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Bayerisches Personalroulette: Toni Kroos muss als Zehner auflaufen, damit Franck Ribery glänzen kann
Jupp Heynckes muss umdenken: Um wieder das Beste aus Flügelflitzer Franck Ribery herauszuholen, sollte Toni Kroos unbedingt in der zentralen Offensive auflaufen.
Von Clark Whitney
Bongarts
München. Während der ersten Hälfte der laufenden Spielzeit erlebte Franck Ribery seine persönliche Renaissance. Der Franzose, der in den Jahren zuvor ständig von Verletzungen geplagt worden war, wurde für seinen FC Bayern in nahezu jedem Spiel die zuverlässigste Quelle der Inspiration.
Viele Ahänger und Fachleute machten Riberys Aufschwung vor allem an der Personalie Philipp Lahm fest. Der Kapitän spielt wieder als Linksverteidiger und bildet mit Ribery auf dem linken Flügel ein starkes Duo. Allerdings gibt es einen weiteren Faktor für Riberys Erfolg, gewissermaßen einen dritten Teil des Dreiecks: Spielgestalter Toni Kroos.
Die Vorstellungen des Franzosen in den jüngsten Partien waren nicht mehr so überzeugend. Und es ist kein Zufall, dass dies mit der Verschiebung Toni Kroos' ins defensive Mittelfeld einhergeht. Auf dieser Position sind die beiden weniger im direkten Zusammenspiel. Dabei hatten sie gemeinsam eine beeindruckende Partnerschaft gebildet und Ribery hatte den Einfluss des Ex-Rostockers im November über den grünen Klee gelobt.
Die Krux an der Sache: Sind Ribery, Arjen Robben, Thomas Müller und Bastian Schweinsteiger allesamt fit, gibt in Bayernst Startelf nur einen Platz für Toni Kroos: jene im defensive Mittelfeld. Auf dem Papier liest sich diese Formation formidabel. Es ist eine personelle Besetzung, die in der Theorie extrem kreativ und torgefährlich sein sollte. Doch seit dem Rückrundenstart im Januar gelangen den Münchenern in drei Partien magere vier Treffer. Zumindest in diesem Fall bedeuten mehr Angreifer also weniger Tore.
Im aktuellen System übernimmt Thomas Müller den Part der „Nummer zehn“ hinter Mario Gomez. Verglichen mit Kroos, der sich zu einem „Box-to-Box“-Mittelfeldakteur entwickelt hat, verfügt der 22-Jährige über einen anderen Spielstil. Müller ist positionstechnisch irgendwo zwischen Sturm und Mittelfeld auzusiedeln. Zudem befindet der WM-Torschützenkönig sich seit Monaten in einem schlimmen Formloch, sein letztes Tor in der Bundesliga erzielte er im September.
Müllere Dürreperiode wird gewiss nicht ewig anhalten. Er hat seine Fähigkeiten zu Genüge unter Beweis gestellt und verfügt unbestritten über das Potenzial, zur Weltklasse zu zählen. Augenscheinlich muss er dafür auf Klubebene in der Mitte spielen und eben nicht auf dem Flügel.
Unglücklich für die Bayern: Was das Optimale für Müller ist, bringt die Qualitäten Riberys nicht in vollem Maße zum Tragen. Was aber für den Franzosen am Besten wäre, ist Toni Kroos als Spielgestalter. Vor der Winterpause zählte der 22-Jährige dort zur Elite Europas. Nur bedeutete es, dass Müller oder Arjen Robben auf der Bank Platz nehmen müssten.
Die Bayern haben in Mittelfeld und Sturm also das vielzitierte Luxusproblem. Wenn alle Spieler fit sind, wird es schwierig, die Stärken der Einzelnen gleichzeitig zum Tragen zu bringen.
Heynckes' aktuelle Formation minimiert die Unruhe innerhalb des Kaders, schließlich laufen die sechs besten Mittelfeldspieler gleichzeitig auf. Doch Ruhe ist wiederum nur solange gegeben, wie die Resultate stimmen.
Aktuell liefert das offensive Mittelfeld mit Ribery, Robben und Müller kaum Tore und Vorlagen. So hat es auch Stoßstürmer Mario Gomez schwer, einzunetzen. Die Zeit wird kommen, in der Robben und Müller zurück zu ihrer Form finden. Doch bis dahin ist es für Jupp Heynckes ein Risiko, die beiden an der Seite Riberys einzusetzen. Bayerns Trainer hat kürzlich nagekündigt, seine Offensivstars würden über kurz oder lang „explodieren“. Möglichweise kann er diesen Prozess beschleunigen, indem er Toni Kroos in jene Rolle befördert, in der er monatelang glänzte.
Viele Ahänger und Fachleute machten Riberys Aufschwung vor allem an der Personalie Philipp Lahm fest. Der Kapitän spielt wieder als Linksverteidiger und bildet mit Ribery auf dem linken Flügel ein starkes Duo. Allerdings gibt es einen weiteren Faktor für Riberys Erfolg, gewissermaßen einen dritten Teil des Dreiecks: Spielgestalter Toni Kroos.
Die Vorstellungen des Franzosen in den jüngsten Partien waren nicht mehr so überzeugend. Und es ist kein Zufall, dass dies mit der Verschiebung Toni Kroos' ins defensive Mittelfeld einhergeht. Auf dieser Position sind die beiden weniger im direkten Zusammenspiel. Dabei hatten sie gemeinsam eine beeindruckende Partnerschaft gebildet und Ribery hatte den Einfluss des Ex-Rostockers im November über den grünen Klee gelobt.
Es ist für mich besser, wenn Toni Kroos auf der Zehn spielt. Das ist auch im Ballbesitz besser, er gibt gute Pässe. Die Nummer Zehn ist für mich Toni Kroos. - Franck Ribery
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Die Krux an der Sache: Sind Ribery, Arjen Robben, Thomas Müller und Bastian Schweinsteiger allesamt fit, gibt in Bayernst Startelf nur einen Platz für Toni Kroos: jene im defensive Mittelfeld. Auf dem Papier liest sich diese Formation formidabel. Es ist eine personelle Besetzung, die in der Theorie extrem kreativ und torgefährlich sein sollte. Doch seit dem Rückrundenstart im Januar gelangen den Münchenern in drei Partien magere vier Treffer. Zumindest in diesem Fall bedeuten mehr Angreifer also weniger Tore.
| RIBERY & KROOS: EIN KONGENIALES DUO IN BAYERNS OFFENSIVABTEILUNG |
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| RIBERYS BILANZ MIT KROOS ALS ZEHNER |
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| ABSOLVIERTE SPIELE TORE ASSISTS SCORERPUNKTE PRO PARTIE |
18 9 11 1,11 |
| RIBERYS BILANZ OHNE KROOS ALS ZEHNER | |
| ABSOLVIERTE SPIELE* TORE ASSISTS SCORERPUNKTE PRO PARTIE |
8 1 0 0,13 |
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*Inklusive einer Partie, in der Ribery als Einwechselspieler für Kroos kam
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Müllere Dürreperiode wird gewiss nicht ewig anhalten. Er hat seine Fähigkeiten zu Genüge unter Beweis gestellt und verfügt unbestritten über das Potenzial, zur Weltklasse zu zählen. Augenscheinlich muss er dafür auf Klubebene in der Mitte spielen und eben nicht auf dem Flügel.
Unglücklich für die Bayern: Was das Optimale für Müller ist, bringt die Qualitäten Riberys nicht in vollem Maße zum Tragen. Was aber für den Franzosen am Besten wäre, ist Toni Kroos als Spielgestalter. Vor der Winterpause zählte der 22-Jährige dort zur Elite Europas. Nur bedeutete es, dass Müller oder Arjen Robben auf der Bank Platz nehmen müssten.
Die Bayern haben in Mittelfeld und Sturm also das vielzitierte Luxusproblem. Wenn alle Spieler fit sind, wird es schwierig, die Stärken der Einzelnen gleichzeitig zum Tragen zu bringen.
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Aktuell liefert das offensive Mittelfeld mit Ribery, Robben und Müller kaum Tore und Vorlagen. So hat es auch Stoßstürmer Mario Gomez schwer, einzunetzen. Die Zeit wird kommen, in der Robben und Müller zurück zu ihrer Form finden. Doch bis dahin ist es für Jupp Heynckes ein Risiko, die beiden an der Seite Riberys einzusetzen. Bayerns Trainer hat kürzlich nagekündigt, seine Offensivstars würden über kurz oder lang „explodieren“. Möglichweise kann er diesen Prozess beschleunigen, indem er Toni Kroos in jene Rolle befördert, in der er monatelang glänzte.
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