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Der finnische Nationalspieler geht in die zweite Spielzeit als Schalker Angreifer. Bisher kam er nur wenig zum Einsatz, ob sich das nun ändern wird?

Gelsenkirchen. Auf Schalke hat man eigentlich überhaupt kein Sturmproblem. Das offensive Mittelfeld füttert den Angriff mit genügend Bällen und somit konnte sich der Sturm auch dementsprechend auszeichnen. Für Teemu Pukki war es allerdings eine Saison mit Höhen und Tiefen. Denn sein Problem ist 28 Jahre alt, Niederländer und der gefährlichste Stürmer der gesamten Bundesliga.

Erste große Schritte in Spanien

Teemu Pukki, dessen Name ins Deutsche übersetzt in etwa „Weihnachtsmann“ bedeutet, spielte bereits im Alter von 16 Jahren in der finnischen Liga beim FC KooTeePee Kotka. Nach zwei weiteren Jahren wagte er erstmals den Schritt ins europäische Ausland – er wechselte zum FC Sevilla in die spanische Primera Division. Allerdings spielte er dort zunächst für die Juniorenmannschaft des spanischen Erstligisten und rückte anschließend in den Profikader. Doch richtig durchsetzen konnte sich der pfeilschnelle Stürmer dort nicht. Er kehrte im Jahre 2010 zurück in seine Heimat und spielte fortan für HJK Helsinki. Dort wurde er Stammspieler, zweimal finnischer Meister und einmal Pokalsieger.

Drei Tore, die ihn zum Schalker machten

Im Sommer 2011 traf er in den Playoffs der UEFA Europa League auf den FC Schalke 04 und netzte erstaunlicherweise drei Mal in zwei Spielen ein. Die „Knappen“ wurden auf ihn aufmerksam und verpflichteten ihn einigen Wochen später.

TEEMU PUKKI | 22 Jahre
Geburtsdatum:
29.03.1990

Nationalspieler:
Finnland

Position:
Stürmer
Spiele in 2011/2012:  18

Tore: 5

Vorlagen:  1

 Stärken: Schnelligkeit, Ausdauer

Das Warten auf den Durchbruch

Für Teemu Pukki war der Schritt zum FC Schalke ein erneuter Versuch, in der europäischen Fußballelite Fuß zu fassen. Er kam allerdings nur sporadisch zum Einsatz. Schalkes Trainer Huub Stevens setzt auf ein System mit nur einer echten Spitze, das ist ihm bis dato zum Verhängnis geworden. Denn niemand geringeres als Klaas-Jan Huntelaar sitzt ihm vor der Nase. Ihn zu verdrängen, scheint zur Zeit unmöglich zu sein. Huntelaar gehört zu den weltbesten Stürmern und ist amtierender Torschützenkönig der Bundesliga – der Mann ist gesetzt. Dennoch hofft Teemu Pukki, mehr zu spielen und unterstreicht dieses Verlangen auch in einem gestrigen Pressegespräch: „Natürlich, möchte ich mehr spielen als bisher. Ich möchte auch mehr Tore machen. Huntelaar ist im Angriff die Nummer 1, aber jeder hier strengt sich an. Am Ende entscheidet dann der Trainer, wer spielt.“

Das ist für ihn sehr unglücklich, denn Teemu Pukki hat in seinen wenigen Spielen gezeigt was er kann. Mit nur wenig Einsatzzeit hat er bewiesen, dass auf ihn Verlass ist. Viele Möglichkeiten bleiben dem 22-jährigen Angreifer nicht. Denn Schalke 04 wird ihn aller Voraussicht nach nicht verleihen oder verkaufen. Sollte sich Klaas-Jan Huntelaar nicht verletzen und Schalke 04 den Ein-Mann-Sturm fortführen, dann muss Pukki weiter warten, wie in der letzten Saison. Dem sympathischen jungen Mann bleibt zu hoffen, dass er sich trotzdem weiterentwickeln kann, ohne oder mit nur wenig Spielpraxis wird dies jedoch kein leichtes Unterfangen.

EURE MEINUNG: Schafft er es sich auf Schalke durchzubeißen?
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