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Werder Bremens Kader wird zur neuen Saison ein anderes Gesicht erhalten. Manager Klaus Allofs rechnet mit einer konkurrenzfähigen Mannschaft.

Bremen. Es noch nicht allzu lange her, da begegneten sich Werder Bremen und der FC Bayern nahezu auf Augenhöhe. Die Hanseaten waren nach dem Doublegewinn in der Saison 2003/04 jahrelang der Herausforderer Nummer eins für den Rekordchampion und Stammgast in der Champions League. Die Zeiten haben sich geändert. Am Samstag unterlag eine (personell gebeutelte) Bremer Mannschaft daheim Bayerns B-Elf und muss sich damit wohl von den Ambitionen auf den Europapokal verabschieden.

Nur zwei Siege in der Rückserie

Nach der miserablen Vorsaison, in der die Grün-Weißen lange in Abstiegsgefahr geschwebt hatten, legte Werder eine starke Vorrunde hin und schien wieder auf Kurs. Es folgte der Einbruch nach der Winterpause: Nur zwei Siege bedeuten Rang 15 in der Rückrundentabelle und für Bremer Verhältnisse jede Menge Unruhe im Umfeld. Finanziell muss der Gürtel noch enger geschnallt werden und der Kader wird im Sommer ein anderes Gesicht erhalten, soviel ist sicher.

Stars vor dem Abgang, Youngster müssen in die Verantwortung

Tim Wiese hat sich bereits verabschiedet. Naldo kokettiert immer wieder mit einer Rückkehr nach Brasilien und Sokratis hat bereits angedeutet, dass ihm Mittelmaß auf Dauer nicht wirklich reicht. Dazu gesellt sich noch die Hängepartie um den Verbleib von Starstürmer Claudio Pizarro.

Abschied ein Thema
Soll bleiben
Ziert sich weiter


Die Bremer werden auf die Jugend setzen (müssen). Wo früher Spieler a la Diego, Mesut Özil, Miroslav Klose und Torsten Frings wirbelten, da sind nun Jungspunde wie Tom Trybull, Aleksandar Ignjovski, Florian Hartherz und Sebastian Mielitz gefordert. Kapitän Clemens Fritz, Urgestein Aaron Hunt und Bundesliga-Neuling Zlatko Junuzovic sind als Säulen eingeplant. Geschäftsführer Klaus Allofs, der sich in diesen Tagen verstärkter Kritik ausgesetzt sieht, ist zuversichtlich, einen konkurrenzfähigen Kader auf die Beine zu stellen.

„Wir müssen Veränderungen vornehmen“

Gegenüber Goal.com erklärte der Manager: „Wir werden unseren Weg gehen, der da heißt, dass wir Veränderungen vornehmen müssen. Einerseits sind das Veränderungen aus sportlichen Beweggründen, die natürlich auch immer begleitet werden von wirtschaftlichen Zwängen, die wir haben. Ich glaube, dass wir so eine Saison mit so vielen verletzten Spielern und so vielen Unwägbarkeiten nicht mehr erleben werden. Ich bin ziemlich überzeugt, dass wir in der nächsten Saison einen weiteren Schritt nach vorne machen werden.“

„Das Niveau wird nicht sinken“

„Ich glaube, dass wir unsere Mannschaft auf einigen Positionen neu besetzen werden, was auch notwendig ist. Einige Verträge werden nicht verlängert, das ist so. Da werden wir die richtigen Stellschrauben betätigen“, so Allofs. Auf Nachfrage, ob das Niveau der Mannschaft sinken werde, entgegnete er: „Das ist ihre Ansicht, dass das Niveau sinken wird. Ich bin anderer Meinung.“ Und weiter führte er aus: „Wenn es nicht sinkt, kann es gleich bleiben oder steigen.“

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Stevanovic und Co. sollen es richten


Hoffnung macht dem einstigen Nationalspieler zum Beispiel der Auftritt von Youngster Aleksandar Stevanovic gegen die Bayern. Der gelernte Mittelfeldspieler kam gegen den FCB nach langer Verletzungspause zu seinem Startelfdebüt und half auf der Position des Rechtsverteidigers aus. „Er ist auf dem Weg zu seiner alten Leistungsstärke und das sind natürlich die Spieler, die in der Zukunft ihre Chance bekommen werden. Und dann wird sich herausstellen, ob sie dauerhaft gut genug sind“, so Allofs im Gespräch mit Goal.com. Er betonte: „Wir arbeiten intensiv daran, wieder das zu erreichen, was wir in den vergangenen Jahren über einen langen Zeitraum erreicht haben.“

Verpasste Teilnahme an der Europa League ist kein Hindernis bei Spielerverpflichtungen

Dass Werder die Europa League wohl nicht erreichen wird, sieht er nicht als entscheidendes Handicap im Werben um gute Spieler an: „Das mag in dem einen oder anderen Fall ausschlaggebend sein, aber ich glaube nicht, dass das grundsätzlich ein Problem ist, nein. (…) Ich glaube, die Überzeugungsarbeit wird auf andere Art und Weise gemacht, dass man eine sportliche Perspektive aufzeigt und die hängt nicht an einer Teilnahme an der Europa League.“

So oder so, auf den einst als besten Manager der Liga gefeierten Macher wartet eine arbeitsreiche Zeit bis zum Start der nächsten Spielzeit.

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