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Der deutsche Meister hat sich die Dienste des Angreifers der Schwaben sichern können. Schieber unterschreibt für vier Jahre. Goal.com blickt auf den Transfer und bewertet den Deal.

Dortmund. Borussia Dortmund hat sich mit dem VfB Stuttgart über einen Wechsel von Julian Schieber geeinigt. Lange musste sich deutsche Meister gedulden, ehe der Deal dann endlich am Donnerstag perfekt gemacht wurde. Der 23-jährige Stürmer wird in Dortmund mit einem Vierjahresvertrag ausgestattet. Die beiden Goal.com-Redakteure Julian Woehr und Alexander Brinkmann haben zu diesem Transfer eine kleine Einschätzung abgegeben.

„Ibisevic ist in Labbadias System mit nur einer Spitze gesetzt“

 „Aus Sicht des VfB ist der Wechsel sicherlich nicht allzu dramatisch. Schieber hätte es ohnehin - wie schon in der letzten Saison - schwer gehabt, in die Startelf der Stuttgarter zu rücken. Ibisevic ist in Labbadias System mit nur einer Spitze gesetzt - die offensive Dreierkette dahinter ist auch mit großer Konkurrenz bestückt, mit Hajnal, Okazaki, Didavi (wenn wieder zurück) und Harnik. Da er aber eher ein echter Stürmer ist, wäre Schieber beim VfB entweder auf seiner Wunschposition nicht oder nur im Mittelfeld teilweise zum Einsatz gekommen. Der VfB braucht nun zwar einen neuen Backup für den Angriff, aber die Ablösesumme war erst einmal deutlich wichtiger für die Schwaben“, blickt Stuttgart-Experte Julian Woehr auf den Abgang von Julian Schieber.



„Barrios-Wechsel zwang den BVB zum Handeln“

Aus dem Dortmunder Lager hat Alexander Brinkmann eine klare Meinung zum Transfer der Borussia: „Durch den Wechsel von Lucas Barrios nach China hatte der BVB auf der Stürmerposition akuten Handlungsbedarf. Zwar dürfte Julian Schieber Robert Lewandowski nicht verdrängen können, aber für den Fall, dass Lewandowski sich verletzten sollte, benötigten die Dortmunder einen Ersatzmann.“

Brinkmann weiter: „Mit dem 23-jährigen Julian Schieber bleibt der BVB zudem zwei seiner Philosophien treu: 1.) Auf junge Spieler zu setzen und diese weiterentwickeln zu wollen und 2.) Einen Kader zu besitzen, der langfristig Bestand hat, wie die Tatsache zeigt, dass Schieber einen Vier-Jahres-Vertrag unterzeichnet hat.“

„Dortmund attraktiver als der VfB“

 „Ob Schieber bei Borussia Dortmund mehr Einsatzzeit bekommt als in der letzten Saison beim VfB Stuttgart, steht in den Sternen. Mit Sicherheit lässt sich aber sagen, dass die Dortmunder als Doublesieger und Champions-League-Teilnehmer für Schieber wohl die deutlich attraktivere Alternative waren als der VfB. Für den, wie es oft in den Medien zu lesen ist, klammen VfB werden die fünf bis sechs Millionen Euro Ablöse, die der Transfer ihnen wohl einbringen wird, ein überzeugendes Argument gewesen sein, Schieber ziehen zu lassen.“

„Schieber schon als Lewandowski-Nachfolger eingeplant?“

Auch mit Blick auf die Zukunft weiß der BVB-Experte, was der Transfer den Dortmundern bringen kann und wie er dem BVB helfen kann: „Eventuell könnte Schieber auch schon als Lewandowski-Nachfolger eingeplant sein. Der Pole zögert eine Verlängerung seines 2014 auslaufenden Vertrages immer wieder hinaus, sein Berater kokettiert in polnischen Medien immer wieder mit einem Wechsel ins Ausland. Gut möglich also, dass der BVB Lewandowski am Ende der nächsten Saison für gutes Geld verkaufen wird und Schieber bis dato zum legitimen Nachfolger herangewachsen sein wird.“

EURE MEINUNG: Schieber von Stuttgart nach Dortmund - ein guter Transfer alle Beteiligten?

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