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Das Geld in den Kassen der Norddeutschen ist knapp - Spieler sollen gehen, Käufer gibt es nicht, lose Interessenten sind rar. Der Sommer-Schlussverkauf an der Elbe stockt gewaltig!

Hamburg. Der Hamburger SV im Sommer 2012 - einen kreativen Mittelfeldspieler suchen die „Rothosen“ händeringend, das nötige Kleingeld fehlt allerdings in den leeren Kassen der Hamburger. Ob Rasmus Elm oder Rafael van der Vaart, beide Namen werden mit dem HSV in Verbindung gebracht, beide Spieler sind jedoch finanziell nicht zu realisieren. Ein Investorenmodell könnte vielleicht Bewegung in die Transferaktivitäten der Hamburger bringen, doch auch dort herrscht aktuell (noch) Stillstand.

Drei Neue, keine Verkäufe

Dem HSV sind die Hände gebunden, auch in Bezug auf andere Transferaktivitäten. Drei Transfers wurden immerhin schon getätigt - alle noch vor dem Ende der abgelaufenen Spielzeit. Rene Adler, Maximilian Beister und Artjoms Rudnevs sind bereits seit dem Trainingsauftakt im Dress der „Rothosen“ zu sehen. Der Kader der Hanseaten ist noch viel zu groß, gerne würde Coach Thorsten Fink mit weniger Spielern in die Saison starten. Das Problem: Der HSV wird seine Ladenhüter einfach nicht los! Einzig rund um Stürmer Paolo Guerrero ringen sich Gerüchte über mögliche Interessenten.

Mit Romeo Castelen, David Jarolím und Mladen Petric sind drei Spieler aus der ersten Mannschaft schon weg. Bei allen drei Akteuren lief der Vertrag aus, eine Ablöse gab es daher nicht, dafür spart der Verein die Personalkosten ein, die vor allem bei Jarolim und Petric beachtlich gewesen sein dürften. Sportchef Frank Arnesen, so ist es in den Hamburger Medien immer wieder zu lesen, kann erst wieder auf dem Transfermarkt tätig werden, wenn frisches Geld durch Spielerverkäufe in die Kassen fließt.



Sommer-Schlussverkauf (noch) ohne Erfolg

Und genau dort liegt das Problem: Im Hamburger Sommer-Schlussverkauf gibt es keine Interessenten, die die geforderten Ablösesummen zahlen wollen. Einen Spieler vom Fast-Absteiger teuer einzukaufen kommt für viele Klubs erst gar nicht in Frage. Zudem sei die Frage erlaubt: Welcher ambitionierte Verein möchte sich mit einem Spieler von einem Fast-Absteiger verstärken und ist somit auch bereit an sein finanzielles Limit zu gehen?

Auf der Streichliste der „Rothosen“ befinden sich zahlreiche Spieler, die auch oder wegen ihres hohen Gehalts kaum haltbar sind, zumal sie in den Planungen von Coach Thorsten Fink keine allzu große Rolle mehr spielen.

Streichliste lang und länger

Torhüter Jaroslav Drobny wird sich an der Elbe mit dem Platz hinter Rene Adler abfinden müssen - ein teurer Ersatzkeeper, dessen Gehalt es gilt einzusparen. Auch Verteidiger Slobodan Rajkovic wurde zuletzt immer mal wieder auf die Streichliste des Hamburger SV gesetzt, ob es nun, nach dem gescheiterten Transfer von Finks Wunsch-Abwehrspieler David Abraham, noch zu einem Verkauf kommen wird, ist fraglich.

Mit Muhamed Besic geriet Fink vor Ende der abgelaufenen Spielzeit aneinander. Der 19-Jährige kann den Klub ebenfalls verlassen. Auch Mittelfeldspieler Robert Tesche spielt in den HSV-Planungen keine Rolle mehr. Dumm nur: Sein Vertrag wurde erst vor knapp einem Jahr mit verbesserten Konditionen verlängert, damals stand noch Michael Oenning an der Seitenlinie der Hanseaten.

Gojko Kacar könnte bei einem guten Angebot ebenfalls gehen, sein Problem: Kacar erlitt im Saisonendspurt einen Knöchelbruch und ist aktuell noch verletzt - ein K.O.-Kriterium für interessierte Klubs. Marcus Berg, einst die teuerste HSV-Neuverpflichtung, hat es in den vergangenen Jahre nicht geschafft sich in Hamburg durchzusetzen - der Schwede kann den HSV verlassen, das gilt auch für den Norweger Per Skjelbred, der erst im vergangenen Sommer verpflichtet wurde. Bleibt noch Paolo Guerrero, bei dem es immerhin schon lose Anfragen gab. Eines steht fest: Die kommenden Transfer-Wochen werden in Hamburg wohl noch spannend. Bis dahin heißt es: Abwarten, auf Angebote und Interessenten.

EURE MEINUNG: Wen wird der Hamburger SV noch in diesem Sommer los? Wer sollte verpflichtet werden?
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