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Immer wieder kursierten in der Vergangenheit Gerüchte um ein Real-Interesse an Schweinsteiger. Mourinho soll viel vom Sechser halten - der aber fühlt sich beim FCB viel zu wohl.

München. Bastian Schweinsteiger und der FC Bayern München gehören zusammen wie das Weißbier und das Oktoberfest. Dennoch gab es durchaus mal Zeiten, in denen sich so manch FCB-Fan Sorgen machte, der 27-Jährige könnte den Verein verlassen - vor allem mit Real Madrid wurde der deutsche Nationalspieler immer wieder in Verbindung gebracht.

Im Jahr 2010 häuften sich die Meldungen, denen zufolge die „Königlichen“ ein Auge auf den defensiven Mittelfeldspieler geworfen hätten. Die AS etwa berichtete im Juni des Jahres, dass Real bereit sei, 30 Millionen Euro auf den Tisch zu legen, um Schweinsteiger in die spanische Hauptstadt zu lotsen.

„Nächstes Jahr gehörst du mir!“

Dass Spieler, die in Deutschland das Fußballspielen erlernt habn, bei Jose Mourinho hoch im Kurs stehen, ist inzwischen bekannt, im Sommer 2010 verpflichtete der Real- Coach Sami Khedira und Mesut Özil, es folgten ein Jahr später Nuri Sahin und Hamit Altintop. Auch Mourinhos Wertschätzung für Schweinsteiger ist groß - so groß, dass er im August 2010, als man sich am Rande des Franz-Beckenbauer-Cups traf, zu ihm gesagt haben soll: „Ich wollte dich letztes Jahr schon holen. Da habe ich dich aber nicht bekommen. Nächstes Jahr gehörst du mir!“

Brodelnde Gerüchteküche

Schweinsteiger sollte später antworten: „Ich habe immer gesagt, dass Mourinho ein sehr guter Trainer ist. Real macht einen sehr guten Eindruck auf mich.“ Ohnehin gab er seinerzeit durchaus Äußerungen von sich, die nicht gerade als Treuebekenntnis zu Bayern verstehen waren. „Ich kann und will hier nicht sagen, dass ich mit dem FC Bayern verheiratet bin. Das wäre nicht gerecht, auch nicht den Fans gegenüber“, ließ er etwa verlauten.

So brodelte die Gerüchteküche, die Bayern-Anhänger bangten um einen Verbleib der Identifikationsfigur. Die aber dachte gar nicht daran, ihren Jugendverein zu verlassen - und hatte sich einen ganz besonderen Moment ausgesucht, um klarzustellen, dass Mourinho sich keine Hoffnungen zu machen braucht.

Schweinsteiger macht die Bayern-Fans glücklich

Im Dezember 2010, zu einer Zeit als der damalige Double-Gewinner FC Bayern in der Bundesliga auf einem enttäuschenden sechsten Platz stand, schnappte Schweinsteiger sich nach dem letzten Heimspiel des Jahres, das gegen den FC St. Pauli mit 3:0 gewonnen wurde, das Mikrofon von Stadionsprecher Stephan Lehmann - und verkündete: „Ich habe meinen Vertrag verlängert und bleibe bis zum Jahr 2016 beim FC Bayern. Hoch lebe Bayern!“

Aufeinandertreffen am Mittwoch

Als sei das nicht Liebeserklärung genug fügte er an: „Ich finde, wir haben eine sehr gute Truppe und mein Herz schlägt rot. Und es ist für mich persönlich schöner mit Bayern München die Champions League zu gewinnen als mit Real Madrid.“ Ironie des Schicksals ist es, dass am Mittwochabend nun ausgerechnet der FCB und die „Königlichen“ um den Einzug ins Finale der Königsklasse kämpfen. Es sind nur noch zwei Spiele, die Schweinsteiger und die Bayern vom großen Traum trennen - dem Champions-League-Gewinn im eigenen Wohnzimmer. Spätestens dann wüsste Mourinhos Wunschobjekt, dass er die richtige Entscheidung getroffen hat.

Eure Meinung: War es richtig von Schweinsteiger, nicht zu Real zu wechseln?


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