Clasico-Historie: Lionel Messi lässt Cristiano Ronaldo weit hinter sich

Auf geht’s in die nächste Clasico-Runde - am Mittwoch steht ein weiteres Duell zwischen Barca und Real an. Dabei traditionell im Blickpunkt: Lionel Messi und Cristiano Ronaldo.

Von Claas Philipp

Messi & Ronaldo - Barcelona-Real Madrid (Getty Images)
Getty Images
Barcelona. Nur die wenigstens Experten bestreiten, dass Lionel Messi und Cristiano Ronaldo die derzeit wohl besten Fußballer auf diesem Planeten sind. Kein Wunder also, dass die direkten Duelle zwischen den beiden Ausnahmespielern unter besonderer Beobachtung stehen - das Viertelfinal-Rückspiel in der Copa del Rey zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid am Mittwochabend ist da keine Ausnahme.

Frühes Ronaldo-Tor

Die Katalanen haben in diesem Clasico alle Trümpfe in der Hand, nach dem 2:1-Sieg im Hinspiel befindet sich das Team von Coach Pep Guardiola in einer glänzenden Ausgangsposition. Dabei war man in der Vorwoche alles andere als gut in die Partie gekommen, bereits nach elf Minuten gingen die „Königlichen“ in Führung, als Ronaldo sich auf dem linken Flügel durchtankte und Manuel Pinto mit einem satten - wenn auch nicht wirklich unhaltbarem - Schuss überwand.



Erneut hat Messi die Oberhand

Es hätte durchaus das Spiel des portugiesischen Superstars werden können - auch nach dem frühen 1:0 lief bei Real zunächst viel über Ronaldo aus, Messi hingegen trat eher selten in Erscheinung. Mit steigender Spieldauer aber tauchte „CR7“ immer mehr ab, und am Ende war es einer dieser genialen Momente Lionel Messis, der das Spiel entschied - der Argentinier spielte einen wunderschönen Pass auf Eric Abidal, dem es in der 77. Minute vergönnt war, zum entscheidenden 2:1 einzuschießen.

Das gewohnte Bild

So bot sich dem geneigten Fußball-Fan am Ende das Bild, das es nach Abpfiff eines Clasicos in den letzten Monaten immer wieder gegeben hatte: Ronaldo schlich mit hängendem Kopf vom Platz, während Messi mit seinen Teamkollegen einen weiteren Sieg gegen den Erzrivalen feiern konnte. Wieder einmal musste der Portugiese sich im direkten Duell gegen seinen großen Konkurrenten geschlagen geben - wie so oft in den letzten Monaten und Jahren.

Messi vs. Ronaldo: Die Clasico-Bilanz
Lionel Messi

Cristiano Ronaldo

vs
24
ALTER
26
STATISTIK: MESSI UND RONALDO IN DEN CLASICOS
17 SPIELE 11
10
SIEGE
1
 4  UNENTSCHIEDEN  3
3 NIEDERLAGEN 7
13 TORE 4
0,76 TORE/SPIEL 0,36
9
ASSISTS 0

Unterschiedlicher könnte sich die Clasico-Historie kaum lesen lassen: Während Messi bereits zehnmal den Platz als Sieger verließ, ging Ronaldo bei nur einem einzigen Aufeinandertreffen als Gewinner hervor. Allerdings war es nicht irgendein Triumph, den der von Manchester United nach Madrid gewechselte Akteur im April des vergangenen Jahres feiern konnte: Im Finale des spanischen Pokals setzte sich Real in der Verlängerung mit 1:0 gegen Barca durch - den entscheidenden Treffer markierte Ronaldo per Kopf in der 103. Minute.

Unterdurchschnittliche Clasico-Quote

Es war eines von vier Toren, das der 26-Jährige in seinen elf Spielen gegen die Katalanen erzielen konnte. Neben dem Treffer in der vergangenen Woche netzte er zudem in einem Ligaspiel der letzten Saison (1:1) per Elfmeter sowie bei Reals 2:3-Niederlage im spanischen Superpokal im August ein. Unter dem Strich steht somit eine Quote von 0,36 Toren pro Spiel. Wie wenig das für Ronaldo’sche Verhältnisse ist, zeigt ein Blick auf seine Gesamtstatistik in den Partien für Real: In 118 Partie für die Madrilenen traf der Mann aus Funchal 115-mal - das sind unglaubliche 0,97 Tore pro Partie.



13 Tore in 17 Spielen

Messi hingegen ließ es in Clasicos deutlich häufiger klingeln - in 17 Begegnungen stehen 13 Treffer zu Buche. „La Pulga“ trat zudem auch neunmal als Vorlagengeber in Erscheinung. Die Spiele gegen Real, in denen er zur entscheidenden Figur mutierte sind vielzählig. So erzielte Messi in einem Ligaspiel der Saison 2006/07 alle drei Tore für sein Team, am Ende stand seinerzeit ein 3:3. Auch bei Barcas Supercopa-Triumph in der vergangenen Spielzeit traf er in Hin- und Rückspiel insgesamt dreimal. Nicht zu vergessen natürlich auch seine beiden Tore im Halbfinal-Hinspiel der letzten Champions-League-Saison.

„CR7“ noch ohne Assist

Aber es sind bei Messi eben auch die Assists, die einem Spiel eine entscheidende Wendung geben können - vor der Partie am vergangenen Mittwoch zuletzt geschehen im Dezember, als die Katalanen sich in der Liga mit 3:1 durchsetzten. Ronaldo konnte derweil noch nicht einen einzigen Treffer vorbereiten, wenn es gegen Barcelona ging. Die nächste Chance dazu hat der Portugiese am Mittwoch - er wird sie nutzen wollen.

Eure Meinung: Wer wird am Mittwochabend als Sieger vom Platz gehen - Messi oder Ronaldo?

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