Im 4-4-2 zum Jubiläumsdreier: FCN erarbeitet sich in seinem 1000. Bundesligaspiel einen Heimsieg

Allen Grund zu Freude hatten die Nürnberg am 18. Spieltag der Bundesliga. Mit einem Heimerfolg starteten die Franken in die Rückrunde und feiern ein Jubiläum.

Von Alex Grams

Nürnbergs Alexander Esswein jubelt für den FCN
Getty Images
Nürnberg. Pure Erleichterung. Mit diesen Worten trifft man die Gefühlslage des 1. FCN Nürnberg nach dem Abpfiff, beim Rückrundenauftakt gegen Hertha BSC. Für die Nürnberger war es ein besonderes Spiel und zwar das 1000. Bundesligaspiel der Klubgeschichte und zugleich das 500. Heimspiel in der deutschen Beletage.

Erlesener Kreis


Zwar zählte der 1. FC Nürnberg einige Zeit als Fahrstuhlmannschaft, die öfters den Weg in die zweite Bundesliga antreten musste, dennoch waren die Franken die meiste Zeit erstklassig. Mit der Marke von 1000 Erstliga-Spielen bestätigen die Nürnberger diesen Fakt und reihen sich als dreizehntes Mitglied in den Tausender-Klub ein. Angeführt wird diese Statistik logischerweise vom Liga-Dino aus Hamburg(1645 Spiele), gefolgt von Werder Bremen (1612) und Bayern München (1586).

Systemumstellung

Nach einer wenig zufriedenen Hinrunde, entschied sich Trainer Dieter Hecking sein bisheriges System in ein 4-4-2 umzustellen. Die Entscheidung mit zwei Stürmern zu beginnen machte sich sofort bemerkbar. Der sonst so verlassen wirkende Tomas Pekhart wurde von Christian Eigler im Angriff unterstützt, was dem „Club“ ermöglichte noch mehr Druck im Pressing aufzubauen. Auch Timmy Simons zeigte sich von der Systemumstellung begeistert. „Es wird immer besser und besser“, bestätigte der Verteidiger gegenüber Goal.com.



Arbeitssieg


Unter schwierigen Platzverhältnissen begannen die Hausherren furios und hätten bereits nach einer Viertelstunde in Führung gehen können. Anschließend entwickelte sich eine harte, aber fair geführte Partie. So sprach auch Innenverteidiger Dominic Maroh von einem Arbeitssieg und erklärte: „Ich glaube es war jedem klar dass wir nach dem Pokalspiel vor den Fans nicht befreit aufspielen können“, sagte Maroh gegenüber Goal.com und widmete seinen Treffer zum 2:0 Endstand den Fans als Wiedergutmachung für die Pokalpleite gegen Greuther Fürth. „Das war das Zeichen das wir Besserung geloben“, fügte Maroh hinzu.

„Haben alles probiert“

Seitens der Herthaner sprach Pierre-Michel Lasogga von einer unglücklichen Niederlage und sah sich und seine Hertha als „lange Zeit dominierende Mannschaft“. Auch wenn der Stürmer davon spricht „alles gegeben zu haben“, so waren die Angriffsbemühungen der Berliner eher zurückhaltend. Kurz vor Schluss hatte Roman Hubnik noch die riesen Chance auf 1:2 zu verkürzen, scheiterte aber nur knapp. „Aber nichtsdestotrotz gehen wir nächste Woche gegen den HSV mit derselben Einstellung rein und hoffen dass wir drei Punkte in Berlin behalten können“, fügte der Youngster gegenüber Goal.com hinzu.

Befreiungsschlag?

Mit den wichtigen drei Punkten schafft sich der „Club“ etwas Luft zu den Abstiegsrängen und ist ganze vier Punkte vor dem Relegationsplatz. Betrachtet man nur die beiden letzten Bundesligapartien, so holten die Nürnberger sechs Punkte bei 5:0 Toren, ein beachtlicher Schnitt der auch Trainer Dieter Hecking gefallen wird. Nichtsdestotrotz muss man vorsichtig sein am Valznerweiher, denn auch die Hinrunde begann mit einem Sieg gegen die Hertha und lief anschließend nicht gerade positiv weiter.

Eure Meinung: Gelingt dem 1. FC Nürnberg der Klassenerhalt?

 
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