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Ter Stegen gegen Ulreich – Das Duell zweier Einser-Schüler
Am Sonntagnachmittag ist es soweit: Die beiden Top-Torhüter treffen sich zur Flugschau in der Mercedes-Benz Arena. Goal.com hat die beiden Talente für euch verglichen.
Von Gregor Becker
Getty Images
Stuttgart. Wenn der VfB Stuttgart am 19. Spieltag den Tabellenvierten Borussia Mönchengladbach empfängt, richtet sich der Fokus auch auf Sven Ulreich und Marc-Andre ter Stegen. In der Torhüter-Rangliste des kicker liegt der Stuttgarter mit einem Notenschnitt von 2,56 auf Platz eins. Der drittplatzierte Gladbacher (2,71) liegt dafür in diversen anderen Statistiken vorn und wurde von den Fußballprofis jüngst zum besten Torhüter der Bundesliga-Hinrunde gewählt.
Ulreich und die „nackten Zahlen“
Sven Ulreich stand in allen 18 Ligaspielen die kompletten 90 Minuten auf dem Platz und hatte alles in allem 729 Ballkontakte. Dabei wehrte er 77,45 Prozent aller Torschüsse ab und musste 23 Mal hinter sich greifen. Er konnte bislang 28 Flanken und vier Ecken abfangen. 96 seiner Abwürfe fanden seine Mitspieler, mit dem Fuß erreichte er zehn Mal einen Mannschaftskameraden. Insgesamt spielt der VfB mit Ulreich im Tor vier Mal zu Null.
Ter Stegen und die „nackten Zahlen“
Marc-Andre ter Stegen stand ebenfalls in allen Partien auf dem Platz und hatte 1077 Mal den Ball. Mit zwölf Gegentoren kassierte er die wenigsten aller Keeper und wehrte 83,1 Prozent aller Torschüsse ab. Der beste Wert in der Bundesliga. Er fing 29 Flanken und 17 Ecken ab. Ter Stegen brachte neben 154 Abwürfen auch 16 Abschläge an den Mann und behielt in sieben Spielen eine weiße Weste.
Ulreich hat die Erfahrung, die ter Stegen nicht braucht
Beide Keeper traten bereits als Kinder in ihren jeweiligen Verein ein und hielten diesem bis heute die Treue. Doch das war es dann auch schon mit den Parallelen.
Sven Ulreich kommt bisher auf 63 Bundesligaspiele und debütierte bereits in der Saison 2007/2008. Allerdings fühlte man sich in Stuttgart noch nicht sicher genug mit dem Torhüter und versetzte ihn hinter Jens Lehmann in die zweite Reihe. Bei dem Routinier konnte er dann in die Schule gehen und einiges dazulernen. Zu Beginn der letzten Spielzeit kam der heute 23-Jährige gestärkt zurück und fand in dem ehemaligen Nationaltorhüter einen Fürsprecher, der auch mit dafür sorgte, dass der VfB Stuttgart nach seinem Karriereende von der Verpflichtung einer neuen Nummer Eins absah. Zuletzt untermauerte Sportdirektor Fredi Bobic sein Vertrauen in Ulreich, als er Bernd Leno endgültig zu Bayer Leverkusen ziehen ließ und somit keinen Konkurrenzkampf um die Position des Stammtorhüters inszenierte.
Marc-Andre ter Stegen bestritt am elften April 2011 sein erstes Bundesligaspiel beim furiosen 5:1-Kantersieg im Derby gegen den 1. FC Köln und verpasste seitdem keine einzige Minute mehr im Tor der „Fohlenelf“. Trotz seiner erst 24 Auftritte für Borussia Mönchengladbach geht dem 20-Jährigen nach Ansicht vieler Experten, wie Oliver Kahn oder Sepp Maier, eines nicht ab: Die Erfahrung. Viele sehen in dem nervenstarken und so früh in seiner Karriere schon „kompletten“ Schlussmann einen kommenden Nationalspieler.

Unser Fazit
Marc-Andre ter Stegen hat im Vergleich mit Sven Ulreich die Nase vorn. Der Gladbacher liegt nicht nur nach der reinen Statistik vor dem Stuttgarter, sondern verkörpert bereits jetzt schon den Idealtyp eines modernen Torwarts. Seine Abwehrreihe vertraut ihm und bezieht ihn immer wieder ins Spiel mit ein, was auch seine unglaublich vielen Ballkontakte demonstrieren. Ter Stegen bedankt sich bei der Mannschaft mit präzisen Zuspielen und forciert dabei das Tempo, wenn es erforderlich ist. Auf der Linie fischt er den ein oder anderen „Unhaltbaren“ raus und auch den Strafraum, in der Vergangenheit so etwas wie eine „Problemzone“ am Niederrhein, beherrscht er um ein Vielfaches sicherer als seine Vorgänger. Bei dem jungen Schlussmann fällt die Fehlersuche schwer, weshalb man geneigt ist, ihm eine „Eins mit Sternchen“ in sein Arbeitszeugnis zu schreiben.
Auch Sven Ulreich ist ein herausragender Rückhalt für seine Mannschaft und belegt in zahlreichen Ranglisten völlig zu Recht vordere Plätze. Im Zusammenspiel mit seinen Vorderleuten könnte er sich noch steigern und die Genauigkeit seiner Abwürfe ist ausbaufähig. Doch sonst gibt es bei ihm wenig zu verbessern, weshalb in seinem Zeugnis auch eine Eins steht. Das Sternchen wird er sich zukünftig sicher noch dazuverdienen.
Eure Meinung: Wer ist für euch der bessere Torwart?
Ulreich und die „nackten Zahlen“
Sven Ulreich stand in allen 18 Ligaspielen die kompletten 90 Minuten auf dem Platz und hatte alles in allem 729 Ballkontakte. Dabei wehrte er 77,45 Prozent aller Torschüsse ab und musste 23 Mal hinter sich greifen. Er konnte bislang 28 Flanken und vier Ecken abfangen. 96 seiner Abwürfe fanden seine Mitspieler, mit dem Fuß erreichte er zehn Mal einen Mannschaftskameraden. Insgesamt spielt der VfB mit Ulreich im Tor vier Mal zu Null.
Ter Stegen und die „nackten Zahlen“
Marc-Andre ter Stegen stand ebenfalls in allen Partien auf dem Platz und hatte 1077 Mal den Ball. Mit zwölf Gegentoren kassierte er die wenigsten aller Keeper und wehrte 83,1 Prozent aller Torschüsse ab. Der beste Wert in der Bundesliga. Er fing 29 Flanken und 17 Ecken ab. Ter Stegen brachte neben 154 Abwürfen auch 16 Abschläge an den Mann und behielt in sieben Spielen eine weiße Weste.
Ulreich hat die Erfahrung, die ter Stegen nicht braucht
Beide Keeper traten bereits als Kinder in ihren jeweiligen Verein ein und hielten diesem bis heute die Treue. Doch das war es dann auch schon mit den Parallelen.
Sven Ulreich kommt bisher auf 63 Bundesligaspiele und debütierte bereits in der Saison 2007/2008. Allerdings fühlte man sich in Stuttgart noch nicht sicher genug mit dem Torhüter und versetzte ihn hinter Jens Lehmann in die zweite Reihe. Bei dem Routinier konnte er dann in die Schule gehen und einiges dazulernen. Zu Beginn der letzten Spielzeit kam der heute 23-Jährige gestärkt zurück und fand in dem ehemaligen Nationaltorhüter einen Fürsprecher, der auch mit dafür sorgte, dass der VfB Stuttgart nach seinem Karriereende von der Verpflichtung einer neuen Nummer Eins absah. Zuletzt untermauerte Sportdirektor Fredi Bobic sein Vertrauen in Ulreich, als er Bernd Leno endgültig zu Bayer Leverkusen ziehen ließ und somit keinen Konkurrenzkampf um die Position des Stammtorhüters inszenierte.
Marc-Andre ter Stegen bestritt am elften April 2011 sein erstes Bundesligaspiel beim furiosen 5:1-Kantersieg im Derby gegen den 1. FC Köln und verpasste seitdem keine einzige Minute mehr im Tor der „Fohlenelf“. Trotz seiner erst 24 Auftritte für Borussia Mönchengladbach geht dem 20-Jährigen nach Ansicht vieler Experten, wie Oliver Kahn oder Sepp Maier, eines nicht ab: Die Erfahrung. Viele sehen in dem nervenstarken und so früh in seiner Karriere schon „kompletten“ Schlussmann einen kommenden Nationalspieler.

Unser Fazit
Marc-Andre ter Stegen hat im Vergleich mit Sven Ulreich die Nase vorn. Der Gladbacher liegt nicht nur nach der reinen Statistik vor dem Stuttgarter, sondern verkörpert bereits jetzt schon den Idealtyp eines modernen Torwarts. Seine Abwehrreihe vertraut ihm und bezieht ihn immer wieder ins Spiel mit ein, was auch seine unglaublich vielen Ballkontakte demonstrieren. Ter Stegen bedankt sich bei der Mannschaft mit präzisen Zuspielen und forciert dabei das Tempo, wenn es erforderlich ist. Auf der Linie fischt er den ein oder anderen „Unhaltbaren“ raus und auch den Strafraum, in der Vergangenheit so etwas wie eine „Problemzone“ am Niederrhein, beherrscht er um ein Vielfaches sicherer als seine Vorgänger. Bei dem jungen Schlussmann fällt die Fehlersuche schwer, weshalb man geneigt ist, ihm eine „Eins mit Sternchen“ in sein Arbeitszeugnis zu schreiben.
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