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Auch die letzte schwierige Herausforderung meisterte Real in San Mames und feierte - allen Schwierigkeiten zum Trotz - zum ersten Mal seit 2008 wieder die spanische Meisterschaft.
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Kommentar
Von Ben Hayward
Higuain, Özil und Ronaldo schießen Real in San Mames zum Titel
San Mames schien ein schwieriger Ort zu sein, um den Titelgewinn perfekt zu machen: In der baskischen Kathedrale war Madrid schon mehrere Male gestolpert. Aber danach sah es Mittwochabend nie aus. Cristiano Ronaldo verschoss zwar einen Elfmeter und Sami Khedira hatte auf der anderen Seite Glück, dass er mit einem Handspiel durchkam, aber Gonzalo Higuiain peitschte sein Team Richtung Sieg und Mesut Özil ließ nach einem Pass von Ronaldo den zweiten Treffer folgen. Als das Spiel längst entschieden war, machte Ronaldo in der zweiten Halbzeit den 3:0-Sieg perfekt.
Gewonnen wurde der Titel in Barcelona
Natürlich, gewonnen wurde der Titel in Barcelona. Nachdem der Real-Vorsprung direkt vor dem Clasico auf nur vier Punkte geschmolzen war, wusste Madrid, dass eine Niederlage im Camp Nou den ersten Titelgewinn seit 2008 ernsthaft gefährden konnte. Doch als es am meisten darauf ankam, zerfetzte Real durch Ronaldo alle katalanischen Rest-Träume auf den Titel und zog mit sieben Punkten und nur noch vier ausstehenden Spielen wieder davon. Es folgte ein Sieg zuhause gegen Sevilla und mit einem Auswärtserfolg am Mittwoch krönte sich Real mit der Meisterschaft, unbeeindruckt davon, dass Lionel Messi und Barca früher am Abend Malaga mit 4:1 abgefertigt hatten.
| Ronaldo - 44 Tore |
Higuain - 22 Tore |
Benzema - 20 Tore |
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Nachdem er in seiner ersten Saison also die Copa del Rey geholt hatte, führte Mourinho Madrid nun zum Gewinn von La Liga 2011/12. Langsam, aber sicher haben die „Königlichen“ Barcelona zermürbt und trotz des enttäuschenden Aus im Champions-League-Halbfinale gegen Bayern München vergangene Woche erklärte Mourinho, dass der Titelgewinn eine spektakuläre Spielzeit seiner Mannschaft krönen würde. Madrid-Fans werden ihm zustimmen.
Real war über die gesamte Spielzeit konstanter als Barca
Zwar verlor Madrid im Dezember mit 1:3 zuhause gegen Barcelona, daneben gab es auch enttäuschende Remis gegen Villareal, Valencia und Malaga vor Kurzem – aber über die gesamte Spielzeit waren die Männer aus der spanischen Hauptstadt cooler, ruhiger und konstanter als die Rivalen aus Katalonien. Die Tabelle lügt nicht: Madrid ist ein würdiger Meister. Immerhin: Barca hat die Sache nochmal interessant gemacht, indem das Team aus einem 10-Punkte-Rückstand kurz vor dem Clasico nur noch vier Punkte machte. Am Ende aber war Madrids grundlegende Stärke unbezahlbar. Und auch wenn Mourinhos Männer sehr vom Spiel ihres feinsten Fußballers abhängen, schien Madrid nie so abhängig von Ronaldo wie Barca von Messi.
Ronaldo: Talisman und Wegbereiter
Natürlich, Ronaldo war mit seinen zahlreichen wichtigen Toren Talisman und Wegbereiter: Der Siegtreffer in Barcelona war fundamental, ebenso wie ein brillanter Hackentrick beim 1:0-Sieg über Rayo Vallecano oder sein atemberaubender Hattrick gegen Atletico Madrid. Aber in Madrids Reihen gab es zahllose Helden 2011/12, angefangen bei Iker Casillas im Tor, über Sergio Ramos und Pepe in der Defensive und Xabi Alonso und Sami Khedira im Mittelfeld. Nicht zu vergessen die 20-Tore-Stürmer Karim Benzeme und Gonzalo Higuiain ganz vorne.
| So sieht La Liga zwei Spieltage vor Saisonende aus |
| P | S | U | N | Pkt | ||
| Real Madrid |
36 | 30 | 4 | 2 | 94 | |
| Barcelona | 36 | 27 | 6 | 3 | 87 |
Ronaldo, Benzema und Higuain haben gut über 100 Treffer in allen Wettbewerben gesammelt, 86 davon alleine in La Liga. Insgesamt hat Real 115 Tore in der Primera Division erzielt und damit die Bestmarke von John Toshacks Team aus der Saison 1989/90 geknackt. Nebenbei hat auch Barca diese Marke überwunden – allerdings ohne Madrid noch einholen zu können. Und auch in La Liga sind die Madrilenen für die Katalanen mittlerweile in weite, uneinholbare Ferne gerückt.
Mourinho holt den siebten Titel in zehn Jahren - in vier verschiedenen Ländern
Vor einiger Zeit hätte Barca in San Mames einen Last-Minute-Ausgleich von Messi benötigt. Madrid hingegen machte am Mittwoch spielerisch leicht alles klar. Nicht mal Ronaldos verschossener Elfer konnte Real aus der Ruhe bringen – der Sieg war zu keinem Zeitpunkt gefährdet.
Mourinho holt also seinen siebten Titel in zehn Jahren – und das in vier verschiedenen Ländern. Der Portugiese hat es wieder mal geschafft. Er kann nun für sich alleine beanspruchen, die Meisterschaft in den drei wichtigsten Ligen des Kontinents gewonnen zu haben - England, Italien und Spanien. Und nach seiner Ankündigung, mindestens noch eine Spielzeit in Madrid zu bleiben, strahlt die Zukunft für den Hauptstadt-Klub sehr viel heller, als es lange Zeit der Fall gewesen war. Momentan ist Real der verdiente Sieger und Barca besiegt. Mission erfüllt, eine beeindruckende Saison ist beendet. 2012/13 kann kommen.
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