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Trotz Charakter-Kritik aus Hoffenheim: Obasi ist ein Glücksgriff für Schalke
Was als große Erfolgsstory begann, endete bei der TSG in unschönem Nachtreten. Wird sich Obasi nun auf Schalke durchsetzen und die Nachfolge Jefferson Farfans antreten?
Von Felix Landmesser
Bongarts
Gelsenkirchen. Spätestens als Chinedu Obasi von Schalke 04 nach mehreren Übersteigern den Mainzer Abwehrspieler Pospech austanzte und den Ball am verdutzten Torhüter Christian Wetklo zum 1:1-Ausgleich am letzten Spieltag ins Mainzer Gehäuse drosch, dürfte auch der kritischen Anhängerschaft der Königsblauen klar gewesen sein, warum Manager Horst Heldt und Trainer Huub Stevens den Nigerianer von 1899 Hoffenheim ins Ruhrgebiet geholt haben.
Obasi selbst hatte sich nach Disziplinlosigkeiten mit Ex-Trainer Holger Stanislawski überworfen und war im Unfrieden aus dem Kraichgau geflohen. Trotzdem zeigte er sich dankbar für seine Zeit bei der TSG, die Hoffenheim-Verantwortlichen, allen voran Stanislawski, warfen dem Dribbler im Nachhinein mangelnde Einstellung vor. Goal.com gibt einen Überblick über die Ereignisse der letzten Wochen und Monate und wagt einen Blick in die Zukunft.
Obasi sorgt mit Hoffenheim für Furore
Hoffenheim und Obasi – das schien lange wunderbar zu passen. Der Nigerianer war einer der Leistungsträger des Klubs, als Ralf Rangnick mit der TSG in die Bundesliga marschierte. Zusammen mit Demba Ba, Vedad Ibisevic und Sejad Salihovic verkörperte Obasi mitreißenden Offensivfußball, mit dem sich Hoffenheim in der ersten Bundesliga-Saison deutschlandweit einen Namen machte und den Bayern gar die Herbstmeisterschaft wegschnappte.
Rangnick-Abgang
Als das Hoffenheimer Gebilde Stück für Stück zerfiel, war es auch bei Obasi mit der Herrlichkeit vorbei. Immer wieder warfen den Nigerianer Verletzungen zurück, Sturmpartner Demba Ba verließ den Verein Richtung Newcastle. Ausschlaggebend war aber wohl der Abgang von Ralf Rangnick, dieser hatte Obasi 2007 aus Lyn in Norwegen geholt, Obasi sagte im Sommer des letzten Jahres „Rangnick war für mich wie ein Vater.“

Dispute mit Stanislawski
Mit dem zu Saisonbeginn geholten Trainer Holger Stanislwaski wurde der 25-Jährige nie warm, Höhepunkt war die 0:2-Derbypleite gegen Stuttgart im Oktober, als Obasi „Stani“ nach seiner Auswechslung den Handschlag verweigerte – das Tischtusch schien zerschnitten. Es kam erste Kritik am exzentrischen Angreifer auf, Stanislawski selbst sagte: „Es nicht zu machen, das geht gar nicht.“ Auch Mäzen Dietmar Hopp ging mit Obasi hart ins Gericht, es gebe „Regeln, an die er sich halten muss, auch wenn er sich als Star fühlt.“ Der Anfang vom Ende für den Nigerianer in Hoffenheim.
Ausleihe ins Ruhrgebiet
Trotz akuter Personalnot im Sturm gab Hoffenheim Obasi in der Winterpause schließlich frei, der in Enugu geborene Außenspieler wechselte zunächst auf Leihbasis zum FC Schalke, beide Seiten schienen zufrieden. Obasi blies auf Schalke zur Attacke, machte von Beginn an deutlich, dass er sich bei den Knappen durchsetzen möchte. Nach Hoffenheim wolle er aber nicht, er „versuche nach vorne zu kommen, nicht zurückzugehen. Hoffentlich kann ich hier bleiben“, so Obasi gegenüber reviersport.de.
Darüber hinaus fühle sich bei Schalke wohl, Mannschaft und Umfeld gefielen ihm, besonders bei Trainer Huub Stevens stieße er immer auf offene Ohren: „Der Trainer hat gesagt, wenn ich etwas habe, kann ich jederzeit mit ihm reden. Das ist es, was ich brauche.“ Indirekte Kritik an Hoffenheim und dem jetzt entlassenen Holger Stanislawski?
Obasi entschuldigt sich bei Hoffenheim
Anscheinend nicht, Obasi zeigte sich gegenüber Hoffenheim dankbar, dass er die Chance bekommen habe, seine „Karriere zu starten und dass man mich jetzt gehen lässt und nicht blockiert“, er entschuldigte sich in der Bild sogar für die Vorkommnisse der letzten Saison: „Ich hatte einige Probleme. Nach meinen Verletzungen habe ich nicht mehr meine Leistung abrufen können. Ich war auch ein bisschen müde im Kopf. Wenn ich jemanden enttäuscht haben sollte, möchte ich mich dafür entschuldigen.“

Stanislawski tritt nach
Trotz der warmen Worte Obasis in Richtung Hoffeheim bemängelte Stanislawski im Nachhinein vor allem die Einstellung Obasis und dessen Ex-Mitspielers Gylfi Sigurdsson, der zu Swansea ausgeliehen wurde: „Wir wussten, wir haben Obasi und Sigurdsson abgegeben, weil sie einfach keinen Bock mehr hatten, bei uns zu spielen. Das haben sie uns über ihre Berater ausrichten lassen“, wurde Stani erst vor ein paar Tagen in der BILD zitiert.
Zwar hat Obasi mit disziplinlosem Verhalten in Hoffenheim für viel Aufregung gesorgt, die glaubhaft wirkende Entschuldigung verbunden mit dem Dank sollten aber die Wogen ein wenig geglättet haben. Umso überraschender kommt da das späte Nachtreten von Holger Stanislawski, ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, als in Hoffenheim der Baum aufgrund der zuletzt schwachen Leistungen schon lichterloh brannte. Ein Schelm, wer dabei Böses denkt.
Ansteigende Formkurve auf Schalke
Wurde „Edu“, wie er von den Fans oft gerufen wird, am Anfang auf Schalke noch sehr kritisch beäugt, so hat die zuletzt nach oben zeigende Formkurve für viel positives Feedback rund ums Berger Feld gesorgt. Viele sprechen schon von einem würdigen Farfan-Nachfolger, dessen Abgang scheint beschlossene Sache, konnten sich die S04-Verantwortlichen mit Farfan und seinem Berater doch nicht auf eine Verlängerung des bis Sommer gültigen Vertrages einigen.

Farfan-Nachfolger?
Ob Obasi dauerhaft die Nachfolge des Peruaners antreten kann, werden die nächsten Wochen und Monate zeigen. Allerdings lässt das Traumtor gegen Mainz auf mehr hoffen, nach anfänglich unauffälligen Leistungen waren die letzten Darbietungen als Farfan-Ersatz schon weitaus vielversprechender. Zumal es ein offenes Geheimnis ist, dass Schalke die Kaufoption schon in naher Zukunft ziehen will, um Obasi fest zu verpflichten.
Sportlich ist ein erster Schritt getan, viel scheint nicht mehr zu einer erfolgreichen Zukunft des 25-Jährigen im blau-weißen Dress zu fehlen. Da passt es doch ins Bild, dass der dribbelstarke Angreifer vor gut einer Woche zu einem Fotoshooting auf Schalke war – Obasi bekommt nun seine eigenen Autogrammkarten, damit die S04-Anhänger bald ganz genau wissen, wem sie da zujubeln…
Eure Meinung: Kann sich Obasi auf Schalke durchsetzen und langfristig Farfan ersetzen?
Obasi selbst hatte sich nach Disziplinlosigkeiten mit Ex-Trainer Holger Stanislawski überworfen und war im Unfrieden aus dem Kraichgau geflohen. Trotzdem zeigte er sich dankbar für seine Zeit bei der TSG, die Hoffenheim-Verantwortlichen, allen voran Stanislawski, warfen dem Dribbler im Nachhinein mangelnde Einstellung vor. Goal.com gibt einen Überblick über die Ereignisse der letzten Wochen und Monate und wagt einen Blick in die Zukunft.
Obasi sorgt mit Hoffenheim für Furore
Hoffenheim und Obasi – das schien lange wunderbar zu passen. Der Nigerianer war einer der Leistungsträger des Klubs, als Ralf Rangnick mit der TSG in die Bundesliga marschierte. Zusammen mit Demba Ba, Vedad Ibisevic und Sejad Salihovic verkörperte Obasi mitreißenden Offensivfußball, mit dem sich Hoffenheim in der ersten Bundesliga-Saison deutschlandweit einen Namen machte und den Bayern gar die Herbstmeisterschaft wegschnappte.
Rangnick-Abgang
Als das Hoffenheimer Gebilde Stück für Stück zerfiel, war es auch bei Obasi mit der Herrlichkeit vorbei. Immer wieder warfen den Nigerianer Verletzungen zurück, Sturmpartner Demba Ba verließ den Verein Richtung Newcastle. Ausschlaggebend war aber wohl der Abgang von Ralf Rangnick, dieser hatte Obasi 2007 aus Lyn in Norwegen geholt, Obasi sagte im Sommer des letzten Jahres „Rangnick war für mich wie ein Vater.“

In Hoffenheim lief es zuletzt nicht mehr rund für Obasi
Dispute mit Stanislawski
Mit dem zu Saisonbeginn geholten Trainer Holger Stanislwaski wurde der 25-Jährige nie warm, Höhepunkt war die 0:2-Derbypleite gegen Stuttgart im Oktober, als Obasi „Stani“ nach seiner Auswechslung den Handschlag verweigerte – das Tischtusch schien zerschnitten. Es kam erste Kritik am exzentrischen Angreifer auf, Stanislawski selbst sagte: „Es nicht zu machen, das geht gar nicht.“ Auch Mäzen Dietmar Hopp ging mit Obasi hart ins Gericht, es gebe „Regeln, an die er sich halten muss, auch wenn er sich als Star fühlt.“ Der Anfang vom Ende für den Nigerianer in Hoffenheim.
Ausleihe ins Ruhrgebiet
Trotz akuter Personalnot im Sturm gab Hoffenheim Obasi in der Winterpause schließlich frei, der in Enugu geborene Außenspieler wechselte zunächst auf Leihbasis zum FC Schalke, beide Seiten schienen zufrieden. Obasi blies auf Schalke zur Attacke, machte von Beginn an deutlich, dass er sich bei den Knappen durchsetzen möchte. Nach Hoffenheim wolle er aber nicht, er „versuche nach vorne zu kommen, nicht zurückzugehen. Hoffentlich kann ich hier bleiben“, so Obasi gegenüber reviersport.de.
Darüber hinaus fühle sich bei Schalke wohl, Mannschaft und Umfeld gefielen ihm, besonders bei Trainer Huub Stevens stieße er immer auf offene Ohren: „Der Trainer hat gesagt, wenn ich etwas habe, kann ich jederzeit mit ihm reden. Das ist es, was ich brauche.“ Indirekte Kritik an Hoffenheim und dem jetzt entlassenen Holger Stanislawski?
Obasi entschuldigt sich bei Hoffenheim
Anscheinend nicht, Obasi zeigte sich gegenüber Hoffenheim dankbar, dass er die Chance bekommen habe, seine „Karriere zu starten und dass man mich jetzt gehen lässt und nicht blockiert“, er entschuldigte sich in der Bild sogar für die Vorkommnisse der letzten Saison: „Ich hatte einige Probleme. Nach meinen Verletzungen habe ich nicht mehr meine Leistung abrufen können. Ich war auch ein bisschen müde im Kopf. Wenn ich jemanden enttäuscht haben sollte, möchte ich mich dafür entschuldigen.“

Holger Stanislawski bemängelte Obasis Einstellung
Stanislawski tritt nach
Trotz der warmen Worte Obasis in Richtung Hoffeheim bemängelte Stanislawski im Nachhinein vor allem die Einstellung Obasis und dessen Ex-Mitspielers Gylfi Sigurdsson, der zu Swansea ausgeliehen wurde: „Wir wussten, wir haben Obasi und Sigurdsson abgegeben, weil sie einfach keinen Bock mehr hatten, bei uns zu spielen. Das haben sie uns über ihre Berater ausrichten lassen“, wurde Stani erst vor ein paar Tagen in der BILD zitiert.
Zwar hat Obasi mit disziplinlosem Verhalten in Hoffenheim für viel Aufregung gesorgt, die glaubhaft wirkende Entschuldigung verbunden mit dem Dank sollten aber die Wogen ein wenig geglättet haben. Umso überraschender kommt da das späte Nachtreten von Holger Stanislawski, ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, als in Hoffenheim der Baum aufgrund der zuletzt schwachen Leistungen schon lichterloh brannte. Ein Schelm, wer dabei Böses denkt.
Ansteigende Formkurve auf Schalke
Wurde „Edu“, wie er von den Fans oft gerufen wird, am Anfang auf Schalke noch sehr kritisch beäugt, so hat die zuletzt nach oben zeigende Formkurve für viel positives Feedback rund ums Berger Feld gesorgt. Viele sprechen schon von einem würdigen Farfan-Nachfolger, dessen Abgang scheint beschlossene Sache, konnten sich die S04-Verantwortlichen mit Farfan und seinem Berater doch nicht auf eine Verlängerung des bis Sommer gültigen Vertrages einigen.

Obasi im Zweikampf mit Stuttgarts Molinaro
Farfan-Nachfolger?
Ob Obasi dauerhaft die Nachfolge des Peruaners antreten kann, werden die nächsten Wochen und Monate zeigen. Allerdings lässt das Traumtor gegen Mainz auf mehr hoffen, nach anfänglich unauffälligen Leistungen waren die letzten Darbietungen als Farfan-Ersatz schon weitaus vielversprechender. Zumal es ein offenes Geheimnis ist, dass Schalke die Kaufoption schon in naher Zukunft ziehen will, um Obasi fest zu verpflichten.
Sportlich ist ein erster Schritt getan, viel scheint nicht mehr zu einer erfolgreichen Zukunft des 25-Jährigen im blau-weißen Dress zu fehlen. Da passt es doch ins Bild, dass der dribbelstarke Angreifer vor gut einer Woche zu einem Fotoshooting auf Schalke war – Obasi bekommt nun seine eigenen Autogrammkarten, damit die S04-Anhänger bald ganz genau wissen, wem sie da zujubeln…
Eure Meinung: Kann sich Obasi auf Schalke durchsetzen und langfristig Farfan ersetzen?
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