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Wer Kapitän wird, ist derzeit noch völlig offen. Huub Stevens wird diese Entscheidung vor dem ersten Pflichtspiel treffen. Drei Kandidaten stehen dafür zur Auswahl.

Gelsenkirchen. Der FC Schalke 04 bietet auch dieser Tage wieder ganz viel Stoff, um fleißig darüber zu diskutieren. Es herrschen viele Themen, die sich zwangsläufig aufdrängen. Die Torwartfrage ist noch ungeklärt. Wer wird für Raúl im offensiven Mittelfeld spielen? Und natürlich die zentrale Frage um die Binde. Da die T-Frage und die Frage nach Raúls Nachfolger bei Goal.com schon erörtert wurden, schauen wir nun, wer die größten Chancen hat, bald in der Veltins-Arena zu den Bundesliga-, Champions League- und DFB-Pokalspielen die Platzwahl durchführen zu dürfen.

Benedikt Höwedes, der Mann aus der Gegend

Der gebürtige Haltener ist der aktuelle Schalker Mannschaftskapitän und füllte diese Rolle, nach seinen Möglichkeiten, gut aus. In der Diskussion, ob er ein geeigneter Kapitän ist, wird er in der öffentlichen Wahrnehmung zum Teil ins falsche Licht gerückt. In der abgelaufenen Bundesligasaison hat er aufgrund von mehreren, teilweise schweren Verletzungen (dreifacher Jochbeinbruch, Außenbandteilriss im Knie, Muskelfaserriss im Oberschenkel) nur 22 Ligaspiele absolvieren können. Hinzu kommt, dass er von Trainer Stevens aus der Innenverteidigung auf die Position des rechten Verteidigers verschoben wurde. Da man es, nach solch schweren Verletzung und auf einer, für ihn nicht idealen Position, schwer hat, ist vollkommen verständlich. Der 24-Jährige konnte sein komplettes Leistungsvermögen nicht abrufen. Jedoch besitzt Höwedes eine hohe Qualität und auf Schalke weiß man diese zu schätzen.

Warum Huub Stevens ihn durch die Überlegung, einen neuen oder den alten Kapitän zu benennen, so schwächt, wird der niederländische Trainer selbst am besten wissen. „Im zweiten Trainingslager“ wird Stevens bezüglich dieser Thematik „eine Entscheidung treffen.“

Jermaine Jones, der Motor und Antreiber

Das Raubein, Jermaine Jones ist momentan auf Schalke unumstritten und im defensiven Mittelfeld gesetzt. Huub Stevens steht auf solche Charaktere. Jermaine macht auf gut deutsch auch mal die Schnauze auf und ist im Schalker Spiel sehr aggressiv unterwegs. Er gehört zu den Stützen des Teams und ist Führungsspieler. Er hat die Fähigkeiten sein gesamtes Team mitzureißen, anzuspornen oder mal aufzuwecken. Wenn man ihm den Job als Kapitän anbieten würde, dann würde er nicht nein sagen: „Wenn der Trainer mir das Vertrauen schenken sollte, ich würde es annehmen!“ Jones ist auch aktueller „Captain“ der Nationalmannschaft der USA.

Auf Schalke verkörpert der 30-jährige die Tugenden, um von diesem besonderen Publikum geliebt zu werden. Er hat oft genug betont, dass er sich auf Schalke sehr wohl fühlt und er könnte diese Verantwortung sicher tragen. Er ist älter und reifer geworden, kennt den Klub und ist eine zentrale Figur im Schalker Spiel.

Klaas-Jan Huntelaar, der mit dem Tor tanzt

Der „Hunter“ knipst zu Hause nicht nur das Licht aus, sondern auch die Hoffnungen der gegnerischen Teams, mit seinen zahlreichen Toren. Ihn jedoch zum Kapitän zu machen, nur damit er seinen auslaufenden Vertrag verlängert, das wäre der falsche Weg. Huntelaar und seine mögliche Vertragsverlängerung sind momentan Top-Thema auf Schalke.

Horst Heldt hat bereits betont, dass er „aus Überzeugung unterschreiben soll“. Jermaine Jones findet, dass ein Huntelaar als Schalker Anführer passen würde: „Er ist geeignet als Kapitän. Er haut auch mal auf den Tisch, wenn es sein muss.“ Generell wäre Huntelaar nicht die ideale Lösung. Der Mann sollte sich, aus Schalker Sicht, komplett nur auf seinen Job als Knipser konzentrieren. Er wurde schließlich geholt um Tore zu machen, da sollte man ihn nicht mit weiteren Aufgaben belasten. Zu viele Gedanken in einem Spiel, wären für einen echten Torjäger nur hinderlich. Er kommt aus der Situation und wenn der Kopf voll ist, mit irgendetwas Anderem, dann raubt man ihm die Gedankenschnelligkeit, Konzentration und nimmt ihm so eine der elementarsten Stärken, die der Top-Stürmer nun einmal besitzt.

Es muss der Richtige sein

Alle drei Kandidaten haben das Zeug, diese Rolle mit Leben zu füllen, doch nur einer darf die Binde tragen. Ob man, wenn man die Binde trägt, auch gleichzeitig besser spielt, das sei mal dahingestellt. Es geht um Verantwortung und Führungsqualitäten. Chefcoach Huub Stevens wird die für ihn beste Lösung finden. Jedoch ist im Moment noch nicht abzusehen, wer es letztendlich wird.

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