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Marco Reus trifft auf Thomas Müller: Das Duell zweier erfrischender Kicker
Am ersten Spieltag hielten sich Marco Reus und Thomas Müller noch vornehm zurück. Das dürfte sich am Freitagabend ändern, denn dann sind endgültig alle Augen auf sie gerichtet.
Von Falko Blöding
Bongarts
Mönchengladbach/München. Borussia Mönchengladbach gegen den FC Bayern München. Es ist das vor Tradition triefende Duell zweier ruhmreicher deutscher Klubs. Dank des Gladbacher Höhenflugs in der laufenden Spielzeit ist daraus auch wieder ein echtes Spitzenspiel geworden. Wenn am Freitagabend um 20.30 Uhr der Anpfiff im Borussia-Park ertönt, dann ist es nicht nur das Aufeinandertreffen der beiden Erzrivalen aus den 1970er Jahren, es ist auch der mit Spannung erwartete Vergleich von zwei der größten Talente Deutschlands.
Auf der einen Seite Marco Reus. Über keinen Spieler wurde in der Winterpause mehr geschrieben, philosophiert und diskutiert. Den Aufsteiger der Hinrunde (dazu wurde er mit überwältigender Mehrheit von seinen Kollegen in einer Umfrage des Kicker gekürt) gab überraschend früh seinen Wechsel im kommenden Sommer bekannt. Ihn zieht es aber nicht etwa zu den Bayern, sondern zu Borussia Dortmund.
Reus' Pendant auf Münchener Seite heißt Thomas Müller. Das Eigengewächs des Rekordmeisters ist längst aus der Stammelf des Heynckes-Ensembles nicht mehr wegzudenken und ein wichtiger Mosaikstein für den bayerischen Erfolg.

Reus und Müller sind zwei Spieler, die eine Menge gemeinsam haben: Beide sind 22 Jahre alt und beide sind auf ähnlichen Positionen heimisch: Sie können als hängende Spitzen agieren, oder auch in der offensiven Zentrale. Vorzugsweise werden sie von ihren Trainern jedoch im rechten Mittelfeld eingesetzt .
Und so ist es eine logische Konsequenz, dass sie sich auch in der Nationalmannschaft bei Bundestrainer Joachim Löw um diesen Platz balgen. Während auf der linken Seiten Lukas Podolski und Andre Schürrle ihr Duell ausfechten, muss Mesut Özil den Platz in der Mitte gegen Mario Götze verteidigen. Und auf rechts spürt Platzhirsch Müller den Atem von Reus im Nacken.
Was die beiden Angreifer in ihrem Spiel auszeichnet, ist ihre Spielintelligenz. Vor allem Müller verfügt über einen ausgeprägten Instinkt. Er versteht es prima, sich zwischen die gegnerischen Verteidiger zu schieben, Freiräume zu erkennen und Mitspieler zu bedienen. Oft wird der bodenständige Rechtsfuß mit dem verschmitzten Grinsen unterschätzt.
Ein fataler Fehler, wie spätestens bei der Weltmeisterschaft in Südafrika der breiten Öffentlichkeit bewusst wurde. Müller avancierte zur Entdeckung des Turniers und krönte eine überragende erste Profisaison mit dem „Goldenen Schuh“ für den besten Torschützen der Endrunde.

„Wahrscheinlich habe ich eine gute Mischung“, hat Müller einmal dem Magazin 11 Freunde verraten. „Ich bin ein Allrounder, nicht nur was die Position betrifft. Ich bin nicht extrem schnell, aber schnell genug. Ich kann nicht extrem gut dribbeln, aber ich komme dennoch oft am Gegner vorbei.“ Diese Worte charakterisieren sein Spiel gut. Müller macht die einfachen Dinge richtig, spielt schnörkellos und ist mit einer bemerkenswerten Kaltschnäuzigkeit gesegnet.
Ein Jahr, nachdem Louis van Gaal bei den Bayern klargestellt hatte „Müller spielt immer“, hatte er auch in der DFB-Elf seinen Stammplatz. Während dieser lange Zeit unangefochten war, ist Müller nun mit Marco Reus ein ernsthafter und vor allem ebenbürtiger Konkurrent erwachsen. Der etwas schmächtig wirkende Offensivspieler hat ein atemberaubendes Jahr 2011 hinter sich und der BVB überweist für ihn satte 17,3 Millionen Euro nach Gladbach.
Ähnlich wie Müller hat auch Reus einen sehr guten Instinkt für die jeweilige Spielsituation. Zudem verfügt er über einen Antritt, der in der Bundesliga aktuell wohl seinesgleichen sucht. Reus ist mit einer feinen Technik ausgestattet und hat sich im Torabschluss enorm verbessert. Für seine Gegenspieler ist der gebürtige Dortmunder ein Albtraum, weil er über ein breites Repertoire verfügt. Er kann Dribbeln, ist ein passabler Vorbereiter und hat einen satten Distanzschuss. Dass er erst drei Einsätze für die deutsche Nationalmannschaft auf dem Konto hat, ist seines Pechs geschuldet: Gleich vier Mal musste er Joachim Löw im letzten Jahr wegen Krankheit oder Verletzungen absagen.
So oder so, für den deutschen Fußball ist es eine prima Sache, das der Bundestrainer diese Qual der Wahl in seinem Mittelfeld hat. Die Spieler müssen in der Bundesliga und auf internationalem Parkett ihre Form hochhalten, schließlich ist im Sommer Europameisterschaft. Eine glänzende Ausgangsposition also für die Anhänger, die sich in Liga, Königsklasse und schließlich bei der EURO auf hochmotiverte Kicker freuen dürfen. Den Startschuss geben Marco Reus und Thomas Müller am Freitagabend.
Eure Meinung: Reus oder Müller – Wen haltet Ihr für stärker? Wer sollte in der Nationalelf den Vorzug erhalten?
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Hinspiel-Vergleich
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| Reus 0 47 3 16 (85%) 30 12,3 km 2 |
Tor Ballkontakte Torschüsse Angekommene Pässe Zweikämpfe Laufstrecke Torschussvorlagen |
Müller 0 46 1 31 (71%) 27 12,1 km 2 |
Reus' Pendant auf Münchener Seite heißt Thomas Müller. Das Eigengewächs des Rekordmeisters ist längst aus der Stammelf des Heynckes-Ensembles nicht mehr wegzudenken und ein wichtiger Mosaikstein für den bayerischen Erfolg.

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Bundesliga-Bilanz
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| Reus 22 80 28 17 |
Alter Bundesligaspiele Tore Vorlagen |
Müller 22 89 27 31 |
Reus und Müller sind zwei Spieler, die eine Menge gemeinsam haben: Beide sind 22 Jahre alt und beide sind auf ähnlichen Positionen heimisch: Sie können als hängende Spitzen agieren, oder auch in der offensiven Zentrale. Vorzugsweise werden sie von ihren Trainern jedoch im rechten Mittelfeld eingesetzt .
Und so ist es eine logische Konsequenz, dass sie sich auch in der Nationalmannschaft bei Bundestrainer Joachim Löw um diesen Platz balgen. Während auf der linken Seiten Lukas Podolski und Andre Schürrle ihr Duell ausfechten, muss Mesut Özil den Platz in der Mitte gegen Mario Götze verteidigen. Und auf rechts spürt Platzhirsch Müller den Atem von Reus im Nacken.
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Saison-Vergleich
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| Reus 15 15 1323 931 10 4 14 61 378 45% 558 (80%) |
Einsätze Startelf Spielminuten Ballkontakte Tore Assists Scorerpunkte Torschüsse Zweikämpfe Davon gewonnen Pässe Davon erfolgreich |
Müller 17 17 1412 882 2 7 9 27 378 43% 582 (78%) |
Ein fataler Fehler, wie spätestens bei der Weltmeisterschaft in Südafrika der breiten Öffentlichkeit bewusst wurde. Müller avancierte zur Entdeckung des Turniers und krönte eine überragende erste Profisaison mit dem „Goldenen Schuh“ für den besten Torschützen der Endrunde.

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Bundesliga-Historie
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| Gladbach 87 19 26 107 |
Begegnungen Siege Remis Tore |
Bayern 87 42 26 168 |
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„Thomas Müller hat unglaubliche Qualitäten. Er verkrampft nie, trotz seiner jungen Jahre zeigt er keinen Hauch von Nervosität. Er hat die Fähigkeiten, auch im Strafraum die Chancen eiskalt auszunutzen.“ - Bundestrainer Joachim Löw
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Ein Jahr, nachdem Louis van Gaal bei den Bayern klargestellt hatte „Müller spielt immer“, hatte er auch in der DFB-Elf seinen Stammplatz. Während dieser lange Zeit unangefochten war, ist Müller nun mit Marco Reus ein ernsthafter und vor allem ebenbürtiger Konkurrent erwachsen. Der etwas schmächtig wirkende Offensivspieler hat ein atemberaubendes Jahr 2011 hinter sich und der BVB überweist für ihn satte 17,3 Millionen Euro nach Gladbach.
Ähnlich wie Müller hat auch Reus einen sehr guten Instinkt für die jeweilige Spielsituation. Zudem verfügt er über einen Antritt, der in der Bundesliga aktuell wohl seinesgleichen sucht. Reus ist mit einer feinen Technik ausgestattet und hat sich im Torabschluss enorm verbessert. Für seine Gegenspieler ist der gebürtige Dortmunder ein Albtraum, weil er über ein breites Repertoire verfügt. Er kann Dribbeln, ist ein passabler Vorbereiter und hat einen satten Distanzschuss. Dass er erst drei Einsätze für die deutsche Nationalmannschaft auf dem Konto hat, ist seines Pechs geschuldet: Gleich vier Mal musste er Joachim Löw im letzten Jahr wegen Krankheit oder Verletzungen absagen.
| „Marco hat einen enormen Zug zum Tor, ist schnell und erarbeitet sich viele, viele Torchancen. Er spielt frech und kann auf den Außenpositionen jedes Spiel bei uns beleben und erfrischen.“ - Bundestrainer Joachim Löw
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So oder so, für den deutschen Fußball ist es eine prima Sache, das der Bundestrainer diese Qual der Wahl in seinem Mittelfeld hat. Die Spieler müssen in der Bundesliga und auf internationalem Parkett ihre Form hochhalten, schließlich ist im Sommer Europameisterschaft. Eine glänzende Ausgangsposition also für die Anhänger, die sich in Liga, Königsklasse und schließlich bei der EURO auf hochmotiverte Kicker freuen dürfen. Den Startschuss geben Marco Reus und Thomas Müller am Freitagabend.
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