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Das Fußballturnier bei Olympia 2012 begann am Mittwoch mit den Damen, am Donnerstag steigen die Herren ein. Immer wieder gibt es junge Überraschungen und alte Haudegen.

London. Die Olympischen Spiele 2012 stehen vor der Tür und das Fußballturnier hat auch schon begonnen. Bei Olympia gibt es immer wieder Überraschungen. Wie sonst kann man erklären, dass Rekordweltmeister Brasilien noch nie Olympiagold holen konnte?

Zu Beginn der Olympischen Spiele der Neuzeit waren es noch Vereinsmannschaften, die um Gold kämpften. Mit der Zeit wurden es Amateurnationalmannschaften und seit 1984 dürfen U 23 Profis teilnehmen, wobei drei Spieler pro Team auch älter sein dürfen. So kommt es vor, dass auch echte Haudegen einer Nation bei Olympia spielen. Goal.com hat für euch fünf Haudegen und fünf kommende Stars herausgesucht. Können Sie ihre jungen Kollegen zu Erfolgen führen? Schaffen es junge Stars, sich in das Rampenlicht zu spielen?

Ryan Giggs - Großbritannien


Da Großbritannien als gesamte Nation auflaufen wird, ist es Ryan Giggs möglich, noch an einer Olympiade teilzunehmen. Er ist das Paradebeispiel für alte Haudegen. So hat der Flügelspieler im Klubfußball wirklich alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Neben der englischen Meisterschaft und dem FA-Cup, gewann er auch zweimal die Champions League und 2008 die Klubweltmeisterschaft. Fans wählten ihn zum besten Spieler, der je bei Manchester United gespielt hat und die Queen schlug ihm zum Ritter. Im Jahre 2009 war Großbritanniens Sportler des Jahres, welche die prestigeträchtigste Auszeichnung ist.

Diese Erfahrung soll er einbringen, um die junge Truppe um Torwart Jack Butland und Daniel Sturridge möglichst bis ins Finale nach Wembley zu führen. Trainer Stuart Pearce benannte ihn als Kapitän der britischen Olympiaauswahl.

Ryan Nelsen - Neuseeland


Ryan Nelsen ist ein Spieler, der stets zu seinem Verein stand und als bisher einziger Neuseeländer in einem Finale des FA-Cups stand. Auch wenn er nur relativ wenige Einsätze für das A-Nationalteam hatte, ist er ein alter Kämpe in der Olympiaauswahl seines Landes. Bereits 2008 in Peking stand der Verteidiger in den Reihen Neuseelands. Außerdem führte er die „All Whites“ 2010 als Kapitän nach 28 Jahren wieder zu einer Weltmeisterschaft.

Seine Karriere begann er in den USA bei DC United. 2005 wechselte er zu den Blackburn Rovers, wo er bis 2012 spielte. Nach sechs Monaten bei Tottenham unterschrieb der 34-Jährige im Sommer einen Ein-Jahres-Vertrag bei den Queens Park Rangers.

Carlos Salcido - Mexiko


Salcido gilt als ein aggressiver und harter, aber stets fairer Spieler. Für sein Heimatland Mexiko bestritt er am 31. Mai 2012 sein 100. Länderspiel. Nun soll er auch die jungen Spieler zu Erfolgen bei Olympia führen. So soll nach 1968, wo man den vierten Platz erreichen konnte, endlich wieder die Chance auf eine Medaille genutzt werden. Die Chancen sind nicht schlecht, da Mexiko Gold Cup-Sieger ist und auch einige Talente in seinem Kader hat, die durch Salcidos Anleitung und Erfahrung auch Erfolge feiern sollen.

Salcido selbst durfte bereits zweimal den niederländischen Meistertitel feiern und den Supercup der Niederlande in die Luft heben. Im Moment spielt er beim FC Fulham in der Gastgeberstadt der Olympischen Spiele, London.

Egidio Arévalo Ríos - Uruguay


Egidio Arévalo Ríos ist der erfahrenste Mann im Kader Uruguays bei den Olympischen Spielen in London. Sein Stern ging trotz seiner 28 Jahre erst bei der WM 2010 auf. Im Vorfeld hatte er lediglich sechs Partien für sein Land absolviert, doch sollte er einer von den drei Spielern werden, die alle Spiele über die volle Zeit bestritten. Sein Einsatz wurde mit dem vierten Platz belohnt. Ebenso wie bei der WM in Südafrika, war er auch bei der Copa America 2011 in Argentinien eine Stütze jener Mannschaft, die die Copa gewinnen konnte. Nun soll nach 1924 und 1928 auch wieder Gold bei Olympia zu Buche stehen. Dies wäre auch die Krönung in der Karriere von Egidio Arévalo Ríos.

Diego Benaglio - Schweiz


Diego Benaglio ist noch kein Haudegen wie Ryan Giggs, doch ist er wohl einer der erfahrensten Keeper bei Olympia. Die Schweizer Nummer Eins wird alles daran setzen, seinen Kasten sauber zu halten. 2002 wechselte er aus Zürich nach Schwaben zum VfB Stuttgart, kam dort aber lediglich in der zweiten Mannschaft zum Einsatz. Nach seiner Station als Nummer Eins bei Cristianos Ronaldos Jugendklub Nacional Funchal in Portugal holte ihn Felix Magath zum VfL Wolfsburg. Hier sollte er der sichere Rückhalt bei der Meisterschaft 2009 werden.

Auch seine Position in der Schweizer Nationalmannschaft festigte sich, sodass er als Stammkeeper zur Heim-EM 2008 und zur WM 2010 nach Südafrika reiste. Dort besiegten die Helvetier als einzige Mannschaft den späteren Weltmeister Spanien.

Jack Butland - Großbritannien


Während Benaglio schon einige Länderspiele auf dem Buckel hat, hat Jack Butland noch kein Länderspiel für eine A-Nationalmannschaft absolviert. In der Olympiaauswahl wurde er als Nummer Eins berufen.

Kurz vor der Euro 2012 war die Überraschung perfekt. Ein Torhüter der vierten englischen Liga sollte als Nummer Drei mit nach Polen und in die Ukraine fahren. Zu dem Zeitpunkt hatte Butland lediglich eine handvoll Spiele bei Cheltenham Town absolviert. Durch seine außergewöhnlichen Leistungen in den Jugendauswahlen wurde er als dritter Keeper nominiert.

Bei den Olympischen Spielen vertraute sein U 21-Coach Stuart Pearce auf sein Talent und machte ihn zum Stammkeeper für London. Dadurch steigen die Gebote für den 19-Jährigen sicher noch weiter an.

Hiroki Sakai - Japan


Der junge Japaner Hiroki Sakai wird in der kommenden Saison für Hannover 96 auflaufen. Bereits vor London 2012 haben sich die Hannoveraner die Geschicke des Talents gesichert. Nicht auszuschließen, dass der Preis von rund einer Million Euro nach Olympia deutlich höher sein wird. Sakai debütierte 2010 in der zweiten japanischen Liga für Kashiwa Reysol. Nach dem Aufstieg folgte postwendend die Meisterschaft 2011. Danach wurde er als Rookie des Jahres geehrt und in die Mannschaft des Jahres berufen. Der Verteidiger gilt als großes Talent und will dies auch bei Olympia unter Beweis stellen.

Diego Antonio Reyes - Mexiko


Diego Reyes ist ein junger, in Europa weitestgehend noch unbekannter Verteidiger. Der 19-Jährige spielt zurzeit bei Club America in der mexikanischen Liga, doch konnte bereits vollends überzeugen. Bei der U 20-WM konnte er mit Mexiko den dritten Rang belegen und bei den Panamerikanischen Spielen die Goldmedaille erringen. Durch seine starke Leistungen wurde er als Rookie des Jahres geehrt und zog die Aufmerksamkeit europäischer Topklubs auf sich. ManUnited, Valencia und Atletico Madrid sollen ihn intensiv beobachten.

Iker Muniain - Spanien


Iker Muniain gilt als eines der größten Talente, das jemals bei Athletic Bilbao unter Vertrag stand. Bereits als 14-Jähriger trainierte er mit den Profis der Basken. Der Stürmer ist der jüngste Spieler, der je für Bilbao aufgelaufen ist und der jüngste Torschütze in der Geschichte der Primera Division. 2012 konnte er sowohl das Europa League als auch das spanische Pokalfinale erreichen. Mit der U 21 seines Landes wurde er vor einem Jahr Europameister. In seiner Heimat wird er wegen seiner leichtfüßigen Spielweise als „Basken-Messi“ bezeichnet. 

Oscar - Brasilien


Denkt man an brasilianische Talente, schießt sofort Neymar in die Gedanken. Doch auch Leandro Damião, Bruno Uvini oder Ganso sind große Talente, aber in London wird es einen Spieler geben, der ganz besonders unter Beobachtung stehen wird. Oscar, der als Spieler bereits die U 20-WM gewinnen konnte, wird auch nach den Spielen noch in London weilen. Sein Wechsel zu Chelsea ist perfekt und bevor er sein Können im blauen Trikot zeigt, will er im gelb-grünen die Goldmedaille gewinnen.

Oscar begann seine Karriere beim FC Sao Paulo und ging von dort zum SC Internacional nach Porto Alegre. Damals zahlten die Copa Libertadores Sieger von 2010 mit rund sechs Millionen, die Rekordablöse für einen Wechsel innerhalb der brasilianischen Liga. Im Finale der U 20- WM konnte er als erster Spieler überhaupt ein Hattrick erzielen.

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