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2010 kam der serbische Nationalspieler aus Moskau und trat ein schweres Erbe an. Sein Start war gut, mittlerweile wird er allerdings als Millionenflop angesehen.

Turin. Vor zwei Jahren als großer Nedved-Nachfolger gehandelt, nun auf dem Abstellgleis: Milos Krasic hat seit der Ankunft von Antonio Conte bei Juventus Turinkeine Zukunft mehr. Die erste Saison verlief noch gut, in der Zweiten ist der komplett untergetaucht.
JUVE: DIE FÜNF TEUERSTEN NEUZUGÄNGE
Spieler
Buffon
Nedved
Thuram
Emerson
Diego

Jahr

2001
2001
2001
2004
2009


Klub
FC Parma
Lazio Rom
FC Parma
AS Rom
Werder Bremen
Ablöse
54 Mio €
41 Mio €
37 Mio €
28 Mio €
27 Mio €


Nedved-Nachfolger?

15 Millionen Euro überwies die „Alte Dame“ damals nach Moskau. Der Blondschopf wurde nicht nur aufgrund des Aussehens mit Pavel Nedved verglichen, er hatte auch die gleichen Anlagen. Die Saison begann gut für Krasic, der sich in Turin schnell einen Stammplatz ergatterte und auf 33 Ligaeinsätze kam. Mit seiner Schnelligkeit und Dynamik wusste der Serbe damals zu überzeugen und verzückte die Serie A.

Insgesamt brachte es der Flügelspieler auf 41 Pflichtspiele, dabei erzielte er neun Treffer und gab neun Vorlagen ab. Keine berauschende Statistik, aber für die erste Saison in Ordnung. Man war sich sicher, dass Krasic immer besser wird und man einen würdigen Nachfolger für den Tschechen gefunden habe.

Conte plant nicht mit Krasic

Doch dann die große Ernüchterung. Antonio Conte übernahm den Verein und hatte für Krasic in seinem Team keine Verwendung. Ab und zu wurde er eingesetzt, doch die Rolle des Reservisten schmeckte dem Serben überhaupt nicht, das zeigte er auch auf dem Platz. Die Folge: Krasic wurde zu einem teuren Edelreservisten mit Starallüren.

MILOS KRASIC | Juventus Turin, Mittelfeld, 27



Statistik bei Juventus Turin
    Transfersumme  
Spiele Davon 2011/12
 Tore/Vorlagen Davon 2011/12
 15 Millionen Euro 50  9 10/9 1/0

Bereits im Winter sollte der Serbe verkauft werden, doch der Deal mit Lazio Rom platzte. Nun soll Fenerbahce Istanbul interessiert sein, ein Wechsel wäre möglich. Allerdings wird Juventus bei weitem keine 15 Millionen Euro bekommen. Auch Inter Mailand soll interessiert sein.

Milos Krasic ist eindeutig dem System und den klaren taktischen Vorstellungen des Trainers zum Opfer gefallen. Mit Antonio Conte kam er nicht zurecht und hatte somit auch nicht die Bereitschaft, in den sauren Apfel zu beißen und um seinen Platz zu kämpfen.

Er ist als hoffnungsvoller Nachfolger von Nedved gestartet und ist nach nur einem Jahr gescheitert. In Turin ist spätestens nach dieser grandiosen Saison eine echte Mannschaft entstanden, in der Krasic auch in der kommenden Spielzeit kein Platz finden wird. Für Juventus Turin bleibt er ein millionenschweres Missverständnis.

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