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Er war, ist und wird die Symbolfigur der „alten Dame“ bleiben. Beim Pokalfinale gegen den SSC Neapel verabschiedete sich Alessandro Del Piero von seiner „Signora“.

Turin. Es war die 68. Minute im Finale des „Coppa Italia“ gegen den SSC Neapel: Trainer Antonio Conte nahm Publikumsliebling Alessandro Del Piero aus dem Spiel und schickte Mirko Vucinic auf das Feld. Und mit einem Mal geriet die Finalpartie in den Hintergrund. Dankbarkeit, Liebe und Trauer. Gänsehautstimmung. Unter tosendem Applaus wurde „Il Pinturicchio“ verabschiedet. 19 Jahre lang trug er Schwarz-Weiß, ging mit Juventus Turin durch Dick und Dünn. Er selbst hatte Tränen in den Augen. Die Geschichte einer Legende.

Der Kleine ganz groß

Er kam als 19-Jähriger für etwa zwei Millionen Euro von Calcio Padova zu Juventus. Die Konkurrenz hätte damals nicht härter sein können. Mit Roberto Baggio, Fabrizio Ravanelli und Gianluca Vialli hatte man eine gefürchtete Angriffsreihe. Doch der nur 1,73 Meter große Del Piero setzte sich durch. Schon nach kurzer Zeit nannte man die linke Seite des Fußballfeldes „La Zona Del Piero“, da er von hier aus am gefährlichsten war. Seit der Saison 1995/96 trug er das Trikot mit der Nummer zehn. Eine große Zukunft stand ihm bevor.

Erfolge & Rekorde & Treue

Insgesamt 703 Spiele absolvierte Del Piero für Juventus. Während dieser Zeit schaffte er es, den Ball 289 Mal im gegnerischen Tor zu versenken-diese Marke macht ihn zum Rekordtorschützen der „alten Dame“. Er gewann mit Juventus acht Mal (zwei wurden aberkannt) den „Scudetto“ und einmal sowohl die Champions League als auch die „Coppa Italia“. In den Jahren 1998 und 2008 wurde er zu „Italiens Fußballer des Jahres“ gekürt. Trotz dieser Erfolge blieb Del Piero bescheiden. Als sein Alter die 30 schon längst überschritten hatte, musste er sich immer öfters mit der Reservisten-Rolle zufriedengeben. Statt sich zu beschweren, versuchte er im Training immer sein Bestes zu geben. Ein wahrer Sportsmann eben. Als die „alte Dame“ 2006/07 aufgrund des Manipulationsskandals den Gang in die Serie B antreten musste, hielt er ihr die Treue. „Ein Kavalier verlässt seine Dame nicht“, waren seine Worte. Mit 20 Toren und dem damit verbundenem Titel des Torschützenkönigs in der Serie B schoss er Juventus zurück in das Oberhaus.

Scudetto zum Abschied

An die Saison 2011/12 werden sich die „Bianconeri“ noch lange erinnern. Man holte den „Scudetto“ nach Turin, ohne dabei eine einzige Niederlage kassiert zu haben. Obwohl Del Piero die meiste Zeit nur noch auf der Bank saß und obwohl er wusste, dass sein Vertrag nach der Saison nicht mehr verlängert wird, konzentrierte er sich auf das Fußballspielen und hatte als Joker mit seinen wichtigen Treffern großen Anteil an dem Gewinn der Meisterschaft. Der Sieg im Finale der „Coppa Italia“ wurde zwar verpasst, doch ein schönes Abschiedsgeschenk ist der „Scudetto“ allemal.

Zukunft ungewiss

Wohin es Del Piero in der Zukunft ziehen wird bleibt offen. „Jetzt mache ich Urlaub, und dann schlage ich ein neues Kapitel auf", erklärte er. Angeblich sind mehrere Vereine aus der MLS an einer Verpflichtung interessiert-Del Piero scheint nicht abgeneigt. Eines ist aber sicher: Egal wo „Il Pinturicchio“ seine Karriere ausklingen lassen wird, in Italien bleibt er eine Legende.

Eure Meinung: Fehlen dem heutigen Fußball Persönlichkeiten wie Del Piero?



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