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Lucio, Papiss Cisse, Mesut Özil und die zehn besten Januar-Transfers der Bundesliga
Volltreffer oder Griff daneben? Bei Transfers im Winter muss immer alles passen, schließlich kommen die Neuzgänge mitten in der Saison. Hier ist unsere Bundesliga-Top-Ten!
Von Falko Blöding
1. FSV Mainz 05, Ajax Amsterdam, Bayer 04 Leverkusen, Borussia Mönchengladbach, BV Borussia Dortmund, CSKA Sofia, FC Metz, Gençlerbirliği , Hamburger SV, Internacional, PFC CSKA Moskva, SC Freiburg, Schalke 04, Sparta Prag, VfL Bochum, Werder Bremen, Dimitar Berbatov, Papiss Cissé, Mohamed Zidan, Nigel De Jong, Tomas Rosicky, Mesut Özil, Lucio, Ivica Olic, Filip Daems
Getty Images
Berlin. Der Januar ist der Monat für Schönheitskorrekturen. Für vier Wochen öffnet der Transfermarkt seine Pforten und für die Klubverantwortlichen ist es die Gelegenheit, auf Verletzungsprobleme oder Formschwächen zu reagieren.
Dabei entpuppte sich so manche Neuverpflichtung als wahrer Glücksgriff. Ob zum kurzfristigen Erreichen der Ziele oder auf dem Weg zum langfristigen Erfolg, die folgenden zehn Spieler haben es in unsere Auswahl der besten Wintertransfers seit der Jahrtausendwende geschafft:

In Bremen hatte es Zidan nicht leicht, hinter Miroslav Klose und Ivan Klasnic kam er nur selten zum Zug. Nachdem der dribbelstarke Ägypter bereits die Saison 2005/06 erfolgreich auf Leihbasis in Mainz verbracht hatte, streckten sich die 05 ein halbes Jahr später finanziell und verpflichteten den technisch beschlagenen Angreifer fix. Die Ablöse von 2,8 Millionen Euro bedeutet bis heute einen Vereinsrekord für die Rheinhessen.
Zidan spielte am Bruchweg unter seinem Förderer Jürgen Klopp eine überragende Rückserie und erzielte 13 Tore in 15 Partien. Den Abstieg aus der Bundesliga konnte aber auch er nicht verhindern. Dennoch, seine Leistungen schraubten den Martwert enorm in die Höhe und Mainz verkaufte ihn nach nur sechs Monaten für 5,8 Millionen Euro an den Hamburger SV.

Wenn man Thomas Christiansen als „Wandervogel“ bezeichnet, dann tut man ihm damit nicht Unrecht: Zehn Stationen als Profi hatte der Angreifer bereits hinter sich, als er 2001 in Bochum anheuerte. Für kleines Geld geholt, avancierte der Däne, der auch den spanischen Pass besitzt und drei Länderspiele für die „Seleccion“ absolvierte, zum Glücksgriff für den VfL.
Christiansen hatte zwar zunächst Anpassungsschwierigkeiten und stieg mit Bochum ab, doch bereits im Folgejahr erzielte er 17 Treffer und sorgte so für die direkte Rückkehr ins Oberhaus. Doch es kam noch besser, denn auf Anhieb gelangen heutigen Assistenztrainer von Xamax Neuchatel 21 Tore in der Bundesliga und damit schnappte er sich völlig überraschend die Torjägerkanone. Anschließend wechselte er für 2,5 Millionen Euro zu Hannover 96, wo er wegen verschiedener Verletzungen jedoch nicht mehr an seine Leistungen aus den VfL-Tagen anknüpfen konnte.

Als weitgehend unbeschriebenes Blatt kam der bereits 27-jährige Stürmer Ivica Olic 2007 zum Hamburger SV. Er erzielte in der Rückrunde 2006/07 fünf Tore und hatte mit seinen Leistungen großen Anteil daran, dass der „Dino“ der Bundesliga erstklassig blieb.
Schnell avancierte Olic aufgrund seiner Spielweise zum Publikumsliebling. Der nimmermüde Nationalspieler (76 Einsätze, 15 Tore für Kroatien) absovierte stets ein immenses Laufpensum und war gleichermaßen Vollstrecker und Vorbereiter. Zudem gelang ihm im Okotber 2007 gegen den VfB Stuttgart ein lupenreiner Hattrick: Das hatte zuvor im Dress der „Rothosen“ noch niemand geschafft. Dementsprechend groß war die Trauer, als er im Frühjahr 2009 seinen ablösefreien Wechsel zum FC Bayern bekanntgab.

Im Sommer 2006 lief der Vertrag von Nigel De Jong bei Ajax Amsterdam aus. Zahlreiche Klubs hatten Interessen an dem ablösefreien Abräumer. Darunter auch der HSV und Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer zahlte noch im Winter 1,5 Millionen Euro, um De Jong sicher an die Alster zu holen.
Der beinharte Mittelfeldspieler nahm in Hamburg die erwünschte Entwicklung und bescherte den Hanseaten unter anderem mit seinem Treffer in der Champions-League-Quali gegen Osasuna die Teilnahme an der Königsklasse. Der heutige Vize-Weltmeister und 56-malige Nationalspieler kehrte Hamburg schließlich nach drei Jahren den Rücken und wechselte für 19 Millionen Euro ins Starensemble von Manchester City.

Glücksgriffe müssen nicht teuer sein. Bestes Beispiel dafür ist Filip Daems. Der Belgier gehörte zu einem wahren Arsenal an Spielern, das im Winter 2005 an den Bökelberg gelotst wurde. Darunter waren unter anderem Craig Moore, Wesley Sonck, Casey Keller, Jörg Böhme oder Giovane Elber. Während die meisten von ihnen schnell wieder weg waren, ist Daems noch immer da.
Der Belgier entwickelte sich vom Stammspieler zur Führungskraft und ist mittlerweile nicht nur einer der sichersten Elfmeterschützen der Liga, sondern auch der Kapitän seines Klubs. Daems hat in der letzten Saison, trotz fortgeschrittenen Fußballeralters, einen weiteren Schritt nach vorn gemacht und sogar seinen hochgehandelten Konkurrenten Oscar Wendt in die Schranken gewiesen.

Schon früh eilte Tomas Rosicky europaweit der Ruf voraus, eines der größten Talente auf der Position des Spielmachers zu sein. Den Zuschlag erhielt 2001 der BVB, der eine hohe Ablöse für den offensiven Mittelfeldspieler hinblätterte. Es sollte sich nach eineinhalb Jahren bereits lohnen, denn mit Marcio Amoroso, Jan Koller und Ewerthon bildete Rosicky ein brillantes Offensiv-Quartett und Borussia Dortmund gewann die Meisterschaft.
Regelmäßig trudelten Offerten aus dem Ausland für Rosicky in Dortmund ein, doch die Borussia wollte ihren Regisseur unter keinen Umständen abgeben. 2004 sollen die Westfalen ein Angebot des FC Chelsea über 30 Millionen Euro abgelehnt haben. Rosicky litt jedoch zusehends unter Verletzungsproblemen, dazu gesellten sich die finanziellen Schwierigkeiten seines Klubs. Ende vom Lied: Das „Schnitzel“ wurde im Sommer 2006 unter Marktwert an den FC Arsenal verkauft.

Als Juwel kam Dimitar Berbatov aus Sofia nach Leverkusen. Der technisch beschlagene Stürmer war in ganz Europa begehrt, entschied sich jedoch für einen Transfer zu Bayer. Dort hatte er schnell den Ruf eines Chancentods weg, schließlich gelangen ihm im ersten halben Jahr in Deutschland keine Tore.
Den erhofften Entwicklungssprung machte Berbatov zur Saison 2003/04: In den folgenden drei Spielzeiten markierte er in 100 Spielen 57 Treffer und lieferte zudem 24 Assists. Für 16 Millionen Euro wechselte der Rekordtorschütze der bulgarischen Nationalmannschaft schließlich 2006 in die Premier League zu Tottenham Hotspur. Mittlerweile spielt der siebenfache bulgarische Fußballer des Jahres beim englischen Rekordmeister Manchester United.

Dass Mesut Özil enormes Talent besitzt, wurde auch bei seinem Jugendklub Schalke 04 nie bestritten. Dennoch fühlte sich der gebürtige Gelsenkirchener bei den „Königsblauen“ nicht ausreichend gewürdigt und gefördert. Zudem fanden Details aus den Vertragsverhandlungen ihren Weg in die Presse, Özil wurde zum raffgierigen Jungprofi abgestempelt.
Werder Bremen sah die Chance und ergriff sie: Die Hanseaten kauften das Juwel für stattliche 4,2 Millionen Euro. An der Seite und im Schatten Diegos entwickelte Özil sich prächtig, sammelte Erfahrungen in der Champions League und schoss Werder mit seinem Tor im Endspiel 2009 zum Pokalsieg. So war er auch bald in der Nationalelf ein Thema und entwickelte sich auch dort zur Stammkraft.
Spätestens nach seiner starken Saison 2009/10 und der überragenden Weltmeisterschaft in Südafrika, war der elegante Mittelfeldspieler begehrt. Mit noch einem Jahr Vertragslaufzeit stand Werder unter Druck und verkaufte ihn schließlich für 17 Millionen Euro an Real Madrid.

Mit einem halben Jahr Verspätung lotste der SC Freiburg 2010 Papiss Demba Cisse in den Breisgau. Im Sommer zuvor hatte sich der Bundesligist mit Cisses Arbeitgeber, dem FC Metz, nicht auf eine Ablöse für den Angreifer aus dem Senegal verständigen können. Nun einigten sich die Klubs auf 1,5 Millionen Euro und dieses Geld war aus Sicht der Freiburger glänzend angelegt.
Nach sechs Toren in seinem ersten SC-Halbjahr explodierte Cisse förmlich und markierte in der Saison 2010/11 satte 22 Tore in 32 Partien. Es folgten weitere neun Treffer in den 17 Hinrundenspielen dieser Saison. Cisse ist nun Freiburger Rekordtorschütze und der Afrikaner, dem in einer Saison in Deutschland die meisten Treffer gelangen. Kein Wunder, dass dies Begehrlichkeiten weckte und der SC den Stürmer vor wenigen Wochen in Richtung Newcastle ziehen lassen musste. Die Ablöse von zwölf Millionen Euro dürfte über den Verlust aber zumindest einigermeraßen hinwegtrösten.

Das Risiko war groß, als Bayer Leverkusen im Winter 2001 acht Millionen Euro in die Hand nahm, um den jungen Brasilianer Lucio nach Europa zu holen. Doch es zahlte sich aus: Lucio avancierte zum absoluten Volltreffer und einem der besten Spieler, die in der letzten Dekade in der Bundesliga unterwegs waren. Auf Anhieb bildete er mit Jens Nowotny eine bärenstarke Innenverteidigung und im Sommer 2002 stand er im Finale der Champions League und gewann mit der „Selecao“ den WM-Titel.
Ein Jahr lang konnte Leverkusen dem Werben um den knallharten Zweikämpfer noch widerstehen, dann verabschiedete Lucio sich für zwölf Millionen Euro zum FC Bayern, wo er jahrelang eine prägende Figur war. Mittlerweile spielt der Kapitän der brasilianischen Nationalmannschaft bei Inter Mailand, dort gewann er 2010 das Triple.
Weitere Spitzentransfers, die im Winter getätigt wurden, waren:
Ewerthon (von Corinthians zu Borussia Dortmund, 7,3 Millionen Euro)
Rigobert Song (von West Ham United zum 1. FC Köln, Leihe, 1 Millionen Euro)
Diego Klimowicz (von CA Lanus zum VfL Wolfsburg, 3 Millionen Euro)
Fernando Meira (von Benfica Lissabon zum VfB Stuttgart, 7,5 Millionen Euro)
Mikael Forssell (vom CF Chelsea an Borussia Mönchengladbach, Leihe, 500.00 Euro)
Jaroslav Drobny (von vereinslos zum VFL Bochum, ablösefrei)
Diego Benaglio (Von CD Nacional zum VfL Wolfsburg, 1,5 Millionen Euro)
Raffael (vom FC Zürich zu Hertha BSC, 4,3 Millionen Euro)
Dante (von Standard Lüttich zu Borussia Mönchengladbach, 2,5 Millionen Euro)
Zoran Tosic (von Manchester United zum 1. FC Köln, Leihe, 500.000 Euro)
Eure Meinung: Welche Januar-Transfers waren in Euren Augen die Besten? Wer fehlt in der Liste?
NICHT VERPASSEN: Am Samstag präsentieren wir Euch unsere Flop-Ten der miesesten Winter-Einkäufe!
Dabei entpuppte sich so manche Neuverpflichtung als wahrer Glücksgriff. Ob zum kurzfristigen Erreichen der Ziele oder auf dem Weg zum langfristigen Erfolg, die folgenden zehn Spieler haben es in unsere Auswahl der besten Wintertransfers seit der Jahrtausendwende geschafft:
| Mohamed Zidan | Von Werder Bremen zu Mainz 05 (2,8 Mio €, 2007) |

In Bremen hatte es Zidan nicht leicht, hinter Miroslav Klose und Ivan Klasnic kam er nur selten zum Zug. Nachdem der dribbelstarke Ägypter bereits die Saison 2005/06 erfolgreich auf Leihbasis in Mainz verbracht hatte, streckten sich die 05 ein halbes Jahr später finanziell und verpflichteten den technisch beschlagenen Angreifer fix. Die Ablöse von 2,8 Millionen Euro bedeutet bis heute einen Vereinsrekord für die Rheinhessen.
Zidan spielte am Bruchweg unter seinem Förderer Jürgen Klopp eine überragende Rückserie und erzielte 13 Tore in 15 Partien. Den Abstieg aus der Bundesliga konnte aber auch er nicht verhindern. Dennoch, seine Leistungen schraubten den Martwert enorm in die Höhe und Mainz verkaufte ihn nach nur sechs Monaten für 5,8 Millionen Euro an den Hamburger SV.
| Thomas Christiansen | Von Herfölge Boldklub zum VfL Bochum (0,1 Mio €, 2001) |

Wenn man Thomas Christiansen als „Wandervogel“ bezeichnet, dann tut man ihm damit nicht Unrecht: Zehn Stationen als Profi hatte der Angreifer bereits hinter sich, als er 2001 in Bochum anheuerte. Für kleines Geld geholt, avancierte der Däne, der auch den spanischen Pass besitzt und drei Länderspiele für die „Seleccion“ absolvierte, zum Glücksgriff für den VfL.
Christiansen hatte zwar zunächst Anpassungsschwierigkeiten und stieg mit Bochum ab, doch bereits im Folgejahr erzielte er 17 Treffer und sorgte so für die direkte Rückkehr ins Oberhaus. Doch es kam noch besser, denn auf Anhieb gelangen heutigen Assistenztrainer von Xamax Neuchatel 21 Tore in der Bundesliga und damit schnappte er sich völlig überraschend die Torjägerkanone. Anschließend wechselte er für 2,5 Millionen Euro zu Hannover 96, wo er wegen verschiedener Verletzungen jedoch nicht mehr an seine Leistungen aus den VfL-Tagen anknüpfen konnte.
| Ivica Olic | Von ZSKA Moskau zum Hamburger SV (2 Mio €, 2007) |

Als weitgehend unbeschriebenes Blatt kam der bereits 27-jährige Stürmer Ivica Olic 2007 zum Hamburger SV. Er erzielte in der Rückrunde 2006/07 fünf Tore und hatte mit seinen Leistungen großen Anteil daran, dass der „Dino“ der Bundesliga erstklassig blieb.
Schnell avancierte Olic aufgrund seiner Spielweise zum Publikumsliebling. Der nimmermüde Nationalspieler (76 Einsätze, 15 Tore für Kroatien) absovierte stets ein immenses Laufpensum und war gleichermaßen Vollstrecker und Vorbereiter. Zudem gelang ihm im Okotber 2007 gegen den VfB Stuttgart ein lupenreiner Hattrick: Das hatte zuvor im Dress der „Rothosen“ noch niemand geschafft. Dementsprechend groß war die Trauer, als er im Frühjahr 2009 seinen ablösefreien Wechsel zum FC Bayern bekanntgab.
| Nigel De Jong | Von Ajax Amsterdam zum Hamburger SV (1,5 Mio €, 2006) |

Im Sommer 2006 lief der Vertrag von Nigel De Jong bei Ajax Amsterdam aus. Zahlreiche Klubs hatten Interessen an dem ablösefreien Abräumer. Darunter auch der HSV und Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer zahlte noch im Winter 1,5 Millionen Euro, um De Jong sicher an die Alster zu holen.
Der beinharte Mittelfeldspieler nahm in Hamburg die erwünschte Entwicklung und bescherte den Hanseaten unter anderem mit seinem Treffer in der Champions-League-Quali gegen Osasuna die Teilnahme an der Königsklasse. Der heutige Vize-Weltmeister und 56-malige Nationalspieler kehrte Hamburg schließlich nach drei Jahren den Rücken und wechselte für 19 Millionen Euro ins Starensemble von Manchester City.
| Filip Daems | Von Genclerbirligi zu Borussia Mönchengladbach (0,3 Mio €, 2005) |

Glücksgriffe müssen nicht teuer sein. Bestes Beispiel dafür ist Filip Daems. Der Belgier gehörte zu einem wahren Arsenal an Spielern, das im Winter 2005 an den Bökelberg gelotst wurde. Darunter waren unter anderem Craig Moore, Wesley Sonck, Casey Keller, Jörg Böhme oder Giovane Elber. Während die meisten von ihnen schnell wieder weg waren, ist Daems noch immer da.
Der Belgier entwickelte sich vom Stammspieler zur Führungskraft und ist mittlerweile nicht nur einer der sichersten Elfmeterschützen der Liga, sondern auch der Kapitän seines Klubs. Daems hat in der letzten Saison, trotz fortgeschrittenen Fußballeralters, einen weiteren Schritt nach vorn gemacht und sogar seinen hochgehandelten Konkurrenten Oscar Wendt in die Schranken gewiesen.
| Tomas Rosicky | Von Sparta Prag zu Borussia Dortmund (14,5 Mio €, 2001) |

Schon früh eilte Tomas Rosicky europaweit der Ruf voraus, eines der größten Talente auf der Position des Spielmachers zu sein. Den Zuschlag erhielt 2001 der BVB, der eine hohe Ablöse für den offensiven Mittelfeldspieler hinblätterte. Es sollte sich nach eineinhalb Jahren bereits lohnen, denn mit Marcio Amoroso, Jan Koller und Ewerthon bildete Rosicky ein brillantes Offensiv-Quartett und Borussia Dortmund gewann die Meisterschaft.
Regelmäßig trudelten Offerten aus dem Ausland für Rosicky in Dortmund ein, doch die Borussia wollte ihren Regisseur unter keinen Umständen abgeben. 2004 sollen die Westfalen ein Angebot des FC Chelsea über 30 Millionen Euro abgelehnt haben. Rosicky litt jedoch zusehends unter Verletzungsproblemen, dazu gesellten sich die finanziellen Schwierigkeiten seines Klubs. Ende vom Lied: Das „Schnitzel“ wurde im Sommer 2006 unter Marktwert an den FC Arsenal verkauft.
| Dimitar Berbatov | Von ZSKA Sofia zu Bayer Leverkusen (2,5 Mio €, 2001) |

Als Juwel kam Dimitar Berbatov aus Sofia nach Leverkusen. Der technisch beschlagene Stürmer war in ganz Europa begehrt, entschied sich jedoch für einen Transfer zu Bayer. Dort hatte er schnell den Ruf eines Chancentods weg, schließlich gelangen ihm im ersten halben Jahr in Deutschland keine Tore.
Den erhofften Entwicklungssprung machte Berbatov zur Saison 2003/04: In den folgenden drei Spielzeiten markierte er in 100 Spielen 57 Treffer und lieferte zudem 24 Assists. Für 16 Millionen Euro wechselte der Rekordtorschütze der bulgarischen Nationalmannschaft schließlich 2006 in die Premier League zu Tottenham Hotspur. Mittlerweile spielt der siebenfache bulgarische Fußballer des Jahres beim englischen Rekordmeister Manchester United.
| Mesut Özil | Von Schalke 04 zu Werder Bremen (4,2 Mio €, 2008) |

Dass Mesut Özil enormes Talent besitzt, wurde auch bei seinem Jugendklub Schalke 04 nie bestritten. Dennoch fühlte sich der gebürtige Gelsenkirchener bei den „Königsblauen“ nicht ausreichend gewürdigt und gefördert. Zudem fanden Details aus den Vertragsverhandlungen ihren Weg in die Presse, Özil wurde zum raffgierigen Jungprofi abgestempelt.
Werder Bremen sah die Chance und ergriff sie: Die Hanseaten kauften das Juwel für stattliche 4,2 Millionen Euro. An der Seite und im Schatten Diegos entwickelte Özil sich prächtig, sammelte Erfahrungen in der Champions League und schoss Werder mit seinem Tor im Endspiel 2009 zum Pokalsieg. So war er auch bald in der Nationalelf ein Thema und entwickelte sich auch dort zur Stammkraft.
Spätestens nach seiner starken Saison 2009/10 und der überragenden Weltmeisterschaft in Südafrika, war der elegante Mittelfeldspieler begehrt. Mit noch einem Jahr Vertragslaufzeit stand Werder unter Druck und verkaufte ihn schließlich für 17 Millionen Euro an Real Madrid.
| Papiss Cisse | Vom FC Metz zum SC Freiburg (1,5 Mio €, 2010) |

Mit einem halben Jahr Verspätung lotste der SC Freiburg 2010 Papiss Demba Cisse in den Breisgau. Im Sommer zuvor hatte sich der Bundesligist mit Cisses Arbeitgeber, dem FC Metz, nicht auf eine Ablöse für den Angreifer aus dem Senegal verständigen können. Nun einigten sich die Klubs auf 1,5 Millionen Euro und dieses Geld war aus Sicht der Freiburger glänzend angelegt.
Nach sechs Toren in seinem ersten SC-Halbjahr explodierte Cisse förmlich und markierte in der Saison 2010/11 satte 22 Tore in 32 Partien. Es folgten weitere neun Treffer in den 17 Hinrundenspielen dieser Saison. Cisse ist nun Freiburger Rekordtorschütze und der Afrikaner, dem in einer Saison in Deutschland die meisten Treffer gelangen. Kein Wunder, dass dies Begehrlichkeiten weckte und der SC den Stürmer vor wenigen Wochen in Richtung Newcastle ziehen lassen musste. Die Ablöse von zwölf Millionen Euro dürfte über den Verlust aber zumindest einigermeraßen hinwegtrösten.
| Lucio | Von Internacional zu Bayer Leverkusen (8 Mio €, 2001) |

Das Risiko war groß, als Bayer Leverkusen im Winter 2001 acht Millionen Euro in die Hand nahm, um den jungen Brasilianer Lucio nach Europa zu holen. Doch es zahlte sich aus: Lucio avancierte zum absoluten Volltreffer und einem der besten Spieler, die in der letzten Dekade in der Bundesliga unterwegs waren. Auf Anhieb bildete er mit Jens Nowotny eine bärenstarke Innenverteidigung und im Sommer 2002 stand er im Finale der Champions League und gewann mit der „Selecao“ den WM-Titel.
Ein Jahr lang konnte Leverkusen dem Werben um den knallharten Zweikämpfer noch widerstehen, dann verabschiedete Lucio sich für zwölf Millionen Euro zum FC Bayern, wo er jahrelang eine prägende Figur war. Mittlerweile spielt der Kapitän der brasilianischen Nationalmannschaft bei Inter Mailand, dort gewann er 2010 das Triple.
Weitere Spitzentransfers, die im Winter getätigt wurden, waren:
Ewerthon (von Corinthians zu Borussia Dortmund, 7,3 Millionen Euro)
Rigobert Song (von West Ham United zum 1. FC Köln, Leihe, 1 Millionen Euro)
Diego Klimowicz (von CA Lanus zum VfL Wolfsburg, 3 Millionen Euro)
Fernando Meira (von Benfica Lissabon zum VfB Stuttgart, 7,5 Millionen Euro)
Mikael Forssell (vom CF Chelsea an Borussia Mönchengladbach, Leihe, 500.00 Euro)
Jaroslav Drobny (von vereinslos zum VFL Bochum, ablösefrei)
Diego Benaglio (Von CD Nacional zum VfL Wolfsburg, 1,5 Millionen Euro)
Raffael (vom FC Zürich zu Hertha BSC, 4,3 Millionen Euro)
Dante (von Standard Lüttich zu Borussia Mönchengladbach, 2,5 Millionen Euro)
Zoran Tosic (von Manchester United zum 1. FC Köln, Leihe, 500.000 Euro)
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