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Thiago Silva wird die Serie A verlassen, Zlatan Ibrahimovic wird ihm wahrscheinlich folgen. Wenn Spieler die italienische Liga verlassen haben, war dies nicht immer positiv.

Mailand. Champions kommen und gehen in der Serie A, auch wenn in den vergangenen Jahren im Vergleich mehr Stars die Liga verließen.

Thiago Silva ist der jüngste betroffene Star dieser Entwicklung, der die Serie A verlässt. Nach einem 42-Millionen-Euro-Angebot von Paris Saint-Germain kickt der Brasilianer kommende Saison in Frankreich. Zlatan Ibrahimovic wird ihm wohl noch in dieser Transferperiode folgen.

Die teuren Abgänge haben den Klubs oft geholfen, Geld für neue Spieler zu generieren. Wird der AC Mailand die eingenommenen Millionen in neue Spieler investieren?

Goal.com schaut auf die zehn teuersten Spieler, die die Serie A ins Ausland verlassen haben.

MARIO BALOTELLI (von Inter zu ManCity, 28 Mio. Euro)

Nachdem Inter das Triple aus Meisterschaft, Pokal und Champions League im Jahr 2010 gewonnen hatte, war dennoch nicht jeder komplett zufrieden und Angreifer Mario Balotelli war davon angetan, in einer anderen Stadt einen Neuanfang zu suchen. Nachdem Balotelli mit Fans wie Mitspielern seine Erfahrungen gemacht hatte, sah Massimo Moratti keine andere Option, als das vielleicht größte Talent des italienischen Fußballs zu verkaufen. Premier-League-Team Manchester City war bereit, 28 Millionen Euro plus Bonuszahlungen für den Angreifer aufzubringen und so war Balotelli schnell wieder mit seinem früheren Coach Roberto Mancini vereint. Sogar Mancini verlor beinahe die Kontrolle über den Stürmer, bis er mit ihm den Titel in der Premier League eroberte. Dies machte alle vorangegangenen Sorgen vergessen.

EZEQUIEL LAVEZZI (von Neapel zu PSG, 31 Mio. Euro)

Nachdem man in der Ligue Un nur den zweiten Platz belegte und auch in der Europa League nur enttäuschte, war es für Scheich Tamim bin Hamad al Thani an der Zeit, sich nach Verstärkungen für Paris Saint-Germain umzusehen. Als erste holte der Verein um Trainer Carlo Ancelotti den Angreifer Ezequiel Lavezzi vom SSC Neapel. Der Argentinier wurde auch von Inter Mailand umworben, doch der Champions-League-Sieger von 2010 wurde durch das 31-Millionen-Euro-Gebot von Paris überboten. Der Angreifer unterschrieb bei PSG einen Vertrag über vier Jahre und wird jährlich vier Millionen Euro verdienen.

JAVIER PASTORE (von Palermo zu PSG, 42 Mio. Euro)

Scheich Tamim bin Hamad al Thani ließ zum ersten Mal im Sommer 2011 die Muskeln auf finanzieller Ebene spielen - kurz nach seiner Ankunft beim PSG. Der Ligue-Un-Gigant bot 42 Millionen Euro für Javier Pastore, der aus Palermo kam. Pastore war der teuerste Spieler, der jemals von einem Ligue-Un-Team verpflichtet wurde. Nichtsdestotrotz verpasste PSG den Ligatitel 2012. Womöglich haben die Hauptstädter in der neuen Saison mit Thiago Silva und Zlatan Ibrahimovic mehr Glück.

THIAGO SILVA (von Milan zu PSG, 42 Mio. Euro)

Der Brasilianer ist von PSG bereits länger umworben, doch finalisiert wurde der Deal erst jetzt, Mitte Juli. Der Innenverteidiger wurde zum zweitteuersten Verteidiger der Fußballgeschichte. Es wird erwartet, dass Thiago Silva nur der erste Stein des neuen Mosaiks war, Zlatan Ibrahimovic soll folgen. Nach drei sehr erfolgreichen Jahren mit Milan hat sich der Verein entschlossen, für Einsparungen zu sorgen und den gutbezahlten Silva für gutes Geld zu verkaufen.

JUAN VERON (von Lazio zu ManUtd, 42.6 Mio. Euro)

Nach fünf Spielzeiten in Italien, in denen er unter anderem den Titel mit Lazio holen konnte, entschied sich Juan Sebastian Veron im Sommer 2001, sein Glück in England zu versuchen. Der Argentinier wurde von Sir Alex Ferguson und Manchester United verpflichtet und wurde mit 42,6 Millionen Euro zum bis dato teuersten Transfer der Premier-League-Geschichte. Doch Veron konnte in Manchester nie Fuß fassen, sodass der Verein froh war, als Chelsea zwei Jahre später anklopfte und ein Angebot für den Mittelfeldspieler machte.

RONALDO (von Inter zu Real Madrid, 45 Mio. Euro)

Der Sommer 2002 war ohne jeden Zweifel einer der härtesten aller Zeiten für Inter-Fans. Den gegen Juventus verlorenen Meistertitel gerade erst verkraftet, mussten dei Fans nur wenige Tage später einen weiteren harten Schlag akzeptieren. Klub-Präsident Moratt gab bekannt, dass der Verein Ronaldo für 45 Millionen Euro an Real Madrid verkauft habe. Auch wenn Moratti Ronaldo wie einen Sohn behandelt hat, gab er letzten Endes auf und verkaufte den Spieler der WM 2002, der sich mit dem WM-Titel gekrönt hatte.

ANDRIY SHEVCHENKO (von Milan zu Chelsea, 46 Mio. Euro)

Nach Jahren vergeblicher Mühe schaffte es Roman Abramovich im Jahr 2006 endlich, seinen Freund Andrey Shevchenko zum FC Chelsea zu holen. Die Blues zahlten 46 Millionen Euro, um den Ukrainer nach sieben Jahren vom AC Mailand in die britische Hauptstadt zu lotsen. Persönliche Gründe waren der Hauptgrund für seinen Transfer, aber der Wechsel funktionierte nie so, wie es vorgesehen war. Nach zwei Jahren bei Chelsea kehrte der Ukrainer per Leihoption für ein Jahr zurück zum AC Mailand.

RICARDO KAKA (von Milan zu Real Madrid, 65 Mio. Euro)

Im selben Sommer, als die Serie A zum ersten Mal Zlatan Ibrahimovic verlor, verließ auch einer der größten Stars die Liga. Die wirtschaftliche Krise, die weltweit auftrat, verschonte auch den Fußball nicht, vor allem nicht die italienischen Klubs, die über all die Jahre hohe Gehälter bezahlten. Nur sechs Monate, nachdem man ein Angebot von Manchester City abgelehnt hatte, verließ Kaka den AC Mailand in Richtung Real Madrid im Sommer 2009. Die Fans waren traurig über Kakas Abgang, doch Milan konnte sich mit 65 Millionen Euro trösten.

ZLATAN IBRAHIMOVIC (von Inter zu Barca, 69,5 Mio. Euro)

Ist es möglich, den besten Spieler des Teams zu verkaufen und im darauffolgenden Jahr das Triple zu gewinnen? Es scheint so, wie Jose Mourinho 2010 bewiesen hat. Im Juli 2009 gab Moratti bekannt, Transferofferten für Ibrahimovic gegenüber offen zu sein und verkaufte den Schweden letztendlich für 46 Millionen Euro und Samuel Eto'o zum FC Barcelona. Zudem gab es die Leihrechte an Aliaksandr Hleb, der dies allerdings ablehnte, was Inter weitere 3,5 Millionen Euro einbrachte. Unglücklicherweise führte Zlatans Wechsel nicht zum Titel, da Barca im Halbfinale - ausgerechnet von Inter - eliminiert wurde. Mit Inter hätte Ibrahimovic möglicherweise alle drei Titel gewonnen.

ZINEDINE ZIDANE (von Juventus zu Real, 73,5 Mio. Euro)

Die Einführung der neuen, europaweit gültigen Währung, des Euros, war nur noch ein paar Monate weg im Sommer 2001, als Juventus-Boss Luciano Moggi drauf und dran war, einen der besten Deals seiner Karriere abzuwickeln. Zinedine Zidane war im Sommer 1996 zu Juve gewechselt und wurde fünf Jahre später für eine immense Summe von 73,5 Millionen Euro wieder verkauft - fast das 15-fache des Einkaufspreises. Zidanes Transfer bleib bis 2010 der teuerste - dann holte Real Madrid Cristiano Ronaldo für 94 Millionen Euro. Das Geld, das man durch Zidanes Verkauf generiert hatte, wurde genutzt, um Pavel Nedved, Lilian Thuram und Gianluigi Buffon zu holen. An diesen Spielern hatte die Alte Dame gleich mehrere Jahre großen Spaß und konnte einige Titel feiern.

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