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Kopfloses Köln könnte eigentlich viel mehr – „Hinspiel reloaded“ gegen Schalke 04
Erneut setzte es für den FC gegen Schalke eine Klatsche. Dass die Kölner nach Gegentoren immer wieder einbrechen, ist auffällig.
Von Daniel Uebber
Bongarts
Köln. Es ist das alte Spiel: Der 1. FC Köln schafft es nur selten, über 90 Minuten eine konstante Leistung auf den Platz zu bringen. Oft schon haben in dieser Saison Gegentore jegliche Dämme bei den Kölnern brechen lassen. Knappe Ergebnisse sind in Köln daher Mangelware. Die 1:4-Niederlage gegen Huub Stevens‘ Schalke 04 war dafür wieder einmal ein deutlicher Beweis.
Trotz Führung keine drei Punkte – wieder einmal
Zweimal in dieser Saison führte Köln mit 1:0 gegen Schalke 04. Beide Male setzte es für die Kölner am Ende eine schlimme Schlappe. Während die Geißböcke das Hinspiel in der Arena auf Schalke noch mit 1:5 verloren, setzte es beim Rückspiel eine 1:4-Niederlage. „Hinspiel Reloaded“ würden die Fans der Rheinländer wohl dazu sagen – denn wie schon am 3. Spieltag benötigten die Schalker auch im neuen Jahr eigentlich nicht mehr als den Ausgleichstreffer, um die Kölner komplett zu verunsichern. Denn von den Schalkern war beim Topspiel am Samstagabend in Köln nur wenig zu sehen – bis Ciprian Marica zum Ausgleich einköpfte.
Die Kölner waren bis zu jener 60. Spielminute über weite Strecken der Partie die gefährlichere Mannschaft, erspielten sich mit dem 1:0-Führungstreffer von Podolski im Rücken in einigen Kontern die Möglichkeit, auf 2:0 zu erhöhen. Als Marica jedoch traf, stimmte in Köln plötzlich gar nichts mehr. Nichts lief mehr zusammen. Unnötige Ballverluste, beim Versuch, das Mittelfeld zu überbrücken, ermöglichten den Schalkern nun selbst Kontergelegenheiten. Als die Kölner nach dem zweiten Treffer von Marica versuchten, mit langen Bällen Novakovic und Podolski zu erreichen, liefen sie nun den sicher kombinierenden Gelsenkirchenern nur noch hinterher. Das war in dieser Saison kein Einzelfall – und langsam aber sicher muss man die Frage nicht mehr stellen, ob die Spieler des FC ein mentales Problem damit haben, in Rückstand zu geraten. Denn die Antwort liegt auf der Hand – zu viele Beispiele in der Vergangenheit belegen, dass die Kölner mit Rückschlägen nicht umgehen können.

Mangelndes Selbstvertrauen als Ursache?
Sicher, Stale Solbakken hatte es schwer, seiner Mannschaft seine taktischen Vorstellungen einzuimpfen, denn zu oft wurde die Kölner Mannschaft vom Verletzungspech verfolgt. Eine konstante Startelf gibt es in dieser Saison in Köln nicht. Das Problem des Kölner Spiels liegt aber nicht im mangelnden taktischen Verständnis, sondern ist der Tatsache geschuldet, dass sich die Mannschaft zu sehr verunsichern lässt. Nur gegen den Hamburger SV konnten die Kölner ein Spiel drehen. Schlimmer: Nicht nur gegen Schalke schenkte Köln eine Halbzeitführung her: Auch gegen Werder Bremen verloren die Rheinländer noch – trotz einer 2:0-Halbzeitführung.
Gegen Berlin, Bayern, Gladbach und eben Schalke spielten die Kölner solange gut mit, bis die Mannschaft um Lukas Podolski in Rückstand geriet. Dann ließ man sich regelrecht abschlachten und kassierte immer mindestens drei Gegentore. Nun haben die Kölner, die in der Defensive mit Geromel, Sereno, Brecko und Rensing eigentlich gut besetzt sind, die meisten Gegentore in der Liga eingefangen (40). Fraglich ist, ob die Kölner nicht an ihre eigene Stärken glauben. Denn aufgrund ihres effektiven Konterspiels ist es ja nicht so, dass die Kölner noch keine Punkte gesammelt hätten. Mit 21 Zählern rangiert man derzeit auf dem 14. Tabellenplatz und hat mit dem Auswärtsspiel bei den Roten Teufeln aus Kaiserslautern nun ein richtungsweisendes Spiel vor der Brust. Mit einem Sieg könnte man den Vorsprung auf den Relegationsplatz auf sechs Punkte ausbauen, bei einer Niederlage wäre Köln punktgleich mit den Lauterern, die aktuell Rang 16 belegen.
Bei dem Spiel müssen die Kölner auf Superstar Lukas Podolski verzichten, dessen Bänderverletzung am Sprunggelenk wieder aufgebrochen ist. Solbakken rechnet mit einem drei- bis vierwöchigen Ausfalls seines Leistungsträgers. Dem FC bleiben nun nur noch knapp 24 Stunden, um eine Sturmalternative auf dem Transfermarkt zu finden.
Eure Meinung: Worin liegen die Ursachen für die Kölner Leistungsschwankungen und die Verunsicherungen nach Gegentoren? Müssen die Kölner nun gegen den Abstieg kämpfen?
Trotz Führung keine drei Punkte – wieder einmal
Zweimal in dieser Saison führte Köln mit 1:0 gegen Schalke 04. Beide Male setzte es für die Kölner am Ende eine schlimme Schlappe. Während die Geißböcke das Hinspiel in der Arena auf Schalke noch mit 1:5 verloren, setzte es beim Rückspiel eine 1:4-Niederlage. „Hinspiel Reloaded“ würden die Fans der Rheinländer wohl dazu sagen – denn wie schon am 3. Spieltag benötigten die Schalker auch im neuen Jahr eigentlich nicht mehr als den Ausgleichstreffer, um die Kölner komplett zu verunsichern. Denn von den Schalkern war beim Topspiel am Samstagabend in Köln nur wenig zu sehen – bis Ciprian Marica zum Ausgleich einköpfte.
Die Kölner waren bis zu jener 60. Spielminute über weite Strecken der Partie die gefährlichere Mannschaft, erspielten sich mit dem 1:0-Führungstreffer von Podolski im Rücken in einigen Kontern die Möglichkeit, auf 2:0 zu erhöhen. Als Marica jedoch traf, stimmte in Köln plötzlich gar nichts mehr. Nichts lief mehr zusammen. Unnötige Ballverluste, beim Versuch, das Mittelfeld zu überbrücken, ermöglichten den Schalkern nun selbst Kontergelegenheiten. Als die Kölner nach dem zweiten Treffer von Marica versuchten, mit langen Bällen Novakovic und Podolski zu erreichen, liefen sie nun den sicher kombinierenden Gelsenkirchenern nur noch hinterher. Das war in dieser Saison kein Einzelfall – und langsam aber sicher muss man die Frage nicht mehr stellen, ob die Spieler des FC ein mentales Problem damit haben, in Rückstand zu geraten. Denn die Antwort liegt auf der Hand – zu viele Beispiele in der Vergangenheit belegen, dass die Kölner mit Rückschlägen nicht umgehen können.

Mangelndes Selbstvertrauen als Ursache?
Sicher, Stale Solbakken hatte es schwer, seiner Mannschaft seine taktischen Vorstellungen einzuimpfen, denn zu oft wurde die Kölner Mannschaft vom Verletzungspech verfolgt. Eine konstante Startelf gibt es in dieser Saison in Köln nicht. Das Problem des Kölner Spiels liegt aber nicht im mangelnden taktischen Verständnis, sondern ist der Tatsache geschuldet, dass sich die Mannschaft zu sehr verunsichern lässt. Nur gegen den Hamburger SV konnten die Kölner ein Spiel drehen. Schlimmer: Nicht nur gegen Schalke schenkte Köln eine Halbzeitführung her: Auch gegen Werder Bremen verloren die Rheinländer noch – trotz einer 2:0-Halbzeitführung.
Gegen Berlin, Bayern, Gladbach und eben Schalke spielten die Kölner solange gut mit, bis die Mannschaft um Lukas Podolski in Rückstand geriet. Dann ließ man sich regelrecht abschlachten und kassierte immer mindestens drei Gegentore. Nun haben die Kölner, die in der Defensive mit Geromel, Sereno, Brecko und Rensing eigentlich gut besetzt sind, die meisten Gegentore in der Liga eingefangen (40). Fraglich ist, ob die Kölner nicht an ihre eigene Stärken glauben. Denn aufgrund ihres effektiven Konterspiels ist es ja nicht so, dass die Kölner noch keine Punkte gesammelt hätten. Mit 21 Zählern rangiert man derzeit auf dem 14. Tabellenplatz und hat mit dem Auswärtsspiel bei den Roten Teufeln aus Kaiserslautern nun ein richtungsweisendes Spiel vor der Brust. Mit einem Sieg könnte man den Vorsprung auf den Relegationsplatz auf sechs Punkte ausbauen, bei einer Niederlage wäre Köln punktgleich mit den Lauterern, die aktuell Rang 16 belegen.
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