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David Hoilett – Mönchengladbach statt Premier League?
Der Kanadier spielte eine herausragende Saison bei den Blackburn Rovers in England, ist aber nach dem Abstieg des Klubs ablösefrei. Zieht es ihn wieder nach Deutschland?
Blackburn/Mönchengladbach. Wie oft kommt es vor, dass ein Spieler, der ehemals bei Paderborn und St. Pauli gespielt hat, innerhalb von nur wenigen Jahren zu einem heißbegehrten Akteur der englischen Premier League wird? David Hoilett hat es geschafft. Der in Kanada geborene Flügelstürmer spielte eine starke Saison für die Blackburn Rovers und kann sich nun seinen neuen Arbeitgeber aussuchen. Unter den Bewerbern ist auch Borussia Mönchengladbach.
| DAVID HOILETT |
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| Ganzer Name: Geburtsdatum: Geburtsort: Größe: Position: |
David Wayne Hoilett 5. Juni 1990 Brampton, Ontario 1.73m Flügelstürmer |
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| Vereine 2007 - 2012: Blackburn Rovers 2008 - 2009: FC St. Pauli (Ausleihe) 2007 - 2008: SC Paderborn (Ausleihe) |
Spiele (Tore) 81 (12) 21 (6) 12(1) |
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2007 führte sein Weg daher ins beschauliche Paderborn. In der zweiten Bundesliga sollte Hoilett seine ersten Erfahrungen im Profifußball sammeln. Sein Debüt machte er in der Partie gegen die Kickers Offenbach am 3. Februar 2008, als er für Sven Lintjens beim 3:2-Sieg der Ostwestfalen eingewechselt wurde. Sein erster Einsatz in der Startelf erfolgte ein Monat später in der Partie gegen die TSG 1899 Hoffenheim. Insgesamt kam Hoilett in seiner Zeit in Paderborn auf zwölf Einsätze in Liga zwei. Sein erstes und letztes Tor für den SCP markierte er bei seinem Abschied vom Klub am 18. Mai 2008 – gegen Borussia Mönchengladbach! Doch auch Hoilett konnte nicht verhindern, dass Paderborn am Ende der Saison als 17. absteigen musste.
Um „Junior“ weiter in diesem Umfeld der zweiten Liga wachsen zu lassen, entschied sich Blackburn zu einer weiteren Ausleihe. Der FC St. Pauli bekam den Zuschlag, für die er am 22. August 2008 sein Debüt machte. Die Saison bei den Hamburgern lief deutlich besser, als er in 21 Spielen sechs Tore erzielen konnte. Schon damals war Hoilett für seine explosiven und pfeilschnellen Läufe bekannt, die ihn über die Flügel flitzen ließen. Am Ende einer für ihn persönlich erfolgreichen Saison ging es jedoch zurück auf die Insel.
Anfang 2009 beantragte Blackburn eine Arbeitserlaubnis für Hoilett in England, um endlich sein Geld als Profifußballer auf der Insel zu verdienen. Erst im Sommer jenes Jahres bekam der Kanadier diese Erlaubnis endlich ausgestellt. In der Saisonvorbereitung 2009/10 erzielte er im Freundschaftsspiel gegen den Kleinverein Leigh Genesis seine ersten beiden Tore für die Rovers. Seinen ersten Treffer in einem Pflichtspiel schoss er nur wenig später im August beim 3:1 im Ligapokal gegen Gillingham. Blackburn sah großes Potential im Flügelstürmer und verlängerte nach einiger Verhandlungszeit dessen Vertrag Anfang 2010 für zweieinhalb Jahre bis zum Sommer 2012.
Die abgelaufene Saison sollte für ihn persönlich jedoch seine erfolgreichste sein. Als Stammspieler kam er auf 34 Einsätze in der Premier League und erzielte sieben Tore bei sechs Vorlagen. Im Januar 2012 war er einer von 13 Spielern, die von der FIFA als eines der großen Talente herausgehoben wurde. Im März dieses Jahres erklärte er mehreren Medien, dass er trotz der jamaikanischen und kanadischen Wurzeln einen Einsatz für das englische Nationalteam nicht ausschließen würde. Den dazu nötigen englischen Pass besitzt er aber aufgrund seiner Ausleihzeit nach Deutschland nicht.

Klar ist aber, dass Hoilett längst kein unbeschriebenes Blatt mehr ist. Der Angreifer spielte sich in die Notizbücher mehrerer Topklubs, sodass auch der FC Arsenal am 21-Jährigen interessiert sein soll. Ein auslaufender Vertrag macht es möglich, dass er nun auch für Borussia Mönchengladbach interessant geworden ist. Die Fohlen wollen ihren Kader verstärken, doch eine Verpflichtung von Hoilett wäre nicht der Ersatz für den Abgang von Marco Reus, da beide Spieler unterschiedliche Veranlagungen haben.
Wie stehen also die Chancen für die Borussia im Wettbieten um Hoilett? Medienberichten zufolge steht ein Vierjahresvertrag für den Spieler im Borussia-Park bevor, aber unterschrieben ist noch nichts. Im Gegenteil, auf der Insel geht man eher von einem Verbleib in der Premier League aus, so Sam Lyon von Goal.com UK. Für viele Vereine sei Hoilett eine gute Verstärkung für relativ kleines Geld, so Lyon weiter. Gladbach müsste bei einem Wechsel 800.000 Euro Ausbildungsentschädigung an Blackburn zahlen – ein Betrag, den der Bundesligist nach den Einnahmen der vergangenen Saison locker verschmerzen könnte.
Ins System von Trainer Lucien Favre würde der schnelle Konterstürmer passen. Über die Außenbahn könnte Hoilett viel Wirbel entfachen, zudem bringt er nach seiner Zeit in der Premier League auch die nötige Reife und Erfahrung mit. Mit 21 Jahren ist er auch noch längst nicht am Ende seiner Entwicklung angelangt. Angeblich habe Hoilett sogar schon den Medizincheck bei der Borussia bestritten und sich Wohnungen am Niederrhein angeguckt. Hoilett in Mönchengladbach? Das könnte passen!
Eure Meinung: Hat die Borussia Chancen auf eine Verpflichtung des Angreifers?
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