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Naldo ist beim VfL Wolfsburg durch den Medizincheck geflogen - trotzdem haben die Niedersachsen den Brasilianer verpflichtet. Goal.com hat für euch weitere kuriose Storys...

Wolfsburg. Naldo ist beim VfL Wolfsburg durch den medizinischen Check geflogen, die Wölfe haben den Brasilianer trotzdem verpflichtet. Auch Demba Ba, Caio oder Prince Tagoe können von Medizinchecks ein Lied singen. Aber auch andere Spieler hatten schon Probleme mit dem obligatorischen Akt. Goal.com hat für euch eine Top 10-Liste mit den kuriosesten Storys rund um Medizinchecks erstellt.

 
Manuel Fernandes
 


Manuel Fernandes gilt in Portugal als Hoffnungsträger für die Zukunft. Der talentierte Mittelfeldspieler kickte schon in seiner Kindheit zusammen mit seinem Kumpel Nani auf den Straßen Lissabons. 2006 stand er vor einem Wechsel von Benfica zum FC Portsmouth in die Premier League, eine hartnäckige Leistenverletzung sorgte jedoch dafür, dass er durch den Medizincheck rasselte. Letztlich einigten sich die Klubs auf ein Leiheschäft.

Vier Jahre später spielte er mittlerweile für den FC Valencia. Inter Mailand hatte die Fühler nach Fernandes ausgestreckt und wollte ihn in die Serie A locken. Doch wieder spielte die Leiste nicht mit und Fernandes flog erneut durch jegliche Leistungschecks. Frustrierend - wenn Fernandes mal fit war, zeigte er bärenstarke Leistungen. Mittlerweile kickt der Weltenbummler übrigens bei Besiktas Istanbul.

 
Gabriel Milito
 


Als Gabriel Milito als 20-jähriger Jungspund in der argentinischen Liga für Furore sorgte, stand er eigentlich schon mit einem Bein bei Real Madrid. Die Königlichen wollten den Innenverteidiger unbedingt haben und legten für den Transfer auch ordentlich Bares auf die Theke. Beim Medizincheck wurden dann jedoch erhebliche Knieprobleme festgestellt - der Wechsel platzte!

Zwei Jahre später wurde Milito dann zu Argentinies Fußballer des Jahres gewählt, ein neuer Sprung nach Europa wurde gewagt. Bei Real Saragossa wurde er zum absoluten Leitwolf und gewann den spanischen Pokal. Doch damit nicht genug: 2007 folgte der nächste Sprung auf der Karriereleiter. Ausgerechnet der FC Barcelona sicherte sich die Dienste des Nationalspielers - Real Madrid konnte nur neidisch zuschauen.

 
Aly Cissokho
 


Wenn die Beisserchen nicht mitspielen! Eigentlich war der Wechsel von Aly Cissokho vom FC Porto zum AC Mailand schon unter Dach und Fach. 15 Millionen Euro waren die Italiener bereit, auf den Tisch zu legen - doch dann kam der Medizincheck. Aufgrund von erheblichen Zahnproblemen platzte der Wechsel des Linksverteidigers im letzten Moment.

„Das ist mir in 27 Berufsjahren noch nie untergekommen, dass ein Transfer scheitert, weil die Zähne nicht in Ordnung sind“, sagte damals ein renomierter Arzt zu dem Vorfall. Einen Monat später war es dann Olympique Lyon, die den Franzosen verpflichteten. Bis heute ist nicht bekannt, ob Cissokhos Zahnprobleme ihn im fußballerischen Dasein einschränken - genug Biss beweist er jedoch regelmäßig!

 
Scott Chipperfield
 


Die Koffer gepackt, es sich im Flugzeug ins Hertha-Trainingslager nach Marbella gemütlich gemacht - eigentlich war der Wechsel von Scott Chipperfield vom FC Basel zu den Berlinern schon perfekt. Auch Manager Dieter Hoeneß und Trainer Lucien Favre freuten sich schon auf den australischen Neuzugang, der die linke Mittelfeldseite beleben sollte.

Pech nur: Chipperfield zog sich eine unangenehme Verletzung am Fuß zu, die Diagnose ließ noch auf sich warten. Und weil in Spanien das medizinische Equipment fehlte, um der Verletzung auf den Grund zu gehen, mussten sich die Hertha-Fans mit dem Vollzug des Transfers gedulden, bis das Team wieder in Deutschland eintraf. Dort wurde Chipperfield untersucht - es stellte sich heraus, dass der Nationalspieler lange ausfallen würde. Hertha BSC verzichtete auf den Transfer!

 
Uli Hoeneß
 


Acht Jahre spielte Uli Hoeneß für den FC Bayern München und war ein Dreh- und Angelpunkt der Elf. Trotzdem wollte der Mittelfeldregisseur mal was Neues sehen und stand 1978 so kurz vor einem Wechsel zum Hamburger SV. Die Norddeutschen bestanden allerdings darauf, dass Hoeneß seine Knieprobleme behandeln lässt - eine Operation wurde vorgeschlagen. Hoeneß lehnte ab und ging stattdessen zum 1. FC Nürnberg.

Nur wenig später musste Hoeneß seine Karriere im jungen Alter von 27 Jahren dann aber beenden. Ein irreparabler Knorpelschaden im Knie wurde ihm zum Verhängnis. Wie bekannt ist, blieb Hoeneß dem Fußball jedoch treu und übernahm den Managerposten beim FC Bayern - als jüngster Bundesligamanager aller Zeiten.

 
Rabah Madjer
 


Stolz wie Oskar posierte Rabah Madjer im Sommer 1987 für den FC Bayern München beim alljährlichen Fotoshooting. Der Algerier stand vor dem Transfer zu dem Verein, gegen den er noch wenige Wochen zuvor im Finale um den Europapokal der Landesmeister per Hacke getroffen hatte. Doch Madjers Arbeitgeber FC Porto stellte sich quer und verweigerte jedes Transfergespräch mit den Münchnern.

Inter Mailand wollte es ein Jahr später dann besser machen - und tatsächlich: Porto ging auf die Gespräche mit den Italienern ein und erhoffte sich ein schönes Sümmchen für den Angreifer. Doch der Schuss ging nach hinten los: Beim Medizincheck wurden schwerwiegende Oberschenkelprobleme festgestellt, Inter nahm Abstand von dem Transfer, Porto ärgert sich noch heute, dass man ihn ein Jahr zuvor nicht zu den Bayern hat ziehen lassen.

 
John Hartson
 


John Hartson ist noch heute eine Legende bei Celtic Glasgow. Der bullige Angreifer erzielte in fünf Jahren fast 90 Tore für den schottischen Spitzenklub. Dabei sah erst alles danach aus, als würde er ausgerechnet beim Erzrivalen, den Glasgow Rangers, anheuern. Die wollten den Stürmer in den 90er-Jahren unbedingt verpflichten, die medizinische Untersuchung lief jedoch alles andere als gut, sodass der Transfer platzte.

Gut für Celtic - die schlugen 2001 zu und lockten Hartson nach Schottland. In unzähligen Old Firm-Derbys revanchierte sich der Torjäger dann für den verpatzten Wechsel und traf in schöner Regelmäßigkeit gegen die Rangers. Heute geht es dem Waliser allerdings gar nicht gut - 2009 erkrankte er an Krebs und befindet sich seitdem in einem kritischen Zustand.

 
Raul Tamudo
 


Und nochmal Glasgow! Raul Tamudo stand im Jahr 2000 ganz oben auf der Wunschliste der Rangers. Der Spanier von Espanyol Barcelona bestand den Medizincheck jedoch nicht und so verpflichteten die Rangers den Norweger Tore Andre Flo für deutlich mehr Geld. Tamudo war's egal - er schoss sich bei Espanyol Barcelona zur Kultfigur und ist bis heute bester Torschütze in der Vereinsgeschichte der Katalanen.

Dass die Rangers sich damals für Flo und gegen Tamudo entschieden haben, wird dem Klub übrigens noch heute vorgeworfen. Satte 12 Millionen Pfund bezahle Glasgow damals für den norwegischen Angreifer - böse Stimmen behaupten, dass dieser überteuerte Transfer einer der Anfangspunkte dafür war, dass die Rangers heute finanziell am Hungertuch nagen.

 
Lilian Thuram
 


Lilian Thuram gehörte zu Frankreichs „Goldener Generation“, die 1998 den Weltmeistertitel im eigenen Land holte. Der Abwehrrecke spielte allerdings nur in seinen ersten Fußballjahren in seinem Heimatland, danach war er für den AC Parma, Juventus Turin und den FC Barcelona aktiv. Also wollte er 2008 auf seine alten Tage noch einen Einjahresvertrag beim französischen Hauptstadtklub Paris St. Germain unterschreiben.

Beim Medizincheck wurde allerdings eine Missbildung seines Herzens festgestellt, die Ärzte rieten von einem Transfer ab. So beendete der großartige Fußballer dann schließlich auch seine Spielerkarriere. Ganz zurückziehen konnte sich Thuram aus dem Fußballgeschäft dann allerdings nicht. Nach Karriereende ließ er sich in den Bundesrat des franzsösischen Fußballverbandes wählen.

 
Frank Worthington
 


Frank Worthington war ein echter Womanizer! Während seiner aktiven Karriere hatte er ständig viele schöne Mädchen um sich herum und genoss das Leben. Sein wildes Treiben wurde ihm dann aber zum Verhängnis, als er 1972 vor einem Wechsel zum großen FC Liverpool stand. Beim Medizincheck wurde ein zu hoher Blutdruck festgestellt, der Transfer blieb aus.

Ein zu hoher Blutdruck! Viele urbane Legenden sagen noch heute, dass das an Worthingtons ausschweifendem Sexleben lag. Worthington sagte nie etwas dazu - ein echter Gentleman eben! Und so durfte er nie mit Liverpool-Trikot an der Anfield Road kicken. Stattdessen tingelte er fast jährlich zu einem anderen Klub, bis 1992 spielte er für 24 verschiedene Vereine.


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