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Die TSG 1899 Hoffenheim geht in die fünfte Bundesliga-Spielzeit. Der Kader wurde verändert, die Ziele sind weiterhin hoch. Mit Coach Markus Babbel sollen Träume erfüllt werden.

Sinsheim. Vieles hat sich seit dem ersten Bundesliga-Aufstieg der Vereinsgeschichte verändert - 2008 schaffte die TSG 1899 Hoffenheim den sensationellen Durchmarsch bis ins deutsche Fußball-Oberhaus. Der Höhenflug setzte sich fort und die Hoffenheimer sicherten sich gleich in ihrer ersten Bundesliga-Hinrunde die Herbstmeisterschaft. Nach der ersten Winterpause im Fußball-Oberhaus folgte der große Absturz. Träume und Hoffnungen verabschiedeten sich innerhalb von nur wenigen Wochen und Monaten...

Fast genau vier Jahre und vier Spielzeiten später soll alles anders werden: Mit Coach Markus Babbel tankt die TSG neues Selbstvertrauen und möchte, so wird es sogar offen kommuniziert, endlich den Sprung ins europäische Geschäft schaffen. Platz sieben in der Premieren-Saison und drei elfte Plätze sprechen aber nicht gerade für die Hoffenheimer.

Babbel voller Zuversicht: Angreifen!

„Natürlich messen wir uns nicht mit Borussia Dortmund oder Bayern München. Dahinter ist die Bundesliga aber sehr ausgeglichen. Alles, was dann kommt, ob Schalke, Leverkusen, Mönchengladbach oder Hannover, wollen wir versuchen, hinter uns zu lassen“, gibt sich Markus Babbel im Interview mit der Bild ziemlich offensiv. Und Babbel weiter: „Es gibt sehr viel Potenzial hier in der Mannschaft, aber auch im Umfeld des Klubs. Das ist großartig. Damit kann ich mich identifizieren. Deshalb will ich jetzt alles dafür tun, dass wir uns für das internationale Geschäft qualifizieren!“



„Unser Ziel ist Europa!“

Zuvor hatte sich bereits Neuzugang Eren Derdiyok über die 1899-Ziele geäußert: „Ein Schritt zur Seite. Die TSG ist vielleicht ein wenig kleiner als Leverkusen, aber das Potenzial ist das gleiche!“ Im kicker-Interview erklärte der 25-Jährige, der in diesem Sommer von Bayer Leverkusen verpflichtet wurde: „Unser Ziel ist Europa. Die Mannschaft hat in den vergangenen Jahren nicht das rausgeholt, was sie könnte und ist trotzdem im Mittelfeld gelandet!“

Neues Personal mit hoffnungsvollen Namen

Personell hat sich bei den Hoffenheimern einiges getan. Derdiyok wechselte für rund 5,5 Millionen Euro in den Kraichgau. Deutschlands Nummer zwei, Tim Wiese, wurde ablösefrei von Ligakonkurrent Werder Bremen verpflichtet und wird bei den Hoffenheimern den zum FC Bayern München abgewanderten Tom Starke ersetzen. Für die Innenverteidigung wurde mit Matthieu Delpierre vom VfB Stuttgart ein sicherer Rückhalt geholt, der ebenfalls keine Ablöse kostete. Stephan Schröck, ablösefrei von Bundesliga-Aufsteiger Greuther Fürth gekommen, wird die 1899-Defensive ebenfalls verstärken.

Der 19-jährige Stürmer Kevin Volland, zuletzt an den TSV 1860 München ausgeliehen, zeigte in der zweiten Liga sein Können und wird unter Markus Babbel sicherlich den einen oder anderen Einsatz erhalten. Für das Mittelfeld wurde Ex-Bayern-Profi Takashi Usami von Gamba Osaka ausgeliehen.

Zahlreiche Abgänge
Das neue Hoffenheim unter Markus Babbel scheint Formen anzunehmen. Spieler wie Chinedu Obasi (FC Schalke 04), Peniel Mlapa (Borussia Mönchengladbach) und Gylfi Sigurdsson (Tottenham Hotspur) konnten ihre Leistungen nur selten abrufen und wurden im Sommer abgegeben. Insgesamt rund 16,5 Millionen Euro spülten ihre Transfererlöse in die 1899-Kassen. Knowledge Musona (an den FC Augsburg ausgeliehen), Srdjan Lakic (Ausleihe ausgelaufen), Jukka Raitala (SC Heerenveen), Tom Starke (FC Bayern München), sowie Franco Zuculini und Andreas Ibertsberger (beide mit noch unbekanntem Ziel) mussten den Klub ebenfalls verlassen.

Europa möglich, warum nicht!?

Unmissverständlich, in Hoffenheim scheint ein neuer Erfolgshunger geweckt worden zu sein. Mit den Transfers liegen die 1899-Verantwortlichen, zumindest vom Papier her, gar nicht so schlecht. Nun muss aus den neuen Spielern eine Mannschaft geformt werden. Immerhin hat man mit Wiese, Delpierre, Usami und Derdiyok in jedem Mannschaftsteil einen Spieler, der dem Team weiterhelfen kann und auf dem Platz durchaus für den Unterschied sorgen kann. Europa? Durchaus möglich!

EURE MEINUNG: Was ist wohl für Hoffenheim möglich?
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