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Weg vom Fenster - Arsenal, Wolfsburg und die anderen Verlierer der Transferphase
Nach all den Deals des Januars ist es Zeit, eine Bilanz zu ziehen. Wir haben uns den Teams gewidmet, die zu wenig oder das Falsche auf dem Transfermarkt gemacht haben.
Und weil die Transfers der Reihe nach scheiterten, müssen einige Mannschaften jetzt ohne die Verstärkungen leben, die sie dringend benötigten. Manche Klubs verkauften sogar erst einen Spieler, um einen anderen zu holen - der dann aber gar nicht kam. Als das Fenster sich am Dienstagabend schloss, gab es viele Verlierer.
Goal.com ist die großen europäischen Ligen durchgegangen und hat aus jeder eine Mannschaft herausgesucht, die sich mehr von dem ganzen Wechseltheater versprochen hatte. Wir betrachten nun die Teams, die zu den Verlierern des Transfer-Januars gehören.
| AJAX |
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Ajax schaute sich auf dem Markt nach einem Flügelspieler um, denn aus dem aktuellen Kader können nur Derk Boerrigter und Miralem Sulejmani auf dieser Position weiterhelfen. Am letzten Januar-Tag erklärte der Klub, dass er Luciano Narsingh vom SC Heerenveen unter Vertrag nehmen möchte, doch das Subjekt der Begierde sagte kurz darauf schon ab.
Und es kam noch schlimmer: Ajax gab auch noch eines seiner größten Talente für kleines Geld ab. U19-Nationalspieler Ouasim Bouy verließ die Niederlande und schloss sich Juventus Turin an. Der Mittelfeldspieler hatte im Dezember ein Vertragsangebot von Ajax abgelehnt und hätte im Sommer ablösefrei gehen können. Deswegen hatte Ajax keine andere Wahl, als Bouy jetzt zu verkaufen.
Und zum schlechten Abschluss gelang es den Amsterdamern auch nicht, Mounir El Hamdaoui an den AC Florenz loszuwerden. Der Marokkaner ist einer der Top-Verdiener bei Ajax, aber seit April hat er kein Spiel mehr für den Verein absolviert, weil er mit Trainer Frank de Boer zerstritten ist. Ein Transfer zu Fiorentina wäre die Lösung gewesen, doch der Wechsel platzte, angeblich Ajax eine Bankgarantie verlangte, die die Italiener kurz vor Transferschluss nicht mehr bereitstellen konnten.
| ARSENAL |
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Der Schaden beim FC Arsenal entstand nicht erst am letzten Tag der Transferphase. Im Januar verlor die Mannschaft von Trainer Arsene Wenger drei Spiele in der Premier League - auch weil es im Kader keine fitten Außenverteidiger mehr gibt.
Arsenal hätte sich deshalb um einen Linksverteidiger bemühen müssen, den man zur Überbrückung hätte ausleihen müssen. Die Verletzungskrise wurde auch noch verstärkt, als bekannt wurde, dass Jack Wilshere wahrscheinlich in dieser Saison überhaupt nicht mehr zum Einsatz kommen kann. Damit fehlt auch noch der nötige Zug zum Tor im Mittelfeld.
Obwohl der Verein die höchsten Eintrittspreise in England hat und öffentlich immer betont wurde, dass Geld für Transfers in der Kasse ist, wurde nur ein Wechsel getätigt: Für etwas mehr als eine halbe Million Euro kam der relativ unbekannte Mittelfeldspieler Thomas Eisfeld von Borussia Dortmund.
Jetzt besteht für Arsenal die Gefahr, dass ein Platz unter den ersten Vier verpasst wird und das Ganze zu einem Teufelskreis wird. Denn auch im Sommer wird es schwer, Top-Spieler von einem Wechsel ins Emirates zu überzeugen, wenn man sie nicht mit der Aussicht auf Champions-League-Fußball locken kann.
| LAZIO |
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Aus dem in den vergangenen Jahren selten gekannten Gefühl der eigenen Stärke heraus gingen die Biancocelesti auf den Transfermarkt. Sie wollten ihre guten Tabellenlage mit einigen Transfers untermauern. Aber es wurde nichts: Obwohl Lazio im Fall von Keisuke Honda mit den Verhandlungen weit vorankam, fehlte am Ende der Abschluss. Und die schnell ausgedachte Alternative, Nilmar vom FC Villarreal, ließ sich auch nicht zu einem Wechsel in die Serie A überzeugen.
Auf der anderen Seite gab der Verein zwar keine Leistungsträger ab, aber mit Djibril Cisse verließ den Klub immerhin eine Option im Angriffspiel, auch wenn der Franzose seit seinem Wechsel im Sommer nur ein Tor in 18 Spielen gemacht hatte. Da die Deals mit Honda und Nilmar scheiterten, fehlt jetzt ein Ersatz für Cisse.
Antonio Candreva ist neu in Rom, Emiliano Alfaro ebenfalls. Doch sie sind die einzigen beiden Neuen, die insgesamt sechs Abgängen gegenüber stehen. Der ohnehin schon kleine Kader wurde auf diese Weise noch kleiner gemacht.
Keine Verstärkung für die Offensive und weniger Alternativen für den Trainer - so sieht kein guter Monat für Lazio aus.
| MARSEILLE |
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Es ist schon fast ironisch: Mit den Transfergeschäften stärkte Olympique im Januar den großen Rivalen im Kampf um den Titel, Paris Saint-Germain. Indem OM Lucho Gonzalez wieder nach Porto zurückkehren ließ, setzte der Klub eine Kette von Transfers in Gang, die am Ende den Südfranzosen schaden könnte. Am Ende dieser Kette nämlich landete Thiago Motta bei PSG.
Lucho kam in der aktuellen Saison nicht richtig in Gang, sodass sein Verlust für Marseille nicht so schwer wiegt. Der Transfer zu Porto ermöglichte es den Portugiesen, Fredy Guarin zu Inter zu verkaufen - und nur deshalb gab Inter Thiago Motta an PSG ab.
Bei einem Rückstand von neun Punkten auf den Tabellenführer aus Paris ist die Lücke nach den Januar-Transfers gefühlt noch größer geworden. Ein einziger Transfer hat für diesen Schaden gesorgt.
| VILLARREAL |
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Nach dem Verlust von Regisseur Santi Cazorla im Sommer legte Vilarreal in der Liga einen fürchterlichen Start mit nur einem Sieg in den ersten neun Spielen hin. Das Team befand sich im Tabellenkeller und musste mit der Verletzung von Stürmer Giuseppe Rossi einen schlimmen Rückschlag hinnehmen.
Doch die Transferphase im Januar stand ja an - und deshalb konnte es nur besser werden. Mit ein paar Verstärkungen sollte das Team eigentlich aufgebaut wreden, wobei ein neuer Stürmer die Priorität war.
Giovani Dos Santos von Tottenham sollte es werden, doch weil durch den geplatzten Transfer von Nilmar kein Geld in die Kasse kam, platzte auch dieser Wechsel. Damit bleibt dem Klub nur ein verletzungsanfälliger Stürmer, der sein Potenzial nicht abruft und der eigentlich nur weg will.
Der Kauf des Argentiniers Alejandro Martinuccio sah dann nur noch wie die drittbeste Lösung aus. In den anderen Mannschaftsteilen fehlen weiterhin die Verstärkungen. Inzwischen hat das Team von Trainer Jose Molina zwar zu besserer Form gefunden, aber es steht immer noch unten drin in der Tabelle. Die Transferphase war aus Sicht des FC Villarreal eine verpasste Chance.
| WOLFSBURG |
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Wenn am Samstag Borussia Mönchengladbach beim VfL Wolfsburg antritt, werden Marco Reus und Co nur wenige bekannte Gesichter gegenüber treten. Während der Transferphase holte Trainer Felix Magath acht Neue - und schickte gleichzeitig sechs Spieler weg.
Das Konzept des schnellen und radikalen Umbaus in Wolfsburg ist ein Risiko und bis zu einem gewissen Punkt auch nicht nachzuvollziehen. Die Niedersachsen stehen im Tabellenmittelfeld und können auf keinen Fall mehr die Champions-League-Plätze erreichen. Bei einem Vorsprung von nur fünf Punkten auf die Abstiegsränge ist ein Komplett-Umbau eher ein großes Risiko als eine große Chance.
Dabei darf man Wolfsburgs Neue nicht gleich abschreiben, auch wenn die Transferpolitik der Wölfe durch die vielen Veränderungen konzeptlos und verzweifelt aussieht. Erst in ein paar Monaten kann man sagen, ob Magath den nächsten Dzeko oder den nächsten Misimovic unter Vertrag genommen hat - oder ein paar Spieler, die in einem halben Jahr wieder gehen dürfen.
Eure Meinung: Welcher Klub ist für Euch der größte Verlierer der Transferphase?
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