Mit dem Kopf durch die Wand: Andre Schürrle ist noch nicht in Leverkusen angekommen!

Andre Schürrle hat ein aufrgendes Jahr 2011 hinter sich. Berufung in die DFB-Elf und der Wechsel nach Leverkusen - dort konnte „Schü“ allerdings noch keine Bäume ausreißen.

Von Florian Teichert

Andre Schürrle trifft für Leverkusen
Bongarts
Leverkusen. Endlich rollt der Ball wieder in der Bundesliga! Nach der Winterpause steht an diesem Wochenende endlich der Auftakt in die Rückrunde an. Bayer 04 Leverkusen will nach einer mauen Vorrunde, am Sonntag gegen Mainz 05, den Grundstein für eine erfolgreiche Rückrunde legen. Besonders einer soll nun endlich sein vorhandenes Potenzial abrufen: Andre Schürrle!

Zehn Millionen - nicht viel gewesen

Der 21-Jährige war im Sommer aus Mainz an den Rhein gewechselt, Leverkusen bezahlte satte zehn Millionen Euro für den Shootingstar, der bei den Nullfünfern ein echter Star war. Unterm Bayerkreuz sollte Schürrle für Furore sorgen. Nach der Vizemeisterschaft im Vorjahr, hatte Bayer zu Saisonbeginn große Pläne. Heute, sechs Monate später, muss man aber einsehen, dass aus den Plänen wohl nichts mehr wird. Sicherlich auch, weil Schürrle nicht so einschlug, wie man es sich erhofft hatte.

Ernüchternder Start

Gleich Schürrles erstes Bundesligaspiel für Leverkusen war kein guter Anfang. Da ging es ausgerechnet gegen eben diese Mainzer, bei denen Schürrle in der Vorsaison noch 15 Tore erzielt hatte. 0:2 hieß es nach 90 Minuten, Schürrle blieb vollkommen blass, Bayer verpatzte den Saisonstart. Während Bayer in den folgenden Wochen zumindest wieder einigermaßen in Fahrt kam, konnte Schürrle auch weiterhin nicht die Wünsche der Bayer-Verantwortlichen erfüllen. Erst am beim 2:2 in Mönchengladbach am neunten Spieltag, gelang Schürrle sein erster Bundesligatreffer für Bayer.

Negativhöhepunkt gegen Köln

Da spielte er nach drei Wochen erstmals wieder, denn beim Heimspiel gegen Köln am sechsten Spieltag wurde Schürrle zur tragischen Symbolfigur der Bayer-Ratlosigkeit. Nicht nur, dass das Rheinderby gegen die „Geißböcke“ mit 1:4 verloren ging, Schürrle flog auch noch mit der roten Karte vom Feld und verlor das indirekte Duell mit Lukas Podolski deutlich. „Prinz Poldi“ und Schürrle sind nämlich nicht nur auf Vereinsebene Konkurrenten, sondern auch in der deutschen Nationalmannschaft. Dort spielen beide auf der linken Offensivseite.

Podolski mit Punktsieg 2011

In der zweiten Hälfte des Jahres 2011 geht der Punkt eindeutig an Podolski. Während Schürrle in Leverkusen weiter nach seiner Form suchte, startete Podolski in der Domstadt mal wieder so richtig durch und ließ die FC-Anhänger vom Europapokal träumen. Dort würde natürlich auch Andre Schürrle wieder gerne hin. In Leverkusen sammelte er nun seine ersten Eidnrücke der Champions League, erzielte beim 2:1-Erfolg gegen den FC Valencia sogar seinen ersten Treffer in der „Königsklasse“. Nach dem bisherigen Saisonverlauf sieht es aber nicht wirklich danach aus, als könnte Bayer auch in der nächsten Spielzeit an der Champions League teilnehmen, der Abstand ist schon jetzt gewaltig.

Bleibt also abzuwarten, ob Bayer, ob vorallem Schürrle in der Rückrunde endlich in Fahrt kommt. Wünschen würde man es dem blauäugigen Sympathieträger ja eigentlich schon. Am Sonntag treffen Bayer und Schürrle auf den 1. FSV Mainz 05. Und schon dort will die „Werkself“ den ersten Schritt in die richtige Richtung gehen.

Eure Meinung: Was kann Bayer mit Andre Schürrle in der Rückrunde noch erreichen?

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