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Köln bricht ein und Huntelaar träumt: „Dortmund und Bayern müssen mit uns rechnen“
Der FC hielt lange Stand gegen S04, doch brach am Ende wieder einmal ein. Nach bereits vierzig Gegentoren, kämpft Köln um die Klasse, währen die Knappen auf die Schale starren.
Von Francois Duchateau
Getty Images
Köln. Der 1. FC Köln hat das Samstagstopspiel gegen Mit-Spitzenreiter Schalke in symptomatischer Manier verloren und hat kommende Woche gegen den 1. FC Kaiserslautern ein wahres Entscheidungsspiel im Klassenkampf vor der Brust, während S04 den Meistertraum aufrecht erhält. Wieder brachen die Domstädter nach vermeidbaren Gegentoren ein, wieder war man von den Geistesblitzen Podolskis abhängig.
Podolski macht das Spiel
„Der Prinz“ brachte die „Geißböcke“ früh in Führung, nachdem Mato Jajalo stark im Mittelfeld den Ball erobert hatte (4.). Der Nationalspieler war wieder einmal lange Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Rheinländer. Passend zur Rückennummer zehn ließ Podolski sich weit ins Mittelfeld fallen und agierte als fleißiger Spielmacher, der sich selbst aktiv ins Offensivspiel einschaltete.
Obwohl das Niveau im Laufe der ersten Hälfte abebbte, hatte der FC die Knappen weitgehend im Griff, die lediglich durch einen Matip-Kopfball nach einem Freistoß gefährlich in Erscheinung traten. Podolski selbst war es jedoch, der es verpasste, vor der Pause das vorentscheide 2:0 zu erzielen.
FC-Linksverteidiger Christian Eichner ärgert sich über den Einbruch seiner Mannschaft nach der Pause: „Das Dramatische ist die Höhe. Wir haben zu einem dummen Zeitpunkt das Gegentor bekommen, das zweite relativ zeitnah danach“, so der Ex-Hoffenheimer gegenüber Goal.com. „Ich sage ganz ehrlich: Wir haben die ein oder andere Minute gebraucht, um das zu verarbeiten. Wir hatten vielleicht eine halbe Chance im gegnerischen Sechzehner, aber mit dem Elfmeter war das Ding natürlich durch zu zehnt. Dann ist natürlich das aufgetreten, was uns nicht passieren darf in der Situation: Dass wir mit jedem Angriff eine Topchance von Schalke zulassen und dann immer ein bisschen weiter nach hinten gewichen sind.“
Eichner: „Das dramatische ist die Höhe“
„Eingebrochen sind wir erst nach dem dritten Tor“, so Eichner. „Da sind wir gar nicht mehr an die Leute rangekommen, was in der Stunde davor eigentlich ziemlich ordentlich gelungen ist. So Leute wie Obasi und Draxler, die ständig in Bewegung sind, da musst du dran sein, sonst sind sie gefährlich.“
Vierzig Gegentore sprechen eine deutliche Sprache beim FC. Stale Solbakken muss beinahe jede Woche eine neue Viererkette aufbieten, Konstanz ist so nicht möglich. Dass die Gegentorflut nach den Auswechselungen entstand, will Eichner nicht überbewerten: „Wir tun als Mannschaft, die auf dem Platz steht, ziemlich gut daran, das nicht an irgendeiner Auswechslung aufzuhängen. Das wäre in der Situation das mit Abstand Dümmste, was man machen kann.“
Knackpunkt Unnerstall
Huub Stevens reagierte zur Halbzeit richtig, nahm den unsicheren Uchida aus dem Spiel und stellte das System um. Ein offener Schlagabtausch entwickelte sich, bei dem die „Knappen“ die nötige Portion Fortüne auf ihrer Seite hatte: Gerade als Köln auf das 2:0 pochte, fiel der Ausgleich. Lars Unnerstall zeigte in gleich zwei Schlüsselmomenten seine wahre Stärke und hielt seine Mannschaft mit entscheidenden Paraden im Rennen. Die Solbakken-Elf war zwar eine Stunde präsent, doch brach nach Gegentoren wieder einmal ein.

Toptorjäger Klaas-Jan Huntelaar lobt gegenüber Goal.com die taktische Coolness, mit der die personell geschwächten Gelsenkirchener nach der Pause agierten. „In der zweiten Hälfte haben wir das System ein bisschen geändert. Nach der Pause haben wir 4-4-2 mit Raute im Mittelfeld gespielt und das hat besser geklappt. Was diese Aufholjagd über den Charakter aussagt? Dass wir gut gespielt haben, vor allem in der zweiten Halbzeit! Zuvor waren wir nicht da, nicht aggressiv genug und zu weit voneinander weg. Wir haben einfach schlecht gespielt. Die zweite Hälfte war super, da haben wir dominiert.“
„Dortmund und Bayern müssen mit uns rechnen“
Schalke unterstreicht seinen Titelanspruch: „Wir sind oben dabei“, so der Niederländer. „Aber wir wollen das ganze Spiel dominieren, dann können wir noch souveräner gewinnen. Der Unterschied zwischen erster und zweiter Hälfte war zu groß. Ja, Dortmund und Bayern müssen mit uns rechnen. Wir machen unsere Arbeit und dann sehen wir, was passiert.“
Auch Keeper Lars Unnerstall, der immer mehr Argumente sammelt, dauerhaft die Nummer eins auf Schalke zu bleiben, sieht Verbesserungspotenzial: „Wir haben zu viele Fehler gemacht, zu wenig nach vorne gespielt. In der zweiten Hälfte haben wir das geändert“, analysierte der Keeper nach Abpfiff gegenüber Goal.com. „Ich denke wir sind jetzt oben dabei und das ist auch gut so. Das wollen wir beibehalten. Aber man hat in der ersten Hälfte gesehen, dass wir noch nicht so stabil sind und dass wir da noch etwas aufzuarbeiten haben.“
Eure Meinung: Wie lange kann Schalke im Titelrennen mitmischen? Wo muss sich Köln orientieren?
Podolski macht das Spiel
„Der Prinz“ brachte die „Geißböcke“ früh in Führung, nachdem Mato Jajalo stark im Mittelfeld den Ball erobert hatte (4.). Der Nationalspieler war wieder einmal lange Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Rheinländer. Passend zur Rückennummer zehn ließ Podolski sich weit ins Mittelfeld fallen und agierte als fleißiger Spielmacher, der sich selbst aktiv ins Offensivspiel einschaltete.
Obwohl das Niveau im Laufe der ersten Hälfte abebbte, hatte der FC die Knappen weitgehend im Griff, die lediglich durch einen Matip-Kopfball nach einem Freistoß gefährlich in Erscheinung traten. Podolski selbst war es jedoch, der es verpasste, vor der Pause das vorentscheide 2:0 zu erzielen.
FC-Linksverteidiger Christian Eichner ärgert sich über den Einbruch seiner Mannschaft nach der Pause: „Das Dramatische ist die Höhe. Wir haben zu einem dummen Zeitpunkt das Gegentor bekommen, das zweite relativ zeitnah danach“, so der Ex-Hoffenheimer gegenüber Goal.com. „Ich sage ganz ehrlich: Wir haben die ein oder andere Minute gebraucht, um das zu verarbeiten. Wir hatten vielleicht eine halbe Chance im gegnerischen Sechzehner, aber mit dem Elfmeter war das Ding natürlich durch zu zehnt. Dann ist natürlich das aufgetreten, was uns nicht passieren darf in der Situation: Dass wir mit jedem Angriff eine Topchance von Schalke zulassen und dann immer ein bisschen weiter nach hinten gewichen sind.“
Eichner: „Das dramatische ist die Höhe“
„Eingebrochen sind wir erst nach dem dritten Tor“, so Eichner. „Da sind wir gar nicht mehr an die Leute rangekommen, was in der Stunde davor eigentlich ziemlich ordentlich gelungen ist. So Leute wie Obasi und Draxler, die ständig in Bewegung sind, da musst du dran sein, sonst sind sie gefährlich.“
Vierzig Gegentore sprechen eine deutliche Sprache beim FC. Stale Solbakken muss beinahe jede Woche eine neue Viererkette aufbieten, Konstanz ist so nicht möglich. Dass die Gegentorflut nach den Auswechselungen entstand, will Eichner nicht überbewerten: „Wir tun als Mannschaft, die auf dem Platz steht, ziemlich gut daran, das nicht an irgendeiner Auswechslung aufzuhängen. Das wäre in der Situation das mit Abstand Dümmste, was man machen kann.“
Knackpunkt Unnerstall
Huub Stevens reagierte zur Halbzeit richtig, nahm den unsicheren Uchida aus dem Spiel und stellte das System um. Ein offener Schlagabtausch entwickelte sich, bei dem die „Knappen“ die nötige Portion Fortüne auf ihrer Seite hatte: Gerade als Köln auf das 2:0 pochte, fiel der Ausgleich. Lars Unnerstall zeigte in gleich zwei Schlüsselmomenten seine wahre Stärke und hielt seine Mannschaft mit entscheidenden Paraden im Rennen. Die Solbakken-Elf war zwar eine Stunde präsent, doch brach nach Gegentoren wieder einmal ein.

Toptorjäger Klaas-Jan Huntelaar lobt gegenüber Goal.com die taktische Coolness, mit der die personell geschwächten Gelsenkirchener nach der Pause agierten. „In der zweiten Hälfte haben wir das System ein bisschen geändert. Nach der Pause haben wir 4-4-2 mit Raute im Mittelfeld gespielt und das hat besser geklappt. Was diese Aufholjagd über den Charakter aussagt? Dass wir gut gespielt haben, vor allem in der zweiten Halbzeit! Zuvor waren wir nicht da, nicht aggressiv genug und zu weit voneinander weg. Wir haben einfach schlecht gespielt. Die zweite Hälfte war super, da haben wir dominiert.“
„Dortmund und Bayern müssen mit uns rechnen“
Schalke unterstreicht seinen Titelanspruch: „Wir sind oben dabei“, so der Niederländer. „Aber wir wollen das ganze Spiel dominieren, dann können wir noch souveräner gewinnen. Der Unterschied zwischen erster und zweiter Hälfte war zu groß. Ja, Dortmund und Bayern müssen mit uns rechnen. Wir machen unsere Arbeit und dann sehen wir, was passiert.“
Auch Keeper Lars Unnerstall, der immer mehr Argumente sammelt, dauerhaft die Nummer eins auf Schalke zu bleiben, sieht Verbesserungspotenzial: „Wir haben zu viele Fehler gemacht, zu wenig nach vorne gespielt. In der zweiten Hälfte haben wir das geändert“, analysierte der Keeper nach Abpfiff gegenüber Goal.com. „Ich denke wir sind jetzt oben dabei und das ist auch gut so. Das wollen wir beibehalten. Aber man hat in der ersten Hälfte gesehen, dass wir noch nicht so stabil sind und dass wir da noch etwas aufzuarbeiten haben.“
Eure Meinung: Wie lange kann Schalke im Titelrennen mitmischen? Wo muss sich Köln orientieren?
Goal.com-Flutlicht
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