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Dem Wechsel des Stürmers aus Enschede haben die Borussen-Fans in den vergangenen Wochen entgegen gefiebert. Wir stellen Euch den Hoffnungsträger vor.

Mönchengladbach. Beim Länderspiel der Niederlande Ende Februar im Londoner Wembley-Stadion gegen England war es in der zweiten Halbzeit soweit: Als Schalke-Stürmer Klaas-Jan Huntelaar nach einem Zusammenprall verletzt vom Feld musste, schlug die Stunde von Luuk de Jong. Eine Einwechslung mit Symbolcharakter.

Ähnlichkeiten

Viele Experten erwarten, dass sich der 21-jährige Niederländer in ein paar Jahren zu einem zweiten Huntelaar entwickelt haben könnte, der ebenfalls eine erfolgreiche Karriere bei europäischen Spitzenklubs schafft. Die Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Stürmern sind groß: Beide wuchsen in der Region Achterhoek an der deutsch-niederländischen Grenze auf, beide sind eher robuste, kopfballstarke Stürmertypen – und beide verfügen über eine außergewöhnlich hohe Treffsicherheit.

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Starke Quoten

Während der „Hunter“ für den FC Schalke 04 mit 29 Treffern in 32 Bundesliga-Spielen die Torschützen-Kanone holte, liest sich die Bilanz von Luuk de Jong aus der abgelaufenen Spielzeit auch nicht schlecht: 25 Tore erzielte er in der niederländischen Eredivisie. Kein Wunder also, dass Verein aus ganz Europa auf den Offensivspieler aufmerksam wurden – und am Ende Borussia Mönchengladbach das Rennen machte.

Erst zweite Wahl

Für de Jong, der im Alter von 18 Jahren von De Graafschap Doetinchem zum FC Twente kam, war die vergangene Saison der Durchbruch. Zu Beginn des Spieljahres gab es noch leichte Unstimmigkeiten bei den Enschedern, denn der damalige Trainer Co Adriaanse vertraute im Sturmzentrum der typisch-holländischen 4-3-3-Aufstellung dem Twente-Rekordeinkauf Marc Janko, der er aus seiner gemeinsamen Zeit bei RB Salzburg kannte.

Ein echter Stürmer

De Jong musste im offensiven Mittelfeld hinter Janko ran, und das gefiel ihm nicht besonders gut. „Ich habe schon oft gesagt, dass ich mich als Stürmer entwickeln will und deshalb so viele Minuten wie möglich auf der Position spielen will“, erklärte de Jong. Im Winter musste Adriaanse gehen – damit war das eine Thema erledigt. Der Weggang Jankos zum FC Porto war dann ein Vertrauensbeweis für de Jong, der aus einer reinen Sportler-Familie stammt: Seine Eltern waren Volleyball-Profis in der Schweiz, sein älterer Bruder Siem ist Stammspieler bei Ajax Amsterdam.

Geplatzte Twente-Planung

Beim FC Twente gehörte de Jong eigentlich die Zukunft als Mittelstürmer, um ihn herum sollte eine schlagkräftige Truppe aufgebaut werden, doch das lukrative Angebot aus Mönchengladbach kam dazwischen. Vielleicht löst der „zweite Huntelaar“ mit ein wenig Bundesliga-Erfahrung im Gepäck irgendwann dann das sieben Jahre ältere Original auch bei „Oranje“ ab.

Große Zukunft?

„Ich sehe in ihm den Stürmer für die niederländische Nationalmannschaft“, ist sich Patrick Kluivert, ebenfalls ein ehemaliger Weltklasse-Angreifer, sicher. Wenn die Entwicklung des 21-Jährigen auch bei der Borussia weiterhin derart rasant verläuft, könnte diese Vision schnell Realität werden.

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