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„Sechs, setzen!“ Wer hat als Schüler diesen Satz nicht schon einmal gehört? Goal.com stellt dem VfB Stuttgart das Zwischenzeugnis aus. Klassenziel erreicht?

Verein: VfB Stuttgart
Bundesliga: Platz 6
DFB-Pokal: Viertelfinale

Zielsetzung:

In der Saison 2010/2011 steckte der VfB Stuttgart über weite Strecken im Abstiegskampf und beendete die Spielzeit am Ende mit einem zwölften Tabellenplatz. Das war für die Schwaben Grund genug, die Ziele für die abgelaufene Saison nicht zu hoch zu stecken. So wollte man nichts mit dem Abstieg zu tun haben, tabellarisch einen Schritt nach vorne machen und mindestens einen gesicherten Mittelfeldplatz belegen. Insgeheim schielte man auch auf die Europa League, was man im Verlauf der Saison dann auch öffentlich deklarierte. Letztlich ging die „Politik der kleinen Schritte“ auf.


LIGA & POKAL- Note: gut (2)

Zwar musste der VfB Stuttgart an den letzten beiden Spieltagen den fünften Tabellenrang an Bayer Leverkusen abtreten und verpasste damit die direkte Qualifikation für die Europa League-Gruppenphase, doch am Ende dürfen die Schwaben mit dem Abschneiden ihrer Mannschaft durchaus zufrieden sein. In der Rückrundentabelle belegte man den dritten Platz und hatte über einen längeren Zeitraum sogar die Chance Borussia Mönchengladbach noch vom Champions League-Qualifikationsplatz zu verdrängen. Das gelang zwar nicht, doch dafür ließ der VfB Stuttgart einige ambitionierte Vereine hinter sich und platzierte sich in etwa seinem Etat entsprechend.

Im DFB-Pokal erreichten die Stuttgarter immerhin das Viertelfinale. Dass man zuhause gegen den FC Bayern München nach einer 0:2-Niederlage schließlich die Segel streichen musste, ist sicher kein Beinbruch.




UNTERHALTUNG - Note: befriedigend (3)

Der VfB lieferte in der Spielzeit 2011/2012 mehr Licht als Schatten, so bot man vor allem in der heimischen Mercedes Benz Arena einige gute Leistungen und siegte gegen Mannschaften wie Schalke, Mainz, Bremen oder Hertha deutlich. Das Saison-Highlight sollte für die VfB-Fans jedoch der furiose Auftritt beim deutschen Meister Borussia Dortmund gewesen sein. In einem wahren Spektakel endete die Partie schließlich mit einem 4:4-Unentschieden und ließ wohl sämtliche Fußballanhänger mit der Zunge schnalzen.

TRANSFERMARKT- Note: gut (2)

Insgesamt wurde der Kader des VfB Stuttgart von den Verantwortlichen Bobic, Labbadia und Schneider sorgsam und mit Augenmaß ergänzt. Dabei muss man sicher die beiden teuersten Transfers hervorheben: Der für 3,5 Millionen Euro vom FC Kopenhagen verpflichtete „Sechser“ William Kvist brauchte keine Eingewöhnungszeit und stabilisierte gleich vom ersten Tage an das defensive Mittelfeld der Schwaben. Zudem konnte man mit Vedad Ibisevic im Winter einen abschlussstarken Stürmer hinzuholen. Auch Maza und Schieber wussten im Dress des VFB ein ums andere Mal zu gefallen.

Die Abgänge von Träsch, Leno und Progrebnyak konnte man kompensieren. Darüber hinaus sorgten die erzielten Ablösesummen außerdem für einen stattlichen Transferüberschuss.




TRAINER & UMFELD- Note: gut (2)

Mit dem VfB Stuttgart scheint Trainer Bruno Labbadia nun endlich den richtigen Arbeitgeber gefunden zu haben. Nach zwei eher durchwachsenen Jahren in Leverkusen und Hamburg haftete dem Trainer der Ruf an, dass dieser mit seiner akribischen Trainingsarbeit und dem Umgang mit der Mannschaft früher oder später auf Widerstand im Verein stoße. So endete sein Engagement bei beiden Klubs vorzeitig und ihm haftete der Ruf an, dass sich seine Methoden vor allem in der Rückrunde einer Bundesliga-Saison abnutzen würden. In Stuttgart konnte Labbadia dies jedoch eindrucksvoll widerlegen und erreichte gar den dritten Rang in der Rückrunden-Tabelle.

Fredi Bobic steht vorbehaltlos hinter seinem Trainer und hat im zweiten Jahr seiner Amtszeit bewiesen, dass er der richtige Mann zum richtigen Zeitpunkt beim VfB ist. Nach der turbulenten Vorsaison brachte er Ruhe in den Verein, traf in puncto Neuzugänge viele richtige Entscheidungen und darf sich nun gemeinsam mit seinem Coach über den Einzug in das internationale Geschäft freuen.

DER RÜCKHALT
DER STABILISATOR
DIE TORMASCHINE


GESAMTNOTE- Note: gut (2)

Unterm Strich kann man dem VfB Stuttgart also eine gute Saison bescheinigen. Vor allem wenn man bedenkt, dass der Verein in der Vorsaison über weite Strecken gegen den Abstieg kämpfen musste. Zu neuen Spielzeit dürfte sogar noch etwas Luft nach oben sein, zumal Sportdirektor Fredi Bobic und Bruno Labbadia längst an der Mannschaft für die kommenden Aufgaben in der Europa League basteln.

Eure Meinung: Wie fällt Euer Zeugnis aus? Versetzung oder nachsitzen?

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