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Enttäuschung und der Webb-Frust: Polen bei der EM 2008
Es sind noch genau 137 Tage bis zum EM-Start in unserem Nachbarland Polen. Goal.com wird euch Woche für Woche den EM-Gastgeber vorstellen.
Von Kornel Pracki
Bongarts
Warschau. Die Nationalmannschaft Polens feierte 2008 in Österreich und der Schweiz die erste Teilnahme an einer Fußball-Europameisterschaft. Unser Nachbar, begleitet von Euphorie und großer Fan-Unterstützung, enttäuschte jedoch bei der EM, ebenso wie zuvor bei den Weltmeisterschaften 2002 und 2006.
Als Gruppensieger zur EM
Der polnische Verband entschloss sich nach der enttäuschenden WM-Endrunde in Deutschland für einen ausländischen Coach - am 11.07.2006 übernahm der Niederländer Leo Beenhakker das polnische Nationalteam. Die Polen wurden in der Qualifikationsgruppe A vor den favorisierten Portugiesen mit nur zwei Niederlagen auf dem Konto die überraschenden Gruppensieger. In Chorzow gab es nach den Treffern von Euzebiusz Smolarek den hochverdienten 2:1-Erfolg über Portugal - in Lissabon sicherte Jacek Krzynowek wenige Minuten vor Spielschluss das überraschende 2:2-Remis. Nach dieser nahezu perfekten Qualifikation glaubten viele polnischen Experten an eine Überraschung Polens bei der Europameisterschaft. Trotz der Verletzung des jungen Hoffnungsspielers Jakub Blaszczykowski, blieb die riesige Vorfreude auf das Turnier bestehen.
Podolski trifft das polnische Herz
Zu Beginn des Turniers musste Polen gegen Deutschland ran. Dieses Duell gab es bereits bei der WM 2006, als Deutschland nach einem Last-Minute-Tor von David Odonkor die Oberhand behielt. In Klagenfurt spielten die Weiß-Roten deutlich mutiger und offensivorientierter - die klaren Torchancen durch Wojciech Lobodzinski, Mariusz Lewandowski und Maciej Zurawski wurden jedoch nicht genutzt. Der fantastische Keeper Artur Boruc konnte die Polen lange Zeit im Spiel halten, nachdem Miroslav Klose nach zwölf Minuten den Führungstreffer markierte. In der zweiten Hälfte sorgte, der in Gleiwitz geborene Lukas Podolski, für die Entscheidung. Die zahlreich erschienenen polnischen Anhänger verließen das Stadion still und enttäuscht.

Webb-Bestrafung in der Schlussminute
Im zweiten EM-Duell ging es für Polen gegen Österreich schon um alles - ähnlich wie bei den großen Turnieren zuvor (WM 2002 und 2002), als die Polen nach Auftaktniederlagen anschließend zum Siegen verdammt waren. Die Österreicher begannen sehr stark, scheiterten jedoch immer wieder am starken Boruc. In der 30. Spielminute sorgte Roger aus Abseitsposition für den überraschenden Führungstreffer, der den Gästen bis zur 90. Minute Stabilität verleihen konnte. Wenige Sekunden vor Spielende entschied der englische Referee Howard Webb auf Strafstoß, dem ein umstrittenes Foulspiel voranging - Ivica Vastic verwandelte problemlos zum 1:1-Endstand. Für Polen blieb eine minimale Chance zwar weiterhin bestehen, doch die Fans, Presse und selbst der Präsident Lech Kaczynski kritisierten die Entscheidung des Engländers auf heftige Art und Weise.

B-Elf siegt - Polen fliegt
Im abschließenden Gruppenspiel musste Polen gegen die bis dahin überraschenden Kroaten ran, die zuvor gegen Deutschland siegten. Kroatien-Coach Slaven Bilic veränderte seine Elf im Vergleich zu den vorherigen Partien auf etlichen Positionen. Bei den Polen führten die wenigen personellen Wechseln allerdings zu keiner besseren Spielweise - die Weiß-Roten verloren mit 0:1 und verabschiedeten sich frühzeitig aus dem Wettbewerb.
Die Presse kritisierte nach dem Turnier den Coach Beenhakker: „Der Niederländer soll die Mannschaft schlecht auf das Turnier vorbereitet haben“, lauteten die Schlagzeilen. Beenhakker blieb trotz der Kritik im Amt, führte einige personelle Veränderungen vor und wurde nach desolaten Resultaten zwei Spieltage vor WM-Qualifikationsschluss schließlich entlassen. Der Niederländer sollte mit seiner Auslandserfahrung für einen großen Schritt Polens srogen - es bleib bei der nächsten Turnierenttäuschung und der verpassten WM-Endrunde in Südafrika.
Eure Meinung: Was ist für Polen bei der Heim-EM möglich - mehr als die Gruppenphase?
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Als Gruppensieger zur EM
Der polnische Verband entschloss sich nach der enttäuschenden WM-Endrunde in Deutschland für einen ausländischen Coach - am 11.07.2006 übernahm der Niederländer Leo Beenhakker das polnische Nationalteam. Die Polen wurden in der Qualifikationsgruppe A vor den favorisierten Portugiesen mit nur zwei Niederlagen auf dem Konto die überraschenden Gruppensieger. In Chorzow gab es nach den Treffern von Euzebiusz Smolarek den hochverdienten 2:1-Erfolg über Portugal - in Lissabon sicherte Jacek Krzynowek wenige Minuten vor Spielschluss das überraschende 2:2-Remis. Nach dieser nahezu perfekten Qualifikation glaubten viele polnischen Experten an eine Überraschung Polens bei der Europameisterschaft. Trotz der Verletzung des jungen Hoffnungsspielers Jakub Blaszczykowski, blieb die riesige Vorfreude auf das Turnier bestehen.
Podolski trifft das polnische Herz
Zu Beginn des Turniers musste Polen gegen Deutschland ran. Dieses Duell gab es bereits bei der WM 2006, als Deutschland nach einem Last-Minute-Tor von David Odonkor die Oberhand behielt. In Klagenfurt spielten die Weiß-Roten deutlich mutiger und offensivorientierter - die klaren Torchancen durch Wojciech Lobodzinski, Mariusz Lewandowski und Maciej Zurawski wurden jedoch nicht genutzt. Der fantastische Keeper Artur Boruc konnte die Polen lange Zeit im Spiel halten, nachdem Miroslav Klose nach zwölf Minuten den Führungstreffer markierte. In der zweiten Hälfte sorgte, der in Gleiwitz geborene Lukas Podolski, für die Entscheidung. Die zahlreich erschienenen polnischen Anhänger verließen das Stadion still und enttäuscht.

Webb-Bestrafung in der Schlussminute
Im zweiten EM-Duell ging es für Polen gegen Österreich schon um alles - ähnlich wie bei den großen Turnieren zuvor (WM 2002 und 2002), als die Polen nach Auftaktniederlagen anschließend zum Siegen verdammt waren. Die Österreicher begannen sehr stark, scheiterten jedoch immer wieder am starken Boruc. In der 30. Spielminute sorgte Roger aus Abseitsposition für den überraschenden Führungstreffer, der den Gästen bis zur 90. Minute Stabilität verleihen konnte. Wenige Sekunden vor Spielende entschied der englische Referee Howard Webb auf Strafstoß, dem ein umstrittenes Foulspiel voranging - Ivica Vastic verwandelte problemlos zum 1:1-Endstand. Für Polen blieb eine minimale Chance zwar weiterhin bestehen, doch die Fans, Presse und selbst der Präsident Lech Kaczynski kritisierten die Entscheidung des Engländers auf heftige Art und Weise.

B-Elf siegt - Polen fliegt
Im abschließenden Gruppenspiel musste Polen gegen die bis dahin überraschenden Kroaten ran, die zuvor gegen Deutschland siegten. Kroatien-Coach Slaven Bilic veränderte seine Elf im Vergleich zu den vorherigen Partien auf etlichen Positionen. Bei den Polen führten die wenigen personellen Wechseln allerdings zu keiner besseren Spielweise - die Weiß-Roten verloren mit 0:1 und verabschiedeten sich frühzeitig aus dem Wettbewerb.
| Heim-EM als zweite Chance | Diese Akteure enttäuschten 2008 |
| Lukasz Fabianski |
Marcin Wasilewski |
Jakub Wawrzyniak |
Dariusz Dudka |
Luskasz Piszczek |
Rafal Murawski |
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| Keine Spielminute |
270 Spielminuten |
90 Spielminuten |
270 Spielminuten |
35 Spielminuten |
95 Spielminuten |
Die Presse kritisierte nach dem Turnier den Coach Beenhakker: „Der Niederländer soll die Mannschaft schlecht auf das Turnier vorbereitet haben“, lauteten die Schlagzeilen. Beenhakker blieb trotz der Kritik im Amt, führte einige personelle Veränderungen vor und wurde nach desolaten Resultaten zwei Spieltage vor WM-Qualifikationsschluss schließlich entlassen. Der Niederländer sollte mit seiner Auslandserfahrung für einen großen Schritt Polens srogen - es bleib bei der nächsten Turnierenttäuschung und der verpassten WM-Endrunde in Südafrika.
Eure Meinung: Was ist für Polen bei der Heim-EM möglich - mehr als die Gruppenphase?
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