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In einem hart umkämpften Spiel gegen einen gleichwertigen Gegner machte am Ende ein Tor von Mario Gomez den Unterschied.

DEUTSCHLAND
GRUPPE B
DIE LETZTEN FÜNF SPIELE
Ergebnis
 Deutschland - Niederlande
3:0
 Deutschland - Frankreich 1:2
 Schweiz - Deutschland 5:3
 Deutschland - Israel 2:0
 Deutschland - Portugal 1:0

Lwiw. Der erste Schritt ist gemacht. Aber seien wir ehrlich, es war ein hartes Stück Arbeit, was Deutschland da gegen Portugal leisten musste. Während die Niederlande kurz zuvor ausrutschte und nun gegen die DFB-Elf gehörig unter Druck steht, wehrte der Vize-Europameister alle Angriffe von Cristiano Ronaldo und Co ab. Mit Mats Hummels und Mario Gomez gehörten zwei der vorherigen Wackelkandidaten zu den Matchwinnern. Wie schlugen sie sich?

MATS HUMMELS

Mats Hummels war vor Spielbeginn überraschend für Per Mertesacker in die Startelf gerückt – was schon jetzt eine goldrichtige Entscheidung war. Aufgrund mangelnder Spielpraxis musste der Mann vom FC Arsenal draußen bleiben, das Selbstverständnis und unbändige Selbstvertrauen eines deutschen Meisters aber war eine deutliche Verstärkung für den Abwehrverbund des DFB. Hummels spielte auf höchstem Niveau und war schlichtweg überragend. Eine Passquote von 88.9% ist ganz stark, wobei der Dortmunder sich auch mit dem Ball am Fuß in die gegnerische Hälfte wagte. Zweikampfstärke in der Luft und auf dem Boden zeichnete ihn aus.

Fazit: Hummels ist schon jetzt aus der Abwehr nicht mehr wegzudenken.

JEROME BOATENG

Jerome Boateng war nicht so ins Spiel eingebunden wie Hummels, kämpfte sich aber in die Partie. Die Querelen und Schlagzeilen vor dem Spiel übertrugen sich auch ein wenig auf die Partie, sodass der Münchener die ein oder andere Unsicherheit hatte. Er erfüllte seinen Auftrag, aber wirklich überragend war das noch nicht. In einigen Situationen aber sprang der Funke über und Boateng warf sich mit allem Körpereinsatz in die Zweikämpfe, um den Vorsprung über die Zeit zu bringen.

Fazit: Boateng hat seinen Platz erst einmal wieder stabilisiert, muss sich aber steigern.

BASTIAN SCHWEINSTEIGER

Bastian Schweinsteiger bekam gegen Portugal einiges auf die Knochen. Die „Wade der Nation“ biss sich ins Spiel, konnte aber leicht gehemmt nicht die Aktionen setzen, die man von einem Schweinsteiger in Weltklasse-Form kennt. Er beschränkte sich auf seinen Radius und Querpässe innerhalb seiner Reichweite. Risiko suchte man vergebens. Man konnte erkennen, dass er einen Ballverlust um jeden Preis gegen die schnellen Portugiesen vermeiden wollte. Doch allein mit seiner Präsenz dürfte er dem Gegner einige Probleme bereitet haben. Denn Deutschland braucht Schweinsteiger, selbst wenn er noch nicht in Topform ist.

Fazit: Schweinsteiger hat noch viele Defizite, doch er wird sich in das Turnier kämpfen.

MARIO GOMEZ

Genauso überraschend, wie Hummels in die Startelf rückte, fand sich auch Mario Gomez von Beginn an auf dem Rasen wieder. Der Angreifer hatte einen extrem schweren Stand gegen die Abwehr der Portugiesen, da seinen Mitspielern hinter den Spitzen auch herzlich wenig einfiel. Das Spiel passte eigentlich nicht zu Gomez, aber irgendwie war es auch genau richtig. Er bekam seine Chance nach der abgefälschten Flanke von Sami Khedira und nutzte diese in herrlicher Manier. Diesen Kopfball, diese Szene war einfach typisch Gomez. Sein Tor war nicht nur der Siegtreffer, sondern könnte auch den weiteren Verlauf des gesamten Turniers beeinflussen.

Fazit: Gomez bekam nicht genügend Anspiele, die er hätte verwerten können, doch als seine Stunde schlug, war er da. Er wird auch weiterhin gesetzt sein und hat nun viel Kredit.

EURE MEINUNG: Wer hat sich von den vier Wackelkandidaten am besten geschlagen?

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