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Africa Cup of Nations 2012: Die Stars
Die Elfenbeinküste um Didier Drogba stellt die Startruppe des Turniers. Doch auch andere Nationen stellen großartige Spieler. Die vermeintlichen Stars des Turniers im Portrait.
Von Patrick Reichardt
Libreville. Tunesien, Ägypten, Ghana und Angola. So lauten die Gastgeber der vier letzten Afrikameisterschaften. Nun findet das Turnier in Äquatorialguinea und Gabun statt. Und wie immer bietet der afrikanische Kontinent einige brilliante Fußballer auf. Goal.com präsentiert euch die Stars der 28. Auflage des Africa Cup of Nations.
Yaya Toure (Elfenbeinküste, Manchester City, 28 Jahre)
Klar genießen Stars wie Didier Drogba oder Samuel Eto’o noch weit mehr Anerkennung als Yaya Toure. Sieht man allerdings nur auf die aktuelle Leistung sowie das Leistungsvermögen, kommt man nicht drum herum, Yaya Toure als den Superstar des kommenden Afrika Cups zu sehen. Toure spielte bereits die letzten drei Afrikameisterschaften und war Teil der WM-Teams 2006 und 2010. Insgesamt bringt es der Ivorer auf 58 Länderspiele. Seinen Durchbruch in England feierte Toure im Vorjahr, als er Halbfinale und Finale des FA-Cups zugunsten seines Vereins, Manchester City, entschied. Toure ist fester Stammspieler im Starensemble von Roberto Mancini.
Marouane Chamakh (Marokko, FC Arsenal, 27 Jahre)
Der große Star Marokkos heißt Marouane Chamakh und bindet seine Fußballschuhe in der Premier League für den FC Arsenal. In der Nationalelf bringt es Chamakh auf 53 Länderspiele, bei denen er 18 Tore erzielte. Chamakh nahm an den Afrika Cups 2004, 2006 und 2008 teil. Eine WM-Teilnahme fehlt dem Angreifer bislang, da sich Marokko im neuen Jahrtausend noch nicht für das Weltturnier qualifizieren konnte. Chamakh spielte zehn Jahre lang für Girondins Bordeaux und erzielte dabei in 218 Pflichtspielen 55 Tore. Im Sommer 2010 wechselte der Marokkaner zum FC Arsenal, wo er sich bislang noch nicht richtig durchsetzen konnte. Nun sucht er seine Chance beim Afrika Cup - mit Marokko.
Papiss Demba Cisse (Senegal, Newcastle United, 26 Jahre)
Senegals Angreifer Papiss Demba Cisse ist in dieser Kategorie nicht wegen seiner Leistungen im Nationalmannschaftstrikot zu finden. Dort lieferte der Angreifer erst 14 Spiele ab, erzielte dabei immerhin in jedem zweiten Spiel ein Tor. Nein, Cisse machte sich in den letzten beiden Jahren mit seinen Leistungen in der Fußball-Bundesliga einen Namen. Für den SC Freiburg erzielte er in 65 Spielen 37 Tore und kam so auf eine nahezu fabelhafte Quote. In der vergangenen Saison blieb er in der Torschützenliste nur hinter Bayerns Mario Gomez zurück. Erst vor wenigen Tagen wurde sein Wechsel zu Newcastle United vermeldet. Cisse wird trotz starker Konkurrenz in der Startelf der Senegalesen erwartet.
Andre Ayew (Ghana, Olympique Marseille, 22 Jahre)
Michael Essien, Stephen Appiah – vorbei sind diese Zeiten. Das Mittelfeld der „Black Stars“ gehört Andre Ayew von Olympique Marseille. Früh hatte man bei Marseille das Talent des Andre Ayew aufgeschnappt, sodass man ihn nach Lorient und nach Arles verlieh, um ihn weiterzuentwickeln. Nun ist Ayew zurück und fester Bestandteil des Champions-League-Teams von Marseille. In der Nationalmannschaft bringt es der Ghanaer bereits auf 26 Einsätze. Der 22-Jährige war maßgeblich an den Erfolgen im Jahr 2010 beteiligt, als Ghana Platz zwei beim Afrika Cup und das Viertelfinale der Weltmeisterschaft erreichte. Im WM-Achtelfinale gegen die USA legte Ayew das entscheidende Tor vor und wurde zum Spieler des Spiels gewählt. Es war auf Nationalmannschaftsebene sein Durchbruch.

Seydou Keita (Mali, FC Barcelona, 31 Jahre)
Ein Exot für den Außenstehenden ist auch in diesem Jahr wieder die Nationalmannschafts Malis. Doch sieht man sich den Kader an, kann das Team von Alain Giresse durchaus für eine Überraschung sorgen. Angeführt wird das Team von Barca-Routinier Seydou Keita, der seit 2008 bei den Katalanen spielt und bereits zwei Champions-League-Siege mit ihnen feierte. Im Nationalteam bringt es Keita auf 73 Einsätze und 18 Torerfolge. 2002 und 2004 gelang Mali mit dem damaligen Jungspund Keita der Einzug ins Halbfinale des Afrika Cups. 2010 trug sich Keita mit zwei Toren ins Geschichtsbuch ein. Mali hatte in elf Minuten ein 0:4 im Eröffnungsspiel in ein 4:4 umgewandelt.
Demba Ba (Senegal, Newcastle United, 26 Jahre)
TSG 1899 Hoffenheim, West Ham United, Newcastle United auf Vereinsebene. Sieben Länderspiele und zwei Tore für Senegal. Was hat ein Spieler mit dieser Vita in der Liste der „Stars des Afrika Cups 2011“ verloren? Eine zunächst berechtigte Frage. Doch Demba Ba hat einen bemerkenswerten Sprung in seiner Karriere gemacht. War er in Hoffenheim launisch und unzuverlässig, hat er sich über die Zwischenstation West Ham United zum absoluten Topstürmer entwickelt. 15 Tore in 19 Spielen in der wohl besten Liga der Welt. Der Senegalese ist in der Torschützenliste der Premier League auf Platz zwei hinter Arsenals Robin van Persie. So ist Ba vielleicht vor dem Turnier kein Star, aber mit dieser Form sicher ein Kandidat, nach dem Turnier jenes massiv beeinflusst zu haben.
Didier Drogba (Elfenbeinküste, FC Chelsea, 33 Jahre)
Die wohl größte Ikone des afrikanischen Kontinents heißt Didier Drogba. Der ivorische Stürmerstar spielt seit 2004 für den FC Chelsea und erzielte dabei 98 Tore in 212 Partien. Auch in der Nationalelf hat er mit 51 Treffern aus 79 Spielen eine überragende Quote. Doch abgesehen von individuellen Erfolgen und nationalen Titeln fehlen Drogba die großen internationalen Titel, die man von einem Mann seines Formates eigentlich erwarten mag. An einem großen Pott schnupperte Drogba im Champions-League-Finale 2008, als er in der Verlängerung nach einer Tätlichkeit vom Platz flog und sein Team das Elfmeterschießen verlor. In der Nationalmannschaft scheiterten die Ivorer bei der WM beide Male in der Vorrunde, beim Afrika Cup steht ein vierter Platz als bestes Resultat zu Buche. Enttäuschend, gemessen am Potenzial. Darum gilt für diesen Afrika Cup: Alles andere als der Titel ist eine Enttäuschung. Vor allem für Didier Drogba, das Gesicht der Elfenbeinküste.

Eure Meinung: Wer wird der Star des Afrika Cups 2012?
Yaya Toure (Elfenbeinküste, Manchester City, 28 Jahre)
Klar genießen Stars wie Didier Drogba oder Samuel Eto’o noch weit mehr Anerkennung als Yaya Toure. Sieht man allerdings nur auf die aktuelle Leistung sowie das Leistungsvermögen, kommt man nicht drum herum, Yaya Toure als den Superstar des kommenden Afrika Cups zu sehen. Toure spielte bereits die letzten drei Afrikameisterschaften und war Teil der WM-Teams 2006 und 2010. Insgesamt bringt es der Ivorer auf 58 Länderspiele. Seinen Durchbruch in England feierte Toure im Vorjahr, als er Halbfinale und Finale des FA-Cups zugunsten seines Vereins, Manchester City, entschied. Toure ist fester Stammspieler im Starensemble von Roberto Mancini.
Marouane Chamakh (Marokko, FC Arsenal, 27 Jahre)
Der große Star Marokkos heißt Marouane Chamakh und bindet seine Fußballschuhe in der Premier League für den FC Arsenal. In der Nationalelf bringt es Chamakh auf 53 Länderspiele, bei denen er 18 Tore erzielte. Chamakh nahm an den Afrika Cups 2004, 2006 und 2008 teil. Eine WM-Teilnahme fehlt dem Angreifer bislang, da sich Marokko im neuen Jahrtausend noch nicht für das Weltturnier qualifizieren konnte. Chamakh spielte zehn Jahre lang für Girondins Bordeaux und erzielte dabei in 218 Pflichtspielen 55 Tore. Im Sommer 2010 wechselte der Marokkaner zum FC Arsenal, wo er sich bislang noch nicht richtig durchsetzen konnte. Nun sucht er seine Chance beim Afrika Cup - mit Marokko.
Papiss Demba Cisse (Senegal, Newcastle United, 26 Jahre)
Senegals Angreifer Papiss Demba Cisse ist in dieser Kategorie nicht wegen seiner Leistungen im Nationalmannschaftstrikot zu finden. Dort lieferte der Angreifer erst 14 Spiele ab, erzielte dabei immerhin in jedem zweiten Spiel ein Tor. Nein, Cisse machte sich in den letzten beiden Jahren mit seinen Leistungen in der Fußball-Bundesliga einen Namen. Für den SC Freiburg erzielte er in 65 Spielen 37 Tore und kam so auf eine nahezu fabelhafte Quote. In der vergangenen Saison blieb er in der Torschützenliste nur hinter Bayerns Mario Gomez zurück. Erst vor wenigen Tagen wurde sein Wechsel zu Newcastle United vermeldet. Cisse wird trotz starker Konkurrenz in der Startelf der Senegalesen erwartet.
Andre Ayew (Ghana, Olympique Marseille, 22 Jahre)
Michael Essien, Stephen Appiah – vorbei sind diese Zeiten. Das Mittelfeld der „Black Stars“ gehört Andre Ayew von Olympique Marseille. Früh hatte man bei Marseille das Talent des Andre Ayew aufgeschnappt, sodass man ihn nach Lorient und nach Arles verlieh, um ihn weiterzuentwickeln. Nun ist Ayew zurück und fester Bestandteil des Champions-League-Teams von Marseille. In der Nationalmannschaft bringt es der Ghanaer bereits auf 26 Einsätze. Der 22-Jährige war maßgeblich an den Erfolgen im Jahr 2010 beteiligt, als Ghana Platz zwei beim Afrika Cup und das Viertelfinale der Weltmeisterschaft erreichte. Im WM-Achtelfinale gegen die USA legte Ayew das entscheidende Tor vor und wurde zum Spieler des Spiels gewählt. Es war auf Nationalmannschaftsebene sein Durchbruch.

Frischer Wind in Ghanas Mittelfeld: Andre Ayew von Olympique Marseille.
Seydou Keita (Mali, FC Barcelona, 31 Jahre)
Ein Exot für den Außenstehenden ist auch in diesem Jahr wieder die Nationalmannschafts Malis. Doch sieht man sich den Kader an, kann das Team von Alain Giresse durchaus für eine Überraschung sorgen. Angeführt wird das Team von Barca-Routinier Seydou Keita, der seit 2008 bei den Katalanen spielt und bereits zwei Champions-League-Siege mit ihnen feierte. Im Nationalteam bringt es Keita auf 73 Einsätze und 18 Torerfolge. 2002 und 2004 gelang Mali mit dem damaligen Jungspund Keita der Einzug ins Halbfinale des Afrika Cups. 2010 trug sich Keita mit zwei Toren ins Geschichtsbuch ein. Mali hatte in elf Minuten ein 0:4 im Eröffnungsspiel in ein 4:4 umgewandelt.
Demba Ba (Senegal, Newcastle United, 26 Jahre)
TSG 1899 Hoffenheim, West Ham United, Newcastle United auf Vereinsebene. Sieben Länderspiele und zwei Tore für Senegal. Was hat ein Spieler mit dieser Vita in der Liste der „Stars des Afrika Cups 2011“ verloren? Eine zunächst berechtigte Frage. Doch Demba Ba hat einen bemerkenswerten Sprung in seiner Karriere gemacht. War er in Hoffenheim launisch und unzuverlässig, hat er sich über die Zwischenstation West Ham United zum absoluten Topstürmer entwickelt. 15 Tore in 19 Spielen in der wohl besten Liga der Welt. Der Senegalese ist in der Torschützenliste der Premier League auf Platz zwei hinter Arsenals Robin van Persie. So ist Ba vielleicht vor dem Turnier kein Star, aber mit dieser Form sicher ein Kandidat, nach dem Turnier jenes massiv beeinflusst zu haben.
Didier Drogba (Elfenbeinküste, FC Chelsea, 33 Jahre)
Die wohl größte Ikone des afrikanischen Kontinents heißt Didier Drogba. Der ivorische Stürmerstar spielt seit 2004 für den FC Chelsea und erzielte dabei 98 Tore in 212 Partien. Auch in der Nationalelf hat er mit 51 Treffern aus 79 Spielen eine überragende Quote. Doch abgesehen von individuellen Erfolgen und nationalen Titeln fehlen Drogba die großen internationalen Titel, die man von einem Mann seines Formates eigentlich erwarten mag. An einem großen Pott schnupperte Drogba im Champions-League-Finale 2008, als er in der Verlängerung nach einer Tätlichkeit vom Platz flog und sein Team das Elfmeterschießen verlor. In der Nationalmannschaft scheiterten die Ivorer bei der WM beide Male in der Vorrunde, beim Afrika Cup steht ein vierter Platz als bestes Resultat zu Buche. Enttäuschend, gemessen am Potenzial. Darum gilt für diesen Afrika Cup: Alles andere als der Titel ist eine Enttäuschung. Vor allem für Didier Drogba, das Gesicht der Elfenbeinküste.

Damals Zuschauer, 2012 aktiv dabei: Didier Drogba will endlich den Titel.
Eure Meinung: Wer wird der Star des Afrika Cups 2012?
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