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Bayern gegen Dortmund - Entscheidung auf den Flügeln?

In den letzten Partien zwischen den beiden Erzrivalen gelang es dem BVB, die bayrischen Superstars Ribery und Robben zu neutralisieren. Doch was wird am Samstag der Schlüssel sein?

Berlin. Wenn es am Samstag zum großen Pokalfinale zwischen Meister Dortmund und Rekordmeister Bayern München kommt, können die Zuschauer vom BVB wieder eine defensivtaktische Meisterleistung erwarten. Durch ungeheuren Aufwand der Mittelfeldspieler konnte der FC Bayern seine überlegene individuelle Klasse zuletzt nie voll ausspielen.

Robben und Ribery

Keine Mannschaft in Deutschland konnte dem FC Bayern zuletzt derartige Probleme bereiten, wie Meister Borussia Dortmund. Trotz teilweise klar schwächerer Einzelspieler bewegten sich beide Teams in den letzten direkten Duellen stets absolut auf Augenhöhe. Die Superstars der Bayern waren praktisch nicht zu sehen. Die Spieler von Jürgen Klopp holten die Ausnahmefußballer auf ihr Niveau herunter und zerstörten gekonnt das Spiel der Favoriten. Die Konstanz, mit der dieses Unterfangen inzwischen klappt, ist beeindruckend.

Zwar hätten die letzten beiden Duelle auch Unentschieden ausgehen können, wenn nicht gar müssen, doch die Hilflosigkeit von Vizeweltmeister Arjen Robben sprach Bände. Auch sein Pendant Franck Ribery konnte sich so gut wie nie auszeichnen. Grund dafür ist die konzentrierte und energische Abwehrarbeit der gesamten Dortmunder Truppe. Schon Kagawa und Lewandowski versuchten schnell die Innenverteidiger der Bayern unter Druck zu setzen und eine Spieleröffnung zu verhindern, wodurch Manuel Neuer oft nur ein hoher Ball übrig blieb.

Ohne Kroos nix los

Passierte das Leder die Mittellinie liefen die Bayern auf eine schwarz-gelbe Wand zu. Mit der Viererkette, drei Mittelfeldspielern davor und zusätzlich noch Kagawa errichtete Dortund eine Art Pyramide und stellte das Mittelfeld der Bayern komplett zu. Mit Thomas Müller und Mario Gomez im Sturm hatte der Rekordmeister kein Bindeglied im offensiven Mittelfeld zwischen den Mannschaftsteilen. Folglich hingen die vier offensiven komplett in der Luft, während die Doppel-Sechs praktisch überrannt wurde.



Ribery und Robben wurden konsequent gedoppelt, fanden jedoch keine Anspielstationen in der Mitte. Erst als Toni Kroos ins offensive Mittelfeld rückte, kamen die Bayern plötzlich zu Chancen. Trotzdem war der Meister perfekt auf jegliche Situationen eingestellt. Die Mittelfeldspieler beteiligten sich auf den Flügeln am offensiven Pressing und kamen notfalls immer mit zurück. Die polnische rechte Seite beim Meister, unterstützt von einem der beiden Sechser stellte immer wieder die Passwege für Ribery zu, während auf der Gegenseite der direkte Weg zum Tor für Robben versperrt wurde.

Der Kampf auf Außen

Am Samstag muss Jupp Heynckes endlich die Lehren daraus ziehen und Toni Kroos von Anfang an im offensiven Mittelfeld einsetzen. Durch die Herausnahme von Müller kann der Rekordmeister auch Zugriff aufs Mittelfeld bekommen und kann dort zahlenmäßig dagegenhalten. Die Eintscheidung fällt nicht etwa auf den Außen, sondern dort, wo die Anspielstationen von Ribery und Robben sind. Wenn die Bayern sich dieses mal durchsetzen wollen, müssen sie vor allem einen größeren Aufwand betreiben, als in den letzten Spielen. Die beiden Weltstars müssen intensiv nach hinten arbeiten, um Konter zu verhindern.

Im Spiel nach vorne sind beide auf Unterstützung angewiesen. Die Außenverteidiger konnten im letzten Speil gegen Dortmund jedoch kaum nach vorne gelangen, da diese sofort angegangen wurden und der Meister sich schnell auf die Flügel verschob. Besonders Phillipp Lahm gelang so gut wie nichts in der Offensive, da Arjen Robben geschickt an die Außenlinie gedrängt wurde und somit auch ein wirkliches Zusammenspiel nicht mehr möglich war.

Eure Meinung: Wird Dortmund wieder ohne Gegentor bleiben?

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