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Sowohl 96 als auch Schalke müssen die Rückschläge aus dem Europapokal abhaken. Am Sonntag kommt es zum Aufeinandertreffen - das vor allem für zwei Akteure ein ganz besonderes ist.

Gelsenkirchen/Hannover. Wenn der FC Schalke 04 am Sonntag Hannover 96 empfängt, ist es ein in vielerlei Hinsicht besonderes Duell. Beide Teams vereint nicht nur der Kampf um einen internationalen Wettbewerb - Schalke will in die Champions League, 96 in die Europa League -, sondern auch die Hypothek, mit der Enttäuschung des Ausscheidens vom internationalen Parkett in das Spiel gehen zu müssen.

Interessantes Duell

„Für beide geht es noch um viel, es wird interessant, wie beide mit dem Ausscheiden umgehen“, brachte es Hannovers Manager Jörg Schmadtke gegenüber Goal.com auf den Punkt. Noch viel brisanter aber wird die Partie vor allem für zwei Akteure in den Reihen von 96: Sowohl Coach Mirko Slomka als auch Linksfuß Christian Pander haben eine blaue Vergangenheit.

Slomkas erste Cheftrainer-Anstellung

Slomka begann seine Cheftrainer-Karriere bei den „Knappen“, als er im Januar 2006 übernahm, nachdem der heute 44-Jährige bereits über ein Jahr als Assistent von Ralf Rangnick für Schalke tätig war. Er führte S04 ins Halbfinale der Europa League, in der Bundesliga wurde der angepeilte Champions-League-Platz verpasst.

CL-Viertelfinale und Tabellenplatz drei sind nicht genug

Den sollte man in der Folgesaison erreichen: Slomka, der in dieser Spielzeit den bisherigen Stammkeeper Frank Rost durch einen gewissen Manuel Neuer ersetzte, stürmte mit dem Team auf Platz zwei. In der Königsklasse kam man im Jahr 2008 bis ins Viertelfinale, in dem gegen den FC Barcelona Schluss war. Drei Tage später setzte es eine 1:5-Niederlage bei Werder Bremen, Slomka wurde daraufhin vor die Tage gesetzt - Schalke stand seinerzeit in der Liga wohlgemerkt auf dem dritten Rang.

Große Erfolge mit Hannover

Der Coach blieb lange ohne Anstellung, bis man sich Anfang 2010 bei 96 dazu entschied, auf ihn zu setzen. Beim abstiegsbedrohten Hannover begann er mit sechs Niederlagen, die Niedersachsen hielten dennoch an ihm fest - und wurden in der nächsten Saison für die Geduld belohnt, Slomkas taktisches Gespür bescherte den „Roten“ eine Rekordsaison, die man auf dem vierten Platz beendete. Es folgte nun das Viertelfinale in der Europa League, in der Liga steht derzeit Platz fünf zu Buche - keine Frage: Slomka hat aus Hannover eine Erfolgsteam geformt. 96 profitiert von Slomka, Slomka von 96.

Panders Verletzungspech

Gleiches kann man auch von Christian Pander sagen. In dessen Anfangszeit bei Schalke wurde dem Standardspezialist eine große Zukunft vorausgesagt, bereits in seiner ersten Profi-Saison wurde er zur Nationalmannschaft berufen. Unglaubliches Verletzungspech warf Pander aber immer wieder zurück, in der Spielzeit 2009/10 lief er in nicht einem einzigen Bundesligaspiel auf, in der Folgesaison stand lediglich ein Startelfeinsatz zu Buche.

Neuanfang bei 96

Pander suchte sein Glück daraufhin in Hannover, wechselte im Sommer 2011 an die Leine - für beide Parteien ein Glücksgriff. Der 28-Jährige fasste bei 96 schnell Fuß, obwohl er in ein eingespieltes Team kam, das keine nennenswerten Abgänge verkraften musste. 39 Pflichtspieleinsätze sprechen eine deutliche Sprache, manch einer sieht ihn bereits wieder als eine Option für die Nationalelf.

„Wir müssen uns richtig reinhängen“

Nun also kehren die zwei Ex-Schalker an die alte Wirkungsstätte zurück - Freundschaftsdienste werden die beiden aber nicht leisten wollen. Es geht um viel, sowohl S04 als auch 96 wollen den jüngsten Rückschlag vergessen machen. Das macht Hannovers Konstantin Rausch deutlich: „Wir müssen uns richtig reinhängen. Wir wollen international wieder mitspielen.“ Auch Emanuel Pogatetz will unbedingt „aus Schalke was mitnehmen“. Pander und Slomka hätten sicherlich nichts dagegen.

Eure Meinung: Wie geht das Duell zwischen Schalke und 96 aus?

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