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Es ging um richtig viel Geld, als der belgische Shootingstar beiden Großklubs aus Manchester absagte und an die „Stamford Bridge“ wechselte. Dort macht er nun so richtig Kasse.

London. Für einen Spieler, der vorgab, es ginge ihm vorrangig um sportliche Motive, veranstaltete Eden Hazard in den letzten Monat eine ganz schöne Auktion um seine Dienste. Am Montag war es dann so weit: Er verkündete, dass er den OSC Lille in diesem Sommer verlässt, um beim FC Chelsea anzuheuern.

Der 21 Jahre alte Offensivspieler hatte zuvor Monate damit zugebracht, anderen Klubs aus der Premier League schöne Augen zu machen, sei es via Twitter oder in diversen Interviews. Arsenal, Tottenham, Manchester City und Manchester United, sie alle wurden von Hazard öffentlich gelobt und als potenzielle neue Arbeitgeber bezeichnet. Schließlich fiel seine Wahl allerdings auf Chelsea.

Ganz besonders die Vereine aus Manchester dürften ziemlich frustriert sein, hatten sie den hochtalentierten Belgier doch ganz oben auf dem Einkaufszettel für diesen Sommer stehen. Chelsea gewann zwar die Champions League, war zuvor in der Premier League allerdings 25 Punkte hinter dem Spitzenduo auf Platz sechs ins Ziel getrudelt.

In Manchester war mit der Zeit zusehends die Angst gewachsen, dass Hazard dem Lockruf des Geldes nach London folgen könnte. Denn in jeder Verhandlungsrunde mit seinem Berater John Bico schraubten sich die Forderungen Hazards weiter in die Höhe.



Am Ende war Chelsea als einziger Klub bereit, seine Forderungen zu erfüllen. Denn Besitzer Roman Abramovich war auf der Suche nach einer Verpflichtung mit Stahlkraft, um die Verjüngung des „Blues“-Kaders spektakulär einzuläuten.

Die Gesamtkosten des Hazard-Deals liegen bei 90 Millionen Pfund (etwa 112 Millionen Euro).

Denn zur Ablösesumme, die bei 32 Millionen Pfund (knapp 40 Millionen Euro) liegt, gesellt sich ein Wochengehalt, das sich nach Informationen von Goal.com auf satte 200.000 Pfund (rund 250.000 Euro) beläuft. Das bedeutet ein Jahressalär von knapp 13 Millionen Euro.

Chelsea zahlt außerdem eine Prämie in Höhe von sechs Millionen Euro an Bico, für sein Einfädeln des Transfers. Eben diese Summe waren weder ManCity noch ManUnited bereit zu zahlen. Besonders wegen des Verhaltens des Agenten während dieser Saga.

City, immerhin mit milliardenschweren Besitzern aus Abu Dhabi im Rücken, wollte Hazard nicht auf Anhieb in eine Gehaltsklasse mit den Topverdiener Carlos Tevez und Yaya Toure befördern. Bedenken hatte der frisch gebackene englische Meister, weil sich Hazard bis dato ausschließlich in Frankreichs Ligue bewiesen hat. Das letzte Angebot der „Citizens“ lag bei einem Wochengehalt von 150.000 Pfund (187.000 Euro).
Chelsea war als einziger Klub bereits, Hazards Bedingungen zu akzeptieren, denn Abramovich brauchte eine Verpflichtung mit Strahlkraft, um den Kaderumbruch einzuläuten

Lokalrivale ManUnited wähnte sich im Werben um Hazard lange Zeit in der Pole Position. Die Anziehungskraft von Startrainer Sir Alex Ferguson sah der Rekordchampion als entscheidenden Faustpfand. Doch die „Red Devils“ wollten ihrem Wunschspieler nicht mehr als 130.000 Pfund (162.000 Euro) pro Woche zahlen. Damit war United aus dem Rennen.

Die Einsatzgarantie, der Platz in der Champions League und die Vorzüge Londons waren allesamt Faktoren, welche die Entscheidung Hazards beeinflussten. In Wahrheit war es allerdings nur Beiwerk zu den überragenden finanziellen Konditionen, die der technisch beschlagene Kicker für sich herausholen ließ.

Es war zudem für Roman Abramovich die Gelegenheit, im Kampf der Milliardäre mal wieder die Muskeln spielen zu lassen. Allzu oft hatte er in der jüngeren Vergangenheit mit ansehen müssen, wie das schwerreiche ManCity einen dicken Fisch nach dem anderen an Land zog. Nun dürfte er eine gewisse Genugtuung empfinden.

Hazard eilt seit längerem der Ruf voraus, eines der größten Talente Europas zu sein. Womöglich wird er eines Tages als einer der besten Spieler der Welt gelten und vielleicht wird er Chelsea zu weiteren Titelgewinnen in Champions League und Premier League schießen. Sicher ist indes bislang nur, dass er sich auf der Insel eine goldene Nase verdienen wird.

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