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Kein Bammel vor der Konkurrenz: Ivan Perisic will sich in seinem zweiten Jahr beim BVB durchsetzen

Der kroatische Nationalspieler begeht in dieser Saison sein zweites Jahr in Dortmund und das soll für ihn ganz persönlich besser laufen als das erste.

Dortmund. In seinem ersten Jahr bei Borussia Dortmund kam Ivan Perisic nicht über die Reservistenrolle hinaus. Das soll sich in dieser Saison trotz der großen Konkurrenz in Dortmunds Offensive ändern, denn der Kroate beabsichtigt nicht, die neue Saison nur von der Bank aus zu verfolgen.

Perisic kürzt sich seinen Urlaub selbst

Wenn es alleine nach Motivation ginge, hätte der 23-Jährige wohl schon einen kleinen Bonus im Vergleich zu seinen Kollegen. Weil er den Fußball vermisst habe und nicht alleine trainieren wollte, stieg Perisic zwei Tage früher in die Saisonvorbereitung des BVB ein, wie der Kroate den RuhrNachrichtenvergangene Woche verriet. „Als ich gehört habe, dass unsere drei Polen am Dienstag zurückkehren, bin ich einfach dazu gestoßen“, äußerte sich Perisic zu seinem eigenmächtig verkürzten Urlaub und zeigte damit ebenfalls, dass er bis in die Haarspitzen motiviert ist, in dieser Saison beim BVB anzugreifen.

Die klassische Reservistenrolle

In der vergangenen Saison absolvierte Perisic in der Bundesliga immerhin 28 Spiele, aber er kam dabei 20-mal von der Bank und durfte sich oftmals nur in Kurzeinsätzen zeigen. Trotzdem erzielte der auf der linken Außenbahn heimische Mittelfeldspieler sieben Tore und bereitete drei vor.

Kostete ein Platzverweis den sofortigen Durchbruch?

Dabei sah es zunächst ziemlich gut aus. In den drei Partien zwischen dem 6. und 8. Spieltag stand Perisic in der Startelf und spielte durch. Doch dann kam der für ihn verflixte 9. Spieltag gegen Werder Bremen, an dem er in der 47. Minute mit Gelb-Rot seinen ersten Bundesliga-Platzverweis hinnehmen musste. Dieser Platzverweis sorgte für einen spürbaren Leistungseinbruch beim Kroaten. „Daran konnte man sehen, was eine Dummheit bewirken kann“, übte Perisic Selbstkritik und schob direkt hinterher: „Aber ich habe aus meinem Fehler gelernt und hoffe, dass ich meine gute Form in diese Saison mitnehmen kann.“

Ivan Perisic | BVB-Saisonstatistik 2011/12
Wettbewerb Spiele
Tore Vorlagen Gelbe Karten
Platzverweise
Einwechslungen Auswechslungen
1. Bundesliga 28 7 3 1 1 20 2
Champions League 6 1 0 1 0 4 1
DFB-Pokal 6 1 3 0 0 5 0
DFL-Supercup 1 0 0 0 0 1 0
Gesamt 41 9 6 2 1 30 3

Konkurrenzkampf fördert Leistungsbereitschaft

Und eine gute Form wird Perisic in dieser Saison zweifellos brauchen, denn trotz des Abgangs von Shinji Kagawa zu Manchester United ist die Konkurrenz mit Marco Reus, Jakub Blaszczykowski, Mario Götze, Leonardo Bittencourt u.a. keineswegs geringer oder gar schwächer geworden. „Aber es ist gut, dass es diesen großen Konkurrenzkampf gibt. Für die Leistung ist es nicht förderlich, wenn nur Spieler im Kader stehen, die wissen, dass sie ohnehin immer spielen“, nimmt der kroatische Nationalspieler die Herausforderung an.

Tanz auf drei Hochzeiten

Wie diese Saison für Ivan Perisic verlaufen wird, hängt nicht zuletzt auch davon ab, wie der BVB mit der Dreifachbelastung aus Bundesliga, DFB-Pokal und Champions League umgehen wird. Gerade in letzterem Wettbewerb wollen die Dortmunder in diesem Jahr unbedingt überwintern. Da man aber wohl erneut in Lostopf 4 landen wird – sollte es in der laufenden Champions-League-Qualifikation nicht zu weiteren Wundern à la Düdelingen kommen – muss man erst einmal die Auslosung der Gruppen abwarten, bevor man Aussagen wagt wie: „Dieses Jahr ist das Achtelfinale ein Muss!“

Die Rolle der Rotation

„Rotation“ ist ein Wort, das immer wieder gerne in den Raum geworfen wird, wenn es um Lösungen für die Mehrfachbelastung aufgrund von nationalen und internationalen Wettbewerben geht. Und tatsächlich könnte die Rotation in dieser Saison nicht nur einer der Schlüssel werden, der Borussia Dortmund dabei hilft, in allen drei Wettbewerben kräftig mitzumischen, sondern Spielern wie Perisic ebenso zu mehr Einsätzen in der Startformation verhelfen.

Talent und Potential vorhanden

Perisics fußballerische Fähigkeiten stehen für Trainer Jürgen Klopp außer Frage, wie man vor kurzem in der Bild lesen konnte: „Ivan kann alles. Rechts wie links, Kopfballspiel, und er ist schnell. Wenn man mit Mitspielern über ihn spricht, bekommen alle glänzende Augen. Das Talent und Potential von Ivan haben wir zu 100 Prozent richtig eingeschätzt.“ Es liegt jetzt an Ivan Perisic, dieses Talent und dieses Potential abzurufen.

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