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Zehn große Duelle zwischen Pep Guardiola und Jose Mourinho gab es bereits, seit der Portugiese bei Real angeheuert hat. Goal.com wagt die Zahlenanalyse!

Barcelona/Madrid. Startrainer Jose Mourinho heuerte vor knapp zwei Jahren bei Real Madrid an, nachdem er Inter Mailand zum historischen gewinn des Triples geführt hatte. Seitdem musste er bereits unglaubliche zehn Mal gegen den Erzrivalen FC Barcelona ran.

Der berühmte „Clasico“ taucht bemerkenswert oft im Spielplan auf, seit Mourinho auf der Bank der
„Blancos“ Platz genommen hat. Die beiden spanischen Giganten duellieren sich in der Liga, im Pokal und geben auch in Europa den Ton an. Real will den Katalanen und ihrem Trainer Pep Guardiola dabei die Vormachtstellung entreißen.

Das 2:2 im letzten Aufeinandertreffen Ende Januar bedeutete für den Klub aus der Hauptstadt allerdings das Ausscheiden aus der Copa del Rey und für Guardiola einen Erfolg im zehnten Aufeinandertreffen während der Ära „Pep gegen Mou in Spanien“.

Im Laufe dieser Partien, die in Champions League, „La Liga“, der spanischen Supercopa und dem Pokal stattfanden, kam es zu Spannung (en), Kontroversen, sensationellen Toren, diskussionswürdigen Grätschen und jeder Menge Stoff für Debatten. Goal.com blickt ein wenig weiter und untersucht die Schlüsselstatistiken.

CLASICO-STATISTIKEN IN DER ÄRA PEP VS. MOU
Barcelona
Real Madrid

2010/11 & 2011/12
5S 4U 1N BILANZ 1S 4U 5N
50% GEW. SPIELE IN PROZENT  10%
21 ERZIELTE TORE
11
 109 SCHÜSSE INSGESAMT
115
 51 SCHÜSSE AUF'S TOR
48
 47 PARADEN 44
1 STRAFSTÖßE 1
65% BALLBESITZ
35%
29 GELBE KARTEN
47
2 ROTE KARTEN
7
156 FOULS 203
44 ECKEN 47
29 AUSWECHSLUNGEN
26
*Daten zusammengetragen von AS, ESPN, Marca und Soccerway

Der Volksmund behauptet, dass Zahlen eine Geschichte erzählen und in diesem Fall trifft das durchaus zu. Schließlich sprechen eine ganze Reihe der Schlüsselzahlen für Barcelona.

Am wichtigsten ist dabei logischerweise die Tatsache, dass die Mourinho-Schützlinge nur eine Partie für sich entschieden haben. Doch beim Kopf-an-Kopf-Vergleich der europäischen Großmächte gibt es weitaus mehr zu beleuchten. Der Ballbesitz, der zu fast zwei Dritteln bei Barca liegt, ist ein klarer Indikator für die Philosophie der kurzen Pässe und des gefürchteten „Tika-Taka“. Reals große Stärke ist dagegen die Balleroberung und das anschließende blitzschnelle Umschalten.

Wir tauchen noch ein wenig tiefer in die Welt der Statistiken und Zahlen und fördern dabei Interessantes zu Tage:

72 - Der höchste Wert in der Ballbesitzstatistik, den Barcelona in einem einzelnen Spiel erreichte. Zwei Mal gelang dies dem Champions-League-Titelverteidiger in der letzten Saison: Beim 1:1 in der Primera Division und beim 2:0 im Halbfinal-Hinspiel der Königsklasse. Reals Bestwert gegen Barcelona liegt bei 41 Prozent.

47
- So viel mehr Fouls begingen die Madrilenen im Vergleich zu den „Blaugrana“. Kein Wunder also, dass Reals Spieler auch deutlich mehr Verwarnungen und Platzverweise kassierten.

10 - Die positive Tordifferenz aus zehn Clasicos für Barca. 2,1 Treffer gelangen Messi und Co im Schnitt. Madrids Stars trafen durchschnittlich 1,1 Mal pro Partie ins Schwarze.

4 - Kakas Anzahl an Einsätzen. Zwei Mal stand er in der Startelf, zwei Mal kam er als Einwechselspieler zum Zuge. Zählte der ehemalige Spielgestalter des AC Mailand in Mourinhos Startformation, so absolvierte er das Spiel anschließend allerdings nicht über die vollen 90 Minuten, sondern musste früher runter.

Vierk(r)ampf | Kaka nahm bei seinem Quartett an Einsätzen kaum Einfluss

3 - In so viel aufeinanderfolgenden „Clasicos“ ist Lionel Messi mittlerweile ohne Torerfolg. Das bedeutet die längste Durststrecke gegen „Los Merengues“ in seiner Laufbahn. Zuletzt war er beim 3:2 in der Supercopa gegen den Champions-League-Rekordsieger erfolgreich, damals gelang Messi ein Doppelpack. Insgesamt steht der Argentinier bei sechs Treffern und damit hat er ein Tor mehr markiert als Cristiano Ronaldo.

2 - Mourinhos Männern ist es noch nicht gelungen, in einem Spiel mehr als zwei Treffer gegen Barcelona zu erzielen. Es ist außerdem die Anzahl an Strafstößen, die verhängt wurden: Beide Teams bekamen jeweils einen Elfmeter zugesprochen, interessanterweise in ein und demselben Spiel. Wenig überraschend, dass Lionel Messi und Cristiano Ronaldo vom Punkt verwandelten.

1 - Rote Karte fing sich Pepe ein. Und das trotz des medialen Hypes, den sein überflüssiger Tritt auf Messis Hand beim 1:2 Reals in der Copa del Rey nach sich zog. Allerdings bringt es der portugiesische Nationalspieler auf ein halbes Dutzend an gelber Karten.

Nach den jüngsten zehn „Clasicos“ schlängt das Pendel zu Gunsten Barcelonas aus, daran besteht kein Zweifel. Aber welche Erkenntniss werden uns die Zahlen nach dem Schlüsselspiel am 21. April liefern? Wird Mourinho in der Lage sein, einige Trends zu Gunsten Reals zu stoppen und umzukehren? Oder sprechen die Statistiken weiterhin für Pep Guardiola, der seine Bilanz gegen Mourinho weiter verbessern möchte.

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