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Acht Barca-Spieler machten sich in diesem Sommer auf den Weg zur Fußball-Europameisterschaft. Goal.com zeigt euch, wie sie sich geschlagen haben...

Barcelona. Der FC Barcelona schickte acht Spieler zur Fußball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine. (Fast) alle Spieler kommen mit Erfolgen vom Turnier zurück. Die Katalanen dürfen sich also auf hochmotivierte Rückkehrer freuen.

Obwohl Kapitän Carles Puyol und Angreifer David Villa das Turnier aufgrund von Verletzungen absagen mussten, waren gleich sieben Barca-Spieler im Kader des Europameisters aus Spanien vertreten. Mit Jordi Alba kommt nun sogar ein achter dazu - der Verteidiger wechselt in diesem Sommer vom FC Valencia nach Barcelona.

Der andere im Bunde war Hollands Ibrahim Afellay. Der Mittelfeldmann wird das Turnier wohl allerdings nicht lange in Erinnrung behalten wollen. Die Niederländer waren als Titelfavorit gestartet, scheiterten allerdings schon in der Gruppenphase und mussten mit null Punkten frühzeitig die Segel streichen. Afellay selbst spielte auch mehr schlecht als recht - zumindest im ersten Spiel gegen Dänemark zeigte er eine befriedigende Leistung! In Barcelona steht er auf dem Abstellgleis - die Chance, sich neu zu bewähren hat er zumindest bei der EURO nicht genutzt.

Aber angesichts der Auftritte der restlichen Spieler wird die Barca-Fans dieses kleine Manko wohl nicht wirklich stören.

BARCELONAS EURO-STARS 2012

IBRAHIM AFELLAY
GESPIELTE MINUTEN
DURCHSCHN. WERTUNG
140
SERGIO BUSQUETS
GESPIELTE MINUTEN
DURCHSCHN. WERTUNG
570
CESC FABREGAS
GESPIELTE MINUTEN
DURCHSCHN. WERTUNG
315
ANDRES INIESTA
GESPIELTE MINUTEN
DURCHSCHN. WERTUNG
550
GERARD PIQUE
GESPIELTE MINUTEN
DURCHSCHN. WERTUNG
570
PEDRO
GESPIELTE MINUTEN
DURCHSCHN. WERTUNG
89
VICTOR VALDES
GESPIELTE MINUTEN
DURCHSCHN. WERTUNG
0
-
XAVI
GESPIELTE MINUTEN
DURCHSCHN. WERTUNG
536
Da wäre zu einem Torwart Victor Valdes. Obwohl er bei der EM nicht zum Einsatz kam, hat er seinen Platz als Barca-Keeper natürlich sicher. Dass es in der Nationalmannschaft kein Vorbeikommen an Real-Schlussmann Iker Casillas gibt, ist schon seit Jahren klar. Und auch Liverpool-Torwart Pepe Reina scheint in der Rangordnung noch vor Valdes zu stehen.

Vor Turnierbeginn machte man sich in Spanien große Sorgen um das Innenverteidigungs-Duo Sergio Ramos/Gerard Pique. Der lange Barca-Verteidiger zeigte in der vergangenen Saison einige Schwächen, zudem soll es zwischen ihm und Ramos immer wieder zu Auseinandersetzungen und Streitereien außerhalb des Spielfeldes gekommen sein. Letztlich muss man aber sagen, dass in diesem Fall zu viel Lärm um nichts gemacht wurde. Während des Turniers gab es in jedem Fall keine neuen Eskapaden und Pique stand tapfer sein Mann. Spanien bekam während des ganzen Turniers nur einen einzigen Gegentreffer - Barca darf sich also wieder auf einen gefestigten Pique freuen.

Mit Sergio Busquets hatte Barcelona einen Spieler am Start, der trotz seines jungen Alters immer wieder für Ruhe und Ordnung im Mittelfeld sorgte. Der 23-Jährige spielte ein bärenstarkes Turnier und wird den Katalanen sicher noch viel Freude bereiten.

Xavi brauchte eine Weile, um ins Turnier zu finden. Spätestens im Finale ließ er dann aber wieder seine Weltklasse aufblitzen und bereitete zwei Treffer in einmaliger Manier vor. In Barcelona wird er zumeist in einem Atemzug mit Andres Iniesta und Lionel Messi genannt - dieses kongeniale Trio wird auch in Zukunft maßgebend für die Erfolge des Klubs sein. Ob Xavi bei der WM 2014 nochmal auflaufen wird, steht in den Sternen. „Wenn ich mich wohl fühle, werde ich dabei sein“, sagte er kurz und knapp. Das ist sicherlich auch für Barca eine gute Nachricht.

Eine noch bessere Nachricht für den Klub ist sicherlich das Turnier von Andres Iniesta. Obwohl er nur auf einen Scorerpunkt kam, spielte Iniesta ein großartiges Turnier und war Dreh-und-Angelpunkt für das spanische Spiel. Seine tödlichen Passe und kreativen Momente machten das Spiel des Europameisters immer unberechenbar. Kein Wunder, dass er zum Spieler des Turniers gewählt wurde. Mit seiner Klasse zog er immer wieder die Gegenspieler auf sich und spielte dann die entscheidenden Pässe. Barca darf sich freuen - sollte Iniesta in der kommenden Saison ebenfalls so aufblühen, könnte er den kleinen Unterschied zum ewigen Konkurrenten aus Madrid machen.

Iniesta begann das Turnier ofiziell auf der linken Seite der del-Bosque-Elf. Das Spielsystem führte aber dazu, dass alle zehn Feldspieler ständig in Bewegung blieben und die Positionen in aller Regelmäßigkeit tauschten. Auch Cesc Fabregas kann ein Lied davon singen.

Der ehemalige Arsenal-Spieler bildete die oft zitierte „falsche Neun“ im Spiel der Spanier. Im ersten Spiel gegen Italien spielte er genau diese Rolle, wobei nicht alles gelang. Immerhin erledigte er seinen Job dennoch anprechend und sorgte für den einzigen spanischen Treffer in dieser Partie.

Beim 4:0 gegen Irland musste Fabregas erstmal von draußen zuschauen - mit Wut im Bauch nach seiner Einwechslung, markierte er noch den Treffer zum 4:0 und setzte damit ein Zeichen. Del Bosque ließ ihn allerdings auch im nächsten Spiel gegen Kroatien erst einmal draußen. Nach seiner Einwechslung markierte Fabregas aber wieder sein Revier und war noch am einzigen Treffer der Partie beteiligt. Dieses Kämpferherz und der Anspruch, immer wieder zurückkommen zu wollen, machte Fabregas bei diesem Turnier aus. Er resignierte nicht, sondern setzte immer wieder auf seine Stärke. Das rentierte sich: Im Viertelfinale gegen Frankreich durfte er wieder von Begin an ran und auch im Finale stand er in der Startelf.

Last but not least wäre da noch Pedro. Dass der 24-Jährige überhaupt zur EM mitgenommen wurde, grenzte schon an eine kleine Überraschung. Sein Doppelpack im Copa-Finale war dann wohl letztlich ausschlaggebend für die Entscheidung. Und Pedro bedankte sich mit einem ordentlichen Auftritt. Er kam als Einwechselspieler zwar nur zu 89 Minuten Einsatzzeit, konnte dort aber überzeugen. Beim 2:0 gegen Frankreich bereitete er den zweiten Treffer vor, beim Spiel gegen Portugal kam er kurz vor Ende der regulären Spielzeit und zeigte in der Verlängerung einen starken Auftritt, schließlich durfte er auch im Fianle gegen Italien nochmal für eine gute halbe Stunde ran. Barcelona kann sich auf jeden Fall auf einen zuverlässigen Spieler freuen, der auf den Punkt da ist, wenn man ihn braucht - das hat er nun wieder einmal bewiesen.

Und natürlich muss man auch noch über Jordi Alba reden - schließlich spielt er kommende Saison auch für den FC Barcelona. Er spielte eine großartige EM, leitete den Finalsieg mit seinem Treffer zum 2:0 endgültig ein und wurde während des Turniers immer wieder von den Fachmännern gelobt. Seine Geschwindigkeit, seine Flanken, seine Dynamik - Jordi Alba ist sicherlich ein Top-Spieler für Barca und dürfte einen Stammplatz sicher haben. Auch hier dürfen sich die Anhänger auf einen echten Leckerbissen freuen.

Die meisten EM-Teilnehmer konnten also überzeugen und werden natürlich auch versuchen, dies in der kommenden Spielzeit zu wiederholen. Barcelona ist auf jeden Fall gerüstet für die neue Saison.

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