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Das Viertelfinale im DFB-Pokal: Draxler, das Münchener Derby und Meyers Wechsel-Wahnsinn
Der DFB-Pokal liefert immer wieder Kuriositäten. Am Dienstagabend beginnt in Kiel das Viertelfinale. Auch diese Runde hatte in den letzten Jahren denkwürdige Momente zu bieten.
Von Patrick Reichardt
Berlin. In zwei Duellen kommt es in der Runde der letzten Acht im DFB-Pokal zum Aufeinandertreffen zwischen Bundesligisten. Ein Bundesliga-Vertreter empfängt einen Zweitligisten, während der letzte Amateur-Verein (Holstein Kiel, vierte Liga) den deutschen Meister Borussia Dortmund empfängt. Goal.com präsentiert euch die packendsten Viertelfinalpartien der letzten Jahre.
2010/2011: FC Schalke 04 – 1. FC Nürnberg 3:2 n.V. (2:2, 1:2)
Es ist die Geschichte eines nicht mal volljährigen Jugendspielers, der um diese Zeit eigentlich eher in sein Bett als in die Veltins Arena gehört. Doch der Reihe nach: Bereits nach vier Minuten vollendete Julian Schieber eine Ekici-Vorlage zur schnellen Führung. Gavranovic glich für die Königsblauen aus, bevor es erneut Schieber war, der vor der Halbzeit die Führung wieder herstellte. Mit einem Schuss aus 16 Metern glich der Kroate Ivan Rakitic erneut aus. Das Spiel ging in die Verlängerung. Der Rest ist Geschichte. Jugendspieler Julian Draxler wurde in Minute 116 eingewechselt und sorgte eine Minute vor Ablauf der Spielzeit in der Verlängerung mit einem Linksschuss ins rechte obere Dreieck für die Entscheidung. Schalke gewann im Anschluss sein Halbfinale in München und schlussendlich auch das Finale gegen den MSV Duisburg.
2007/2008: FC Bayern München – TSV 1860 München 1:0 n.V. (0:0, 0:0)
Es war das 204. Stadtderby zwischen den „Roten“ und den „Blauen“ und es bot alles, was das Fanherz sich wünscht: Irreguläre Treffer, drei Platzverweise, ein nicht gegebener und letztlich ein ungerechtfertigter Elfmeter in der Nachspielzeit der Verlängerung, der zum entscheidenden Tor der Partie führte. Schiedsrichter Gagelmann erkannte dem FC Bayern zwei Tore von Luca Toni berechtigterweise ab und schickte den Italiener kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit mit Gelb-Rot vom Feld. Nach einem Foul an Lucio verweigerte er den Bayern einen Elfmeter in Minute 89. Den bereits vorher angemessenen Foulelfmeter schenkte er dem FC Bayern dafür in der letzten Minute der Nachspielzeit, als Pagenburg außerhalb des Strafraums foulte. Riberys ersten Versuch pfiff Gagelmann wegen eingelaufener Bayern-Spieler ab, den zweiten Versuch lupfte der Franzose lässig in die Mitte. Zwei Platzverweise der „Löwen“ (Schwarz und Thorandt) setzten dem spektakulären Spiel die Krone auf.
2002/2003: SpVgg Unterhaching – Bayer Leverkusen 6:7 n.E. (2:2, 0:1)
Drei Punkte Vorsprung. Eigentor Ballack, das 2:0 durch Oberleitner. Die Geschichte ist allseits bekannt. Bayer Leverkusen hatte im Jahr 2000 die Meisterschaft beim Aufsteiger aus Unterhaching verspielt. Im Jahr 2003 kehrte die Bayer-Elf zurück zur SpVgg, die einen beeindruckenden Kampf lieferte. Führungen von Franca (0:1) und Ramelow (1:2) glichen Vaccaro und Sukalo aus, auch die Verlängerung überstand der Regionalligist, dem in dieser Spielzeit der Aufstieg in Liga zwei gelang. Im Elfmeterschießen wurden die ersten acht Strafstöße verwandelt, bevor Butt den letzten Unterhachinger Elfmeter parierte und anschließend selbst zum Sieg verwandelte. Leverkusen erreichte das Halbfinale.
2003/2004: Alemannia Aachen – FC Bayern München 2:1 (1:1)
Aachen, der FC Bayern und der DFB-Pokal? Da war doch bereits etwas im Achtelfinale? Richtig, damals schaltete der Zweitligist den Rekordmeister in der Runde der letzten 16 aus. Diesmal war es das Viertelfinale. Und es geschah auf gütige Mithilfe der Bayern-Defensive. Der Distanzschuss von Blank nach einer halben Stunde war für Oliver Kahn definitiv haltbar. Bayern-Anführer Michael Ballack glich nach Vorlage von Lizarazu noch vor der Pause aus. Stephan Straub hatten es die Alemannen zu verdanken, dass es bis zehn Minuten vor dem Ende noch Remis stand. Dann köpfte Vereinslegende Erik Meijer zum Sieg ein. Die totale Offensive der Bayern im Schlussabschnitt brachte nichts mehr, das Team von Jörg Berger zog ins Halbfinale ein.

2006/2007: 1. FC Nürnberg – Hannover 96 4:2 n.E. (0:0, 0:0)
Wenn man sich an den Pokalsieg des 1. FC Nürnberg 2007 zurückerinnert, denken viele an Marek Mintal. Oder an den Siegtorschützen des Finals, Jan Kristiansen. Doch ohne Ersatzkeeper Daniel Klewer wäre es soweit wohl gar nicht gekommen. Hielt der Schlussmann bereits gegen Unterhaching sagenhafte vier (!) Elfmeter, wurde er beim Viertelfinale gegen Hannover 96 erneut in Minute 119 von Trainer Hans Meyer eingewechselt. Das Spiel ging nach einem niveauarmen 0:0 nach 120 Minuten ins Elfmeterschießen. Dort rettete Klewer dem FCN erneut den Sieg, er hielt die Elfmeter von Schröter und Stajner. Mnari, Pinola, Polak und Reinhardt verwandelten für den „Glubb“ und erledigten den Rest. Nach Siegen über Frankfurt und Stuttgart nannte sich der FCN im Mai Pokalsieger 2007.
2008/2009: Bayer Leverkusen – FC Bayern München 4:2 (0:0)
Das wohl hochklassigste Viertelfinale der jüngeren Pokalgeschichte. Bereits in Halbzeit 1 machten die Gastgeber mächtig Druck, jedoch erfolglos. Nach der Pause aber der große Erfolg: Barnetta aus 18 Metern und Vidal nach einer Ecke sorgten für eine 2:0-Führung für die Rheinländer. Als Angreifer Patrick Helmes das 3:0 nachlegte, schien das Spiel entschieden. Doch nicht mit dem FC Bayern. Ein schneller Doppelschlag durch Lucio (72.) und Klose (74.) machte das Spiel wieder spannend. Was folgte, war ein Münchner Sturmlauf in der Schlussviertelstunde. Nach Gelegenheiten auf beiden Seiten verwandelte Stefan Kießling nach Vorlage von Charisteas zum erlösenden 4:2-Siegtreffer. Das Team von Jürgen Klinsmann war im Ausweichstadion, der LTU-Arena in Düsseldorf, ausgeschieden.
Eure Meinung: Welches Duell hat dieses Mal Potenzial, sich in die Geschichtsbücher einzutragen?
2010/2011: FC Schalke 04 – 1. FC Nürnberg 3:2 n.V. (2:2, 1:2)
Es ist die Geschichte eines nicht mal volljährigen Jugendspielers, der um diese Zeit eigentlich eher in sein Bett als in die Veltins Arena gehört. Doch der Reihe nach: Bereits nach vier Minuten vollendete Julian Schieber eine Ekici-Vorlage zur schnellen Führung. Gavranovic glich für die Königsblauen aus, bevor es erneut Schieber war, der vor der Halbzeit die Führung wieder herstellte. Mit einem Schuss aus 16 Metern glich der Kroate Ivan Rakitic erneut aus. Das Spiel ging in die Verlängerung. Der Rest ist Geschichte. Jugendspieler Julian Draxler wurde in Minute 116 eingewechselt und sorgte eine Minute vor Ablauf der Spielzeit in der Verlängerung mit einem Linksschuss ins rechte obere Dreieck für die Entscheidung. Schalke gewann im Anschluss sein Halbfinale in München und schlussendlich auch das Finale gegen den MSV Duisburg.
2007/2008: FC Bayern München – TSV 1860 München 1:0 n.V. (0:0, 0:0)
Es war das 204. Stadtderby zwischen den „Roten“ und den „Blauen“ und es bot alles, was das Fanherz sich wünscht: Irreguläre Treffer, drei Platzverweise, ein nicht gegebener und letztlich ein ungerechtfertigter Elfmeter in der Nachspielzeit der Verlängerung, der zum entscheidenden Tor der Partie führte. Schiedsrichter Gagelmann erkannte dem FC Bayern zwei Tore von Luca Toni berechtigterweise ab und schickte den Italiener kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit mit Gelb-Rot vom Feld. Nach einem Foul an Lucio verweigerte er den Bayern einen Elfmeter in Minute 89. Den bereits vorher angemessenen Foulelfmeter schenkte er dem FC Bayern dafür in der letzten Minute der Nachspielzeit, als Pagenburg außerhalb des Strafraums foulte. Riberys ersten Versuch pfiff Gagelmann wegen eingelaufener Bayern-Spieler ab, den zweiten Versuch lupfte der Franzose lässig in die Mitte. Zwei Platzverweise der „Löwen“ (Schwarz und Thorandt) setzten dem spektakulären Spiel die Krone auf.
2002/2003: SpVgg Unterhaching – Bayer Leverkusen 6:7 n.E. (2:2, 0:1)
Drei Punkte Vorsprung. Eigentor Ballack, das 2:0 durch Oberleitner. Die Geschichte ist allseits bekannt. Bayer Leverkusen hatte im Jahr 2000 die Meisterschaft beim Aufsteiger aus Unterhaching verspielt. Im Jahr 2003 kehrte die Bayer-Elf zurück zur SpVgg, die einen beeindruckenden Kampf lieferte. Führungen von Franca (0:1) und Ramelow (1:2) glichen Vaccaro und Sukalo aus, auch die Verlängerung überstand der Regionalligist, dem in dieser Spielzeit der Aufstieg in Liga zwei gelang. Im Elfmeterschießen wurden die ersten acht Strafstöße verwandelt, bevor Butt den letzten Unterhachinger Elfmeter parierte und anschließend selbst zum Sieg verwandelte. Leverkusen erreichte das Halbfinale.
2003/2004: Alemannia Aachen – FC Bayern München 2:1 (1:1)
Aachen, der FC Bayern und der DFB-Pokal? Da war doch bereits etwas im Achtelfinale? Richtig, damals schaltete der Zweitligist den Rekordmeister in der Runde der letzten 16 aus. Diesmal war es das Viertelfinale. Und es geschah auf gütige Mithilfe der Bayern-Defensive. Der Distanzschuss von Blank nach einer halben Stunde war für Oliver Kahn definitiv haltbar. Bayern-Anführer Michael Ballack glich nach Vorlage von Lizarazu noch vor der Pause aus. Stephan Straub hatten es die Alemannen zu verdanken, dass es bis zehn Minuten vor dem Ende noch Remis stand. Dann köpfte Vereinslegende Erik Meijer zum Sieg ein. Die totale Offensive der Bayern im Schlussabschnitt brachte nichts mehr, das Team von Jörg Berger zog ins Halbfinale ein.

2006/2007: 1. FC Nürnberg – Hannover 96 4:2 n.E. (0:0, 0:0)
Wenn man sich an den Pokalsieg des 1. FC Nürnberg 2007 zurückerinnert, denken viele an Marek Mintal. Oder an den Siegtorschützen des Finals, Jan Kristiansen. Doch ohne Ersatzkeeper Daniel Klewer wäre es soweit wohl gar nicht gekommen. Hielt der Schlussmann bereits gegen Unterhaching sagenhafte vier (!) Elfmeter, wurde er beim Viertelfinale gegen Hannover 96 erneut in Minute 119 von Trainer Hans Meyer eingewechselt. Das Spiel ging nach einem niveauarmen 0:0 nach 120 Minuten ins Elfmeterschießen. Dort rettete Klewer dem FCN erneut den Sieg, er hielt die Elfmeter von Schröter und Stajner. Mnari, Pinola, Polak und Reinhardt verwandelten für den „Glubb“ und erledigten den Rest. Nach Siegen über Frankfurt und Stuttgart nannte sich der FCN im Mai Pokalsieger 2007.
2008/2009: Bayer Leverkusen – FC Bayern München 4:2 (0:0)
Das wohl hochklassigste Viertelfinale der jüngeren Pokalgeschichte. Bereits in Halbzeit 1 machten die Gastgeber mächtig Druck, jedoch erfolglos. Nach der Pause aber der große Erfolg: Barnetta aus 18 Metern und Vidal nach einer Ecke sorgten für eine 2:0-Führung für die Rheinländer. Als Angreifer Patrick Helmes das 3:0 nachlegte, schien das Spiel entschieden. Doch nicht mit dem FC Bayern. Ein schneller Doppelschlag durch Lucio (72.) und Klose (74.) machte das Spiel wieder spannend. Was folgte, war ein Münchner Sturmlauf in der Schlussviertelstunde. Nach Gelegenheiten auf beiden Seiten verwandelte Stefan Kießling nach Vorlage von Charisteas zum erlösenden 4:2-Siegtreffer. Das Team von Jürgen Klinsmann war im Ausweichstadion, der LTU-Arena in Düsseldorf, ausgeschieden.
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