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Magath und seine Jungs: Macht Felix die 40 noch voll?
36 Spieler hat Felix Magath in dieser Saison schon eingesetzt - Bundesligarekord! Wenn Magath so weiter macht, packt er eventuell auch noch die 40er-Marke. Kandidaten gibt es noch!
Von Florian Teichert
Bongarts
Wolfsburg. Felix Magath gilt als Kenner vom Fach und als fußballverrückt. Der Begriff des „Spielerwahns“ hat zuletzt aber immer mehr nur noch das Adjektiv „verrückt“ verstärkt. Das Umfeld schmunzelt über Magaths Spezialität, schier unendlich Spieler aufs Feld zu schicken. Beim VfL Wolfsburg könnte er noch in dieser Bundesligasaison die 40er-Marke knacken.
Wir von Goal.com haben die letzten Monate des Wolfsburger Massenkaders nochmal genauer unter die Lupe genommen und uns die schönsten Geschichten rausgesucht.
Helmes, Hitzlsperger und Kjaer
Patrick Helmes machte am ersten Spieltag das, was er am besten kann. Beim 3:0-Erfolg der Wolfsburger in Köln schoss der ehemalige DFB-Stürmer zwei Tore und zeigte eine starke Leistung. Heute ist Helmes nur noch Tribünengast und stand im Winter kurz vor einen Wechsel nach Frankfurt. „Seine Stärken sind Torabschluss und Chancenverwertung“, sagte Magath im Winter. Ein netter Satzanfang, den man als Stürmer sicherlich gerne hört. Magaths Satz war aber noch nicht zu Ende. „Das sind nicht die Qualitäten, die wir zur Zeit in den Vordergrund stellen müssen. Er kann uns im Moment nicht helfen.“ Und so wurde aus einem Lob eine Kritik - und nach gerade einmal sechs Einsätzen war das Kapitel Helmes dann auch schon wieder beendet.
Auch Thomas Hitzlsperger galt zu Saisonbeginn als „gute Idee“ und sollte den Wölfen den nötigen Biss verleihen. Mittlerweile plagt sich der Mann mit dem linken Hammer aber von Verletzung zu Verletzung und spielt wohl keine Rolle mehr unter Magath. Hitzlspergers letzter Einsatz ist auf den 29. Oktober vergangenen Jahres datiert. Lang lang ist's her!
Simon Kjaer gehört wohl zu der Sparte Spielern, die Felix Magath ungern hat ziehen lassen müssen. Der Däne absolvierte noch die ersten drei Saisonspiele für die Niedersachsen, wechselte dann aber zum AS Rom. Ein unschönes Abschiedsgeschenk hatte Kjaer - der sich mit Magath wohl alles andere als gut verstand - dann auch noch. Bei der 1:4-Klatsche in seinem letzten Spiel in Mönchengladbach, zeigte Kjaer eine miserable Leistung und würgte dem ungeliebten Trainer noch einen rein. Aber wer weiß, mittlerweile dürfte Magath Kjaer wohl auch schon wieder vergessen haben!

Polter, Arnold und Schindzierlorz
Bei 36 eingesetzten Spielern ist es sicherlich nicht ganz einfach, einen Gewinner auszumachen. Doch wenn man einen Spieler in den Wolfsburger Reihen nennen kann, dann ist es sicherlich Sebastian Polter, der (zumindest bisher) die VfL-Entdeckung der Saison ist. Beim 1:0-Erfolg gegen Stuttgart am letzten Spieltag vor der Winterpause, erzielte Polter das goldene Tor und schoss sich somit in die Wolfsburger Herzen. Auch im neuen Jahr zeigte Polter seine Qualitäten und traf im Heimspiel gegen den 1. FC Köln am 18.Spieltag erneut. Mittlerweile betitelt ihn der kicker sogar als Edel-Joker. Zuletzt gegen Mönchengladbach bestritt der 19-Jährige sein erstes Bundesligaspiel von Beginn an.
Vier Minuten Bundesligaluft schnupperte Maximilian Arnold beim 0:2 in Augbsurg am 14. Spieltag. Und so darf sich der 17-Jährige ebenfalls zum exklusiven Magath'schen Kreis dazu zählen lassen. Im Gegensatz zu Polter konnte Arnold kein Zeichen setzen und spielte ab dann wieder für die A-Junioren der „Wölfe“.
Das Projekt „Team 2006“ war ein vom DFB gebildetes Perspektivteam, in dem sich Spieler für die WM im eigenen Land empfehlen konnten. Klangvolle Namen wie Martin Meichelbeck, Bernd Korzynietz oder Marco Engelhardt spielten in diesem Team. Auch Sebastian Schindzierlorz war einer von ihnen, ihm blieb der ganz große Sprung jedoch verwährt. Stattdessen versank er in der Tiefe und kickte fortan in Norwegen und Griechenland. Am ersten Spieltag in dieser Saison, musste man sich dann kräftig die Augen reiben. Schindzierlorz stand beim Gastspiel in Köln plötzlich im VfL-Leibchen am Spielfeldrand und wurde von Magath in die Partie eingewechselt. Und auch am 16. Spieltag (1:4 in Bremen) durfte Schindzierlorz nochmal spielen. Und wer weiß - vielleicht gibt es ja bald wieder ein „Team 2014“. Schindzierlorz wäre sicherlich dabei...

Lenz, Hasani und Scheidhauer
Es gibt sie aber doch! Die Spieler, die tatsächlich noch keine einzige Sekunde in dieser Saison gespielt habe - und das obwohl sie vollwertiges Mitglied des VfL-Kaders sind. Einer von ihnen ist Andre Lenz. Der 38-Jährige hat schon über 100 Erst- und Zweitligaspiele auf dem Buckel, ist bei den „Wölfen“ zur Zeit aber nur Torwart Nummer drei. Das Schweizer Duo Benaglio und Hitz steht vor ihm. Aber für die coole Sau Lenz alles kein Problem. Magath und Lenz verstehen sich prächtig - vielleicht gerade WEIL er nicht spielt und den Fußballlehrer damit nicht zur Weißglut treiben kann. Wie Focus Online berichtete, klüftet Magath sogar einen Plan aus, Lenz ab der kommenden Spielzeit als Teammanager zu seinen Kollegen zu zählen. So entstehen echte Freundschaften...
Einer der gewiss noch spielen wird und zur Zeit die besten Chancen auf den Titel „Spieler Nummer 37“ hat, ist Ferhan Hasani. Der Mazedonier kam erst im Winter und soll das Offensivspiel der Wolfsburger in Schwung bringen. Vielleicht wird er ja schon im nächsten Bundesligaspiel gegen Freiburg seine ersten Minuten bekommen. Wer weiß das schon, vermutlich nicht mal Magath selbst.
Einer bei dem die Chancen eher schlecht stehen heißt Kevin Scheidhauer. Der Stürmer stürmte in der laufenden Saison bisher nur für die zweite Mannschaft (Ja, die gibt es auch noch!) in der Regionalliga Nord. Unter Magath wurde er bisher noch nicht berücksichtigt, vielleicht wurde er einfach nur übersehen. Vier Tore in 17 Regionalligaspielen, als Stürmer - das sollte Magath doch eigentlich reichen um ihm zumindest ein paar Minütchen auf der Bundesligabühne zu schenken. Vielleicht reicht es ja für die Nummer 40...

Eure Meinung: Magath und seine Spieler - verliert ihr auch langsam den Überblick?
Wir von Goal.com haben die letzten Monate des Wolfsburger Massenkaders nochmal genauer unter die Lupe genommen und uns die schönsten Geschichten rausgesucht.
Helmes, Hitzlsperger und Kjaer
Patrick Helmes machte am ersten Spieltag das, was er am besten kann. Beim 3:0-Erfolg der Wolfsburger in Köln schoss der ehemalige DFB-Stürmer zwei Tore und zeigte eine starke Leistung. Heute ist Helmes nur noch Tribünengast und stand im Winter kurz vor einen Wechsel nach Frankfurt. „Seine Stärken sind Torabschluss und Chancenverwertung“, sagte Magath im Winter. Ein netter Satzanfang, den man als Stürmer sicherlich gerne hört. Magaths Satz war aber noch nicht zu Ende. „Das sind nicht die Qualitäten, die wir zur Zeit in den Vordergrund stellen müssen. Er kann uns im Moment nicht helfen.“ Und so wurde aus einem Lob eine Kritik - und nach gerade einmal sechs Einsätzen war das Kapitel Helmes dann auch schon wieder beendet.
Auch Thomas Hitzlsperger galt zu Saisonbeginn als „gute Idee“ und sollte den Wölfen den nötigen Biss verleihen. Mittlerweile plagt sich der Mann mit dem linken Hammer aber von Verletzung zu Verletzung und spielt wohl keine Rolle mehr unter Magath. Hitzlspergers letzter Einsatz ist auf den 29. Oktober vergangenen Jahres datiert. Lang lang ist's her!
Simon Kjaer gehört wohl zu der Sparte Spielern, die Felix Magath ungern hat ziehen lassen müssen. Der Däne absolvierte noch die ersten drei Saisonspiele für die Niedersachsen, wechselte dann aber zum AS Rom. Ein unschönes Abschiedsgeschenk hatte Kjaer - der sich mit Magath wohl alles andere als gut verstand - dann auch noch. Bei der 1:4-Klatsche in seinem letzten Spiel in Mönchengladbach, zeigte Kjaer eine miserable Leistung und würgte dem ungeliebten Trainer noch einen rein. Aber wer weiß, mittlerweile dürfte Magath Kjaer wohl auch schon wieder vergessen haben!

Polter, Arnold und Schindzierlorz
Bei 36 eingesetzten Spielern ist es sicherlich nicht ganz einfach, einen Gewinner auszumachen. Doch wenn man einen Spieler in den Wolfsburger Reihen nennen kann, dann ist es sicherlich Sebastian Polter, der (zumindest bisher) die VfL-Entdeckung der Saison ist. Beim 1:0-Erfolg gegen Stuttgart am letzten Spieltag vor der Winterpause, erzielte Polter das goldene Tor und schoss sich somit in die Wolfsburger Herzen. Auch im neuen Jahr zeigte Polter seine Qualitäten und traf im Heimspiel gegen den 1. FC Köln am 18.Spieltag erneut. Mittlerweile betitelt ihn der kicker sogar als Edel-Joker. Zuletzt gegen Mönchengladbach bestritt der 19-Jährige sein erstes Bundesligaspiel von Beginn an.
Vier Minuten Bundesligaluft schnupperte Maximilian Arnold beim 0:2 in Augbsurg am 14. Spieltag. Und so darf sich der 17-Jährige ebenfalls zum exklusiven Magath'schen Kreis dazu zählen lassen. Im Gegensatz zu Polter konnte Arnold kein Zeichen setzen und spielte ab dann wieder für die A-Junioren der „Wölfe“.
Das Projekt „Team 2006“ war ein vom DFB gebildetes Perspektivteam, in dem sich Spieler für die WM im eigenen Land empfehlen konnten. Klangvolle Namen wie Martin Meichelbeck, Bernd Korzynietz oder Marco Engelhardt spielten in diesem Team. Auch Sebastian Schindzierlorz war einer von ihnen, ihm blieb der ganz große Sprung jedoch verwährt. Stattdessen versank er in der Tiefe und kickte fortan in Norwegen und Griechenland. Am ersten Spieltag in dieser Saison, musste man sich dann kräftig die Augen reiben. Schindzierlorz stand beim Gastspiel in Köln plötzlich im VfL-Leibchen am Spielfeldrand und wurde von Magath in die Partie eingewechselt. Und auch am 16. Spieltag (1:4 in Bremen) durfte Schindzierlorz nochmal spielen. Und wer weiß - vielleicht gibt es ja bald wieder ein „Team 2014“. Schindzierlorz wäre sicherlich dabei...

Lenz, Hasani und Scheidhauer
Es gibt sie aber doch! Die Spieler, die tatsächlich noch keine einzige Sekunde in dieser Saison gespielt habe - und das obwohl sie vollwertiges Mitglied des VfL-Kaders sind. Einer von ihnen ist Andre Lenz. Der 38-Jährige hat schon über 100 Erst- und Zweitligaspiele auf dem Buckel, ist bei den „Wölfen“ zur Zeit aber nur Torwart Nummer drei. Das Schweizer Duo Benaglio und Hitz steht vor ihm. Aber für die coole Sau Lenz alles kein Problem. Magath und Lenz verstehen sich prächtig - vielleicht gerade WEIL er nicht spielt und den Fußballlehrer damit nicht zur Weißglut treiben kann. Wie Focus Online berichtete, klüftet Magath sogar einen Plan aus, Lenz ab der kommenden Spielzeit als Teammanager zu seinen Kollegen zu zählen. So entstehen echte Freundschaften...
Einer der gewiss noch spielen wird und zur Zeit die besten Chancen auf den Titel „Spieler Nummer 37“ hat, ist Ferhan Hasani. Der Mazedonier kam erst im Winter und soll das Offensivspiel der Wolfsburger in Schwung bringen. Vielleicht wird er ja schon im nächsten Bundesligaspiel gegen Freiburg seine ersten Minuten bekommen. Wer weiß das schon, vermutlich nicht mal Magath selbst.
Einer bei dem die Chancen eher schlecht stehen heißt Kevin Scheidhauer. Der Stürmer stürmte in der laufenden Saison bisher nur für die zweite Mannschaft (Ja, die gibt es auch noch!) in der Regionalliga Nord. Unter Magath wurde er bisher noch nicht berücksichtigt, vielleicht wurde er einfach nur übersehen. Vier Tore in 17 Regionalligaspielen, als Stürmer - das sollte Magath doch eigentlich reichen um ihm zumindest ein paar Minütchen auf der Bundesligabühne zu schenken. Vielleicht reicht es ja für die Nummer 40...

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