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Felix Magath auf Einkaufstour: Diese Transferknaller zahlten sich sportlich und finanziell aus
An der Tagesordnung bei Felix Magath: Kaufen, verkaufen, transferieren! Mit einigen Neuverpflichtungen gelang ihm schon oft ein echter Transferknaller...
Wolfsburg. Es sind genau die Transfers, wie zuletzt der von Werder Bremens Verteidiger Naldo (auch wenn dieser bisher noch nicht offiziell vermeldet werden konnte), mit denen Manager und Coach Felix Magath stets für Aufsehen sorgt. Überraschend, spektakulär und unerwartet, so agiert Magath von Spielzeit zu Spielzeit auf dem Transfermarkt. Eine durchdachte Transferpolitik wird ihm dabei von vielen Kritikern nicht immer nachgesagt, doch mit einigen Neuverpflichtungen gelang ihm schon oft ein echter Transferknaller, der sich nicht nur sportlich, sondern auch finanziell auszahlte...Magath wirbelt Stuttgart auf
Angefangen im Kalenderjahr 2003. Damals befand sich Magath beim VfB Stuttgart in der Rolle des Teammangers, Trainers und später sogar in der Position als Manager des Klubs. Der „Schleifer“ formte bei den Schwaben die oft in den Medien als Generation der jungen Wilden bezeichnete Erfolgstruppe. Spieler wie Kevin Kuranyi, Timo Hildebrand, Alexander Hleb oder Andreas Hinkel wirbelten die Bundesliga auf und sorgten ligaweit für viel Furore. Magath gelangen schon damals zwei wichtige Transfers.
Den damals 19-jährigen Philipp Lahm lockte er vom FC Bayern München zum VfB Stuttgart. Für zwei Jahre wurde Lahm damals ausgeliehen, entwickelte sich beim VfB zum Stammspieler und schaffte über den Umweg Stuttgart somit auch den Durchbruch beim deutschen Rekordmeister aus München. Heute führt genau dieser Philipp Lahm die deutsche Nationalmannschaft als Kapitän auf’s Spielfeld. Als echter Leistungsträger entwickelte sich auch Nationalstürmer Cacau bei den Schwaben. 2003 wechselte er vom Ligakonkurrenten 1. FC Nürnberg ablösefrei zum VfB. Ein glückliches Transferhändchen, wie sich in den kommenden Jahren zeigen sollte. In Stuttgart entwickelte sich Cacau zum Nationalspieler und zum Führungsspieler.
Shopping-Tour in Wolfsburg
Felix Magath und die Einkaufspolitik, das wurde vor allem nach seiner Zwischenstation beim FC Bayern München (2004-2007) ein oft genutztes, mediales Thema. Seine zwei Jahre beim VfL Wolfsburg lesen sich statisch mit beeindruckenden Werten: Das Spielerpersonal tauschte er fast komplett aus, verpflichtete für rund 55 Millionen Euro insgesamt mehr als 30 neue Spieler.

Königstransfer namens Edin Dzeko
Darunter fallen auch Spieler wie Sergiu Radu und Vlad Munteanu (zusammen für rund 4,5 Millionen Euro vom FC Energie Cottbus verpflichtet) oder aber Alexander Laas (1,5 Millionen Euro vom Hamburger SV) - keine Königstransfers, ganz im Gegensatz zu Spielern wie Diego Benaglio, Andrea Barzagli, Zvjezdan Misimovic, Grafite, Josué und Marcel Schäfer - oder aber Edin Dzeko!
Mit ihnen holte Magath 2009 überraschend und sensationell die deutsche Meisterschaft nach Wolfsburg. Misimovic verkaufte Wolfsburg nur zwei Jahre später mit 4,5 Millionen Euro Gewinn an Galatasaray Istanbul. Kein Vergleich zu dem Transfer von Edin Dzeko - für vier Millionen Euro vom FK Teplice (2004) geholt und für rund 37 Millionen Euro an Manchester City (2011) abgegeben.
Auch auf Schalke mit Transferoffensive
Mit der Meisterschaft im Gepäck verabschiedete sich Magath aus der VW-Stadt. Einen Vertrag als Trainer und Manager in Personalunion erhielt er im Sommer 2009 beim FC Schalke 04. An der Tagesordnung: Kaufen, verkaufen, transferieren!

„Zwei Jahre arbeitete er beim VfL Wolfsburg, bislang anderthalb bei Schalke 04. In insgesamt acht Transferperioden verpflichtete Magath 61 Profis und stattete fünf Nachwuchsleute aus der eigenen Jugend mit Verträgen aus. Das macht rund acht neue Spieler pro Halbjahr, mehr als 16 pro Saison oder umgerechnet anderthalb Mannschaften“, schrieb die Welt Anfang Februar 2011.
Den FC Schalke 04 krempelte Magath zwischen Mai 2009 und März 2011 mächtig um. Seine Transferpolitik wurde dabei oft kritisiert, doch unter den zahlreichen Neuen gab es auch einige Transferknaller. Lewis Holtby, Klaas-Jan Huntelaar, Kyriakos Papadopoulos und Raul sind zu nennen. Mit Weltstar Raul bereicherte er gleich die gesamte Bundesliga, mit Klaas-Jan Huntelaar besorgte er den Schalkern einen echten Torjäger und mit Lewis Holtby und Kyriakos Papadopoulos lockte er zwei echte Talente zu den „Königsblauen“.
Willkommen zurück in der VW-Stadt
Schalke 04 führte er 2011 bis ins Viertelfinale der Champions League und bis ins DFB-Pokalfinale, dennoch musste er im März 2011 den Klub verlassen. Kurz darauf kehrte Magath als Geschäftsführer Sport und Trainer zum VfL Wolfsburg zurück. Die „Wölfe“ rettete er vor dem drohenden Abstieg - seine Einkaufstour setzte sich in der darauffolgenden Saison fort. „Insgesamt hat Magath seit 2007, während seiner Zeit beim VfL Wolfsburg und Schalke 04, 113 Spieler für 165,3 Millionen Euro verpflichtet und 83 Spieler verkauft“, schrieb die tz Anfang Januar 2012. Auch in dieser Sommerpause und in Vorbereitung auf die Spielzeit 2012/13 greift der Trainer und Manager wieder tief in die Taschen - der ganz normale Magath-Wahnsinn geht weiter!
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