieser Saison ausgeprägter ist, ich kann von der Bank reagieren und qualitativ gute Spieler einwechseln“, so der Trainer gegenüber Goal.com.

FC BAYERN
VIZE-MEISTER
DIE SAISON-VORBEREITUNG
Ergebnis
SpVgg Unterhaching - FC Bayern
0:1
FC Ismaning - FC Bayern
0:4
Trentino-Auswahl - FC Bayern 0:11
SSC Neapel - FC Bayern 3:2
Beijing Guo - FC Bayern
0:6
FC Bayern - VfL Wolfsburg
2:1
Kaiserslautern - FC Bayern
2:3
FC Bayern - Werder Bremen (4.8.)  
SG Großaspach - FC Bayern (8.8.)
 
FC Bayern - Bor. Dortmund (12.8.)
 

Gomez-Kritik unangebracht


Von Uli Hoeneß gab es zuletzt wiederholt eine Breitseite gegen Mario Gomez, Goal.com berichtete darüber. Der Stürmer lieferte zwar eine schwache Partie ab, doch Heynckes zeigt sich von der Kritik unbeeindruckt: „Das sind Dinge, da muss man mit leben. Ich finde, man sollte dem nicht so viel Bedeutung schenken. Das sollte man sich nicht so zu Herzen nehmen“, so Heynckes weiter.



„Ein Stürmer muss unabhängig davon, was ein Trainer, Manager oder Präsident sagt, motiviert sein und das ist etwas, was bisher auch bei uns der Fall ist. Die Spieler haben Spaß und Freude, von so Kleinigkeiten lassen wir uns nicht beeindrucken.“

Hoeneß sorgte mit folgendem Satz für zusätzliche Unruhe: „Wenn Gomez sehr gut wäre, wären wir jetzt Champions-League-Sieger.“ Heynckes widersprach dem Präsidenten: „Sie wissen genauso wie ich, dass das nicht so ist. Dann kann man viele Argumente bringen, wo es unter Umständen dran gelegen hat, aber doch nicht an Mario!“, ließ er anschließend gegenüber Goal.com verlauten.

Chance für Can?

Besonders der 18-jährige Emre Can konnte sich im Test gegen die Pfälzer empfehlen und kann sich Hoffnungen machen: „Emre ist ein großartiges Talent und muss sich weiterentwickeln. Er macht eine gute Vorbereitung und ist sehr engagiert, er nimmt Dinge auf, versucht sie umzusetzen und ich muss sagen, mir gefällt das, wie er im Moment trainiert“, fügte Heynckes hinzu.

„Wenn er so weiter macht, hat er unter Umständen auch Chancen, zu spielen. Das hat ja nichts mit dem Alter zu tun, sondern mit der Leistung“, lässt er für Can alle Türen offen. In Kaiserslautern sorgte er mit seiner Einwechslung für frischen Wind und kam sogar zum Torerfolg. Ob der Mittelfeldspieler auch in der Bundesliga seine Chance bekommen wird, bleibt abzuwarten.




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