Javi Martinez soll zwar noch kommen, doch weiter vorne sind die Transferplanungen erst einmal beendet. Mit Shaqiri, Pizarro und Mandzukic hat sich der Rekordmeister klar verstärkt.
München. Jupp Heynckes hat in der kommenden Saison wieder echte Alternativen auf der Ersatzbank sitzen. Während am Ende der letzten Saison praktisch nur noch Thomas Müller Druck von der Bank ausüben konnte, stehen dem Trainer nun gleich mehrere Neuzugänge zur Verfügung, die gleichzeitig klare Verbesserungen im Vergleich zu ihren Vorängern darstellen. Doch wie kann man diese auch wirklich einbeziehen?Die Ausrichtung bleibt
Am bisherigen 4-5-1 mit einer Sturmspitze soll ich sich auch in der Zukunft nichts ändern. Mario Gomez bleibt die Nummer eins im Bayern-Sturm. Trotzdem wurden mit Claudio Pizarro, Mario Mandzukic und Xherdan Shaqiri drei neue Spieler für Angriff und Mittelfeld verpflichtet. Die Idee dahinter ist klar: Die Bank der Münchner soll endlich wieder Druck auf die Stammspieler ausüben, echte Optionen für bestimmte Spielsituationen und Gegner sollen existieren, wenn man sie benötigt.
Während Takashi Usami und Nils Petersen so gut wie keine Rolle spielten, da sie offensichtlich nicht das nötige Niveau besitzen und Ivica Olic nur noch ein Schatten früherer Tage ist, bringen die drei Neuzugänge frischen Wind in den bayrischen Luxus-Kader. Durch den Schweizer Kraftwürfel vom FC Basel kann Jupp Heynckes nun besser auf mögliche Verletzungen von Franck Ribery oder Arjen Robben reagieren und hat mit Shaqiri und Thomas Müller zwei starke Flügelspieler auf der Ersatzbank dabei.
Im Sturm sollten vor allem zwei andere Spielertypen als Mario Gomez kommen. Dessen Schwächen mit dem Rücken zum Tor, im Kombinationsspiel und der Ballkontrolle auf engem Raum und unter Druck, waren zu augenscheinlich und wurden gezielt angegangen. Der Kroate Mandzukic ist vom Typ her eher ein Lewandowski, als ein Gomez. Und mit Claudio Pizarro kehrt ein Stürmer zurück an die Isar, der sowohl spielerische Klasse mitbringt, als auch einen Torinstinkt. Gegen Mannschaften wie Mönchengladbach, Dortmund und den FC Chelsea tat sich Mittelstürmer Gomez sehr schwer. Zu oft kamen dabei seine Schwächen in der Ballbehandlung und schnellen Verarbeitung ans Tageslicht.
So könnte es bei Rückständen aussehen:
| Rechtes Mittelfeld |
Zentrales Mittelfeld |
Defensives Mittelfeld |
Linkes Mittelfeld |
Robben |
Javi Martinez |
Schweinsteiger |
Ribery |
| Spielender Stürmer |
Vollstrecker |
Mandzukic |
Gomez |
Deshalb ist es die Überlegung der Bayern-Bosse und des Trainers gewesen, bei Rückständen oder gegen stabile Abwehrreihen in Zukunft phasenweise auch mit zwei Stürmern zu spielen. So könnte beispielsweise in der 70. Minute Kroatiens EM-Held Mandzukic für Toni Kroos oder Thomas Müller in die Partie kommen und sich dann um Mario Gomez im Strafraum herum bewegen und für mehr Anspielstationen und Kombinationen im dichten gegnerischen Zentrum sorgen. Ebenso verhällt es sich bei Rückkehrer Claudio Pizarro, der auch in der Lage ist, einen zweiten, kombinationssicheren und technisch starken Stürmer neben Gomez zu verkörpern. Mit Javi Martinez soll zudem ein spielstarker Antreiber fürs zentrale Mittelfeld kommen. Erwischt Franck Ribery oder Arjen Robben mal einen schlechten Tag, stünde mit Shaqiri eine hungrige und dribbelstarke Alternative parat.
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