|
|
Gestatten, Francois Affolter: Werder Bremens neue Abwehrhoffnung
Ein Youngster aus Bern soll es also richten und die Abwehr von Werder Bremen nicht nur qualitativ, sondern auch quantitativ verstärken. Wir stellen Euch Francois Affolter vor.
Von Falko Blöding
Getty
Bremen. Geschäftsführer Klaus Allofs lachte sich ins Fäustchen: Beim Transfer von Francois Affolter hatte er unter der Woche die versammelte Medienschar ins Leere laufen lassen. Bis kurz vor der Verkündung des Wechsels war Affolter nie mit Werder Bremen in Verbindung gebracht worden, nun stand der Schweizer plötzlich auf der Matte. Ausgeliehen von den Young Boys Bern für 500.000 Euro bis zum Jahresende, anschließend haben die Hanseaten eine Kaufoption. Aber wer ist dieser 20-Jährige der nach den Ausfällen von Naldo und Sebastian Prödl und dem Verkauf Andreas Wolfs die Bremer Defensive stabilisieren soll.
Affolter ist kein großer Name, soviel steht zunächst fest. Er ist kein Douglas (FC Twente) oder Vasilis Torosidis (Olympiakos Piräus), die auf Anhieb jede Menge Erfahrung mit an die Weser gebracht hätten. Werders neuer Schweizer ist dagegen ein 20-Jähriger, der zuletzt bei seinem Klub in der Axpo Super League nicht einmal erste Wahl war. Dennoch, der 20-Jährige gilt als talentiert und ist ein Transfer, wie er ins Bremer Beuteschema passt: hochveranlagt, entwicklungsfähig, zu günstigen Konditionen verfügbar.
Oliver Bowalle, langjähriger Beobachter der Schweizer Liga ist sicher, dass Werder mit Affolter einen guten Griff getan hat. Im Gespräch mit Goal.com erklärte er die Spielweise des Neu-Bremers: „Francois Affolter ist für sein Alter ein sehr ruhiger und abgeklärter Verteidiger. Ebenfalls ist er beidfüssig. Seine grösste Waffe ist seine Schnelligkeit trotz seiner Grösse von 1,86 Metern. Was ihm noch etwas abgeht, oder wo sich teilweise Fehler einschleichen, ist sein Stellungsspiel.“
Das deckt sich mit der Einschätzung, die Affolter selbst beim Pressegespräch nach seiner offiziellen Vorstellung abgab. Da meinte er: „Ich bin zwar für einen Innenverteidiger nicht sehr kräftig, aber ich kann schon Zweikämpfe gewinne. Ich bin sehr beweglich und sehr schnell, auch mit dem Ball. Meine beste Qualität ist meine Ruhe, nicht nur auf dem Platz. Ich bin ein ruhiger Typ.“
Eine Frage, die sich viele Bremer Fans stellen: Wenn der Junge, der amtierender Vize-U-21-Europameister ist und bereits vier Länderspiele für die „Nati“ absolviert hat, über solch gute Anlagen verfügt, wieso kam er dann in Bern nicht zum Zuge. Oliver Bowalle erklärt dies mit Trainer Christian Gross. Der Ex-Coach vom VfB Stuttgart ließ in der Innenverteidigung meist das routinierte Duo Alain Nef/Dusan Veskovac ran. „Gross wollte nichts abrennen lassen und setzte eher auf erfahrene Leute. Er stand halt selber unter Druck“, so Bowalle.
Dabei hatte Affolter seine Visitenkarte auch auf der großen Bühne bereits abgegeben. Zu Beginn der Saison 2010/11 lieferte er mit seinen Young Boys in der Qualifikation zur Gruppenphase der Champions League ein begeisterndes Match gegen den großen Favoriten Tottenham Hotspur ab. Übrigens spielte er damals an der Seite des heutigen Kölner Ammar Jemal. Affolter überzeugte, die Berner siegten schließlich mit 3:2 und schieden schließlich im Rückspiel aus. „Das war ganz klar sein bestes Spiel“, lobte Bowalle Affolters Auftritt in der Heimpartie gegen die „Spurs“.
Bremen ist für Affolter eine große Möglichkeit, europaweit auf sich aufmerksam zu machen. Kein Wunder, dass Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld ihm per SMS zum Wechsel nach Bremen riet. „Das ist eine große Chance für mich. Bei Young Boys hätte ich nicht mehr viel gespielt. Jetzt spiele ich bei einem deutschen Spitzenclub. Ich bin sehr stolz, hier zu sein und freue mich auf die nächsten Tage“, konstatierte Affolter. Ziele wollte er noch nicht formulieren. Oliver Bowalle sagte unserer Seite dazu: „Sein grosses Ziel ist Olympia in London 2012 mit der U21 und er wird alles daran setzen zu spielen. Auch bei Werder.“
Was zudem aus Bremer Sicht kein Nachteil ist: Affolter ist zwar in der Innenverteidigung zu Hause, kann zur Not aber auch auf den Flügeln aushelfen und hat bereits ein paar Erfahrungen in zentraler Position vor der Abwehr gesammelt. Ein Pluspunkt angesichts der aktuellen Verletzungsmisere im Kader von Trainer Thomas Schaaf.
Ob Affolter am Samstag in der Bundesliga gegen Bayer Leverkusen sein Debüt geben darf, ist indes noch nicht klar. In jedem Fall dürfte er einen Platz auf der Bank einnehmen. Die weiteren (fitten) Kandidaten für die Defensivzentrale heißen Sokratis und Mikael Silvestre. Affolter steht jedenfalls im Saft: „Wir haben vor 20 Tagen mit der Vorbereitung begonnen. Ich fühle mich gut. Ich habe auch zwei Testspiele gemacht, zuletzt gegen Dynamo Kiew. Ich habe durchgespielt und eine gute Leistung gebracht. Das Selbstvertrauen ist da und der Wille sowieso“, bot sich der Neuzugang bereits an.
Affolter ist kein großer Name, soviel steht zunächst fest. Er ist kein Douglas (FC Twente) oder Vasilis Torosidis (Olympiakos Piräus), die auf Anhieb jede Menge Erfahrung mit an die Weser gebracht hätten. Werders neuer Schweizer ist dagegen ein 20-Jähriger, der zuletzt bei seinem Klub in der Axpo Super League nicht einmal erste Wahl war. Dennoch, der 20-Jährige gilt als talentiert und ist ein Transfer, wie er ins Bremer Beuteschema passt: hochveranlagt, entwicklungsfähig, zu günstigen Konditionen verfügbar.
Oliver Bowalle, langjähriger Beobachter der Schweizer Liga ist sicher, dass Werder mit Affolter einen guten Griff getan hat. Im Gespräch mit Goal.com erklärte er die Spielweise des Neu-Bremers: „Francois Affolter ist für sein Alter ein sehr ruhiger und abgeklärter Verteidiger. Ebenfalls ist er beidfüssig. Seine grösste Waffe ist seine Schnelligkeit trotz seiner Grösse von 1,86 Metern. Was ihm noch etwas abgeht, oder wo sich teilweise Fehler einschleichen, ist sein Stellungsspiel.“
Das deckt sich mit der Einschätzung, die Affolter selbst beim Pressegespräch nach seiner offiziellen Vorstellung abgab. Da meinte er: „Ich bin zwar für einen Innenverteidiger nicht sehr kräftig, aber ich kann schon Zweikämpfe gewinne. Ich bin sehr beweglich und sehr schnell, auch mit dem Ball. Meine beste Qualität ist meine Ruhe, nicht nur auf dem Platz. Ich bin ein ruhiger Typ.“
| STECKBRIEF | Francois Affolter (Werder Bremen & Schweiz) |
INFO: Werder hat Affolter bis zum 31.12.12 ausgeliehen, die Kaufoption liegt zwischen 1,5 und 2 Millionen Euro. |
|
Eine Frage, die sich viele Bremer Fans stellen: Wenn der Junge, der amtierender Vize-U-21-Europameister ist und bereits vier Länderspiele für die „Nati“ absolviert hat, über solch gute Anlagen verfügt, wieso kam er dann in Bern nicht zum Zuge. Oliver Bowalle erklärt dies mit Trainer Christian Gross. Der Ex-Coach vom VfB Stuttgart ließ in der Innenverteidigung meist das routinierte Duo Alain Nef/Dusan Veskovac ran. „Gross wollte nichts abrennen lassen und setzte eher auf erfahrene Leute. Er stand halt selber unter Druck“, so Bowalle.
Dabei hatte Affolter seine Visitenkarte auch auf der großen Bühne bereits abgegeben. Zu Beginn der Saison 2010/11 lieferte er mit seinen Young Boys in der Qualifikation zur Gruppenphase der Champions League ein begeisterndes Match gegen den großen Favoriten Tottenham Hotspur ab. Übrigens spielte er damals an der Seite des heutigen Kölner Ammar Jemal. Affolter überzeugte, die Berner siegten schließlich mit 3:2 und schieden schließlich im Rückspiel aus. „Das war ganz klar sein bestes Spiel“, lobte Bowalle Affolters Auftritt in der Heimpartie gegen die „Spurs“.
Bremen ist für Affolter eine große Möglichkeit, europaweit auf sich aufmerksam zu machen. Kein Wunder, dass Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld ihm per SMS zum Wechsel nach Bremen riet. „Das ist eine große Chance für mich. Bei Young Boys hätte ich nicht mehr viel gespielt. Jetzt spiele ich bei einem deutschen Spitzenclub. Ich bin sehr stolz, hier zu sein und freue mich auf die nächsten Tage“, konstatierte Affolter. Ziele wollte er noch nicht formulieren. Oliver Bowalle sagte unserer Seite dazu: „Sein grosses Ziel ist Olympia in London 2012 mit der U21 und er wird alles daran setzen zu spielen. Auch bei Werder.“
| „Gross wollte nichts abrennen lassen und setzte eher auf erfahrene Leute. Er stand halt selber unter Druck.“ - Oliver Bowalle
|
Was zudem aus Bremer Sicht kein Nachteil ist: Affolter ist zwar in der Innenverteidigung zu Hause, kann zur Not aber auch auf den Flügeln aushelfen und hat bereits ein paar Erfahrungen in zentraler Position vor der Abwehr gesammelt. Ein Pluspunkt angesichts der aktuellen Verletzungsmisere im Kader von Trainer Thomas Schaaf.
Ob Affolter am Samstag in der Bundesliga gegen Bayer Leverkusen sein Debüt geben darf, ist indes noch nicht klar. In jedem Fall dürfte er einen Platz auf der Bank einnehmen. Die weiteren (fitten) Kandidaten für die Defensivzentrale heißen Sokratis und Mikael Silvestre. Affolter steht jedenfalls im Saft: „Wir haben vor 20 Tagen mit der Vorbereitung begonnen. Ich fühle mich gut. Ich habe auch zwei Testspiele gemacht, zuletzt gegen Dynamo Kiew. Ich habe durchgespielt und eine gute Leistung gebracht. Das Selbstvertrauen ist da und der Wille sowieso“, bot sich der Neuzugang bereits an.
Bleibe am Ball und sei Teil des größten Fußball-Netzwerkes der Welt: Folge Goal.com auf
oder werde Fan von Goal.com auf
!
Transfermarkt LIVE! Alle Winterwechsel auf Goal.com!
Wie bleibt ihr unterwegs am Ball? Verpasst kein Ergebnis mehr!
Transfermarkt LIVE! Alle Winterwechsel auf Goal.com!
Wie bleibt ihr unterwegs am Ball? Verpasst kein Ergebnis mehr!
Goal.com-Flutlicht
/* empty because this one does not have controls */?>
-
Teenager-Tränen: Als Cristiano Ronaldo bei der Heim-EM 2004 nur Zweiter wurde
EXKLUSIV - Goal.com veröffentlicht exklusive Inhalte aus Luca Caiolis Buch „Ronaldo: Leidenschaft zur Perfektion“. Heute dreht sich alles um das Finale der EM 2004.
-
EXKLUSIV - Higuain-Berater stellt klar: „Gonzalo wird Real Madrid nicht verlassen.“
EXKLUSIV – Der Agent von Stürmerstar Gonzalo Higuian schiebt den Wechselspekulationen um seinen Schützling gegenüber Goal.com einen Riegel vor.
-
Sieger, Enttäuschungen, Torschützenkönig: Die Goal.com-Redaktionstipps zur EM
Bald geht es endlich los - der Startschuss zur Euro fällt! Die Goal.com-Redaktion hat im Kicktipp-EM-Spezial einmal einige Szenarien durchgespielt und diverse Tipps abgegeben.
-
Starte dein eigenes Tippspiel auf Kicktipp.de!
Ob Bundesliga, Fußball International oder EM 2012 - Tippe jetzt online gegen Freunde und Kollegen in deiner eigenen Tipprunde